Kapitel 44

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Entgegen meiner Erwartung blitzten seine Augen belustigt auf. Ich wusste nicht Recht wie ich reagieren sollte und blieb also weiter unruhig stehen. Dann seine Worte die endlich die Stille brachen. :"Hätte eigentlich wissen müssen , dass so etwas kommt." Sein verächtliches Lachen verstummte apruppt als Zarkan wieder seinen Kopf durch das Fenster steckte. Ich hörte sein Schlucken und konnte fast spüren wie sein Hals trocken wurde und jedes Haar an seinem Körper sich aufstellte. Aber auch ich fühlte mich in meiner Haut unwohl. Schon wieder hatte er mich erwischt. Ich wollte einfach nur noch im Boden versinken , was er wohl auch spürte." Verschwinde" zischte er leise. Ganz weit weg eine andere Stadt , ja dort wollte ich hin , möglichst ans Meer. Mein Entschluss stand fest und ich merkte wie das Selbstbewusstsein in mir wieder zu nahm. Was ich jetzt aber sagte war wirklich nicht das klügste. "Du wirst niemandem etwas erzählen!" Fuhr ich ihn an. Zarkan beobachtete uns neugierig. "Was?" Seine Stimme stieg einige Oktaven an. "Willst du mir jetzt auch noch sagen was ich zu tun habe? Da hast du dich geschnitten!" Er wirbelte um , aber ich war schneller und drehte den Schlüssel im Schloss. Der Eiserne Schlüssel lag schwer in meiner Hand. Er packte meinen Arm und zog mich zu ihm. " Fass mich nicht an! " Mein Kopf deutete zum bereits knurrend en Zarkan. Mit einem triumphierendem Lächeln machte ich mich frei und stolzierte zum Fenster. Dann hielt ich Zarkan den Schlüssel hin und er nahm ihn in sein Maul. "Wenn du jemals dieses Zimmer verlassen willst musst du ihn , erst streicheln." Ich war froh über meinen Sieg und strahlte immer noch. Aber mein Lächeln verging , als ich sah das Andre keine Anstalten machte sich Zarkan zu nähren. Dieser begann freundlich zu gurren und quetschte sich noch etwas mehr durchs Fenster. Andre sah zu mir herüber , etwas in seinem Blick hatte sich verändert und er setzte sich auf sein Bett. Ich meinerseits blieb vordernd stehen. Er sprach leise , aber ich versprach jedes seiner Worte. "Mein Vater wurde von einem Drachen getötet...ich kann das nicht.." eine Träne rollte über seine Wange. Ich setzte mich langsam neben ihn. "Bleib bloß weg." Er stand auf und griff entschlossen nach seinem Schwert. Keine Sekunde später war die Spitze auf Zarkan gerichtet. "Lass aß Schwert fallen" flüsterte ich in Zarkans dumpfes Knurren hinein.
Doch es war schon zu spät und Andre segelte durch den Raum. Der Drache stand nun halb im Zimmer und hatte aufgehört zu Knurren. Ich war sofort bei Andre der immernoch auf dem Boden lag. Ich half ihm auf und musste mit ansehe wie Zarkan durch das Fenster schlüpfte. Erst jetzt merkte ich das der Junge neben mir am ganzen Körper zitterte. Zarkan kam vorsichtig näher und ich griff nach Andres Hand. Dieser war erstarrt und sah mit weit aufgerissenen Augen zu wie ich seine Hand zu der Schnauze des Drachens führte. Zarkan sah Andre unverwandt in die Augen und dann berührten sie sich. Mein Herz schlug mindestens so schnell wie Andres. Ich spürte die Berührung bis in meinen Arm. So standen wir eine ganze Weile bis ich wagte die Stille zu unterbrechen. "Streichel ihn" Ich ließ Andres Hanf los und der Junge sich ganz vorsichtig über Zarkans Schnauze. "Kratz ruhig ein bisschen , das spürt er ja gar nicht." Ich machte es ihm vor und kratzte Zarkans Stirn. Dieser stimmte sofort in ein lautes Schnurren ein.
Andre kratzte nun ebenfalls an seiner Stirn und Zarkan schloss seine Augen. Dann begann Zarkan seinen Kopf an Adre zu reiben und leckte über seine Hand und durch sein Gesicht. Andre weinte heiße Tränen und lachte gleichzeitig erleichtert. "Darf ich dir etwas zeigen? " fragte ich vorsichtig. Er nickte nur abwesend und ich zog ihn zum Fenster. Ich kletterte heraus und als Andre kurz zögerte wurde er von Zarkan angestupst. Endlich standen wir vollständig auf dem Dach. Zarkan hatte eine Weile gebraucht um durch das schmale Fenster zu kommen. Ich starrte in die Dunkelheit und genoss kurz die frische Luft. Dann sprang Zarkan vom Dach und machte eine elegante Flugrolle. Andre schnappte nach Luft. Melody erhob sich ebenfalls und verharrte über uns. Dann drehte Zarkan ab und flog mit irrer Geschwindigkeit wieder niedrig zurück. Ein mir unbekanntes Gefühl machte sich in mir breit und ich musste unwillkürlich Lachen. Das Adrenalin gab mir den letzten Kick. Ich griff nach Andres Hand und riss den schreienden Jungen mit mir in die Tiefe. Zarkan fing uns gekonnt auf und ich ließ einen Freudensschrei aus mir heraus , der nur darauf gewartet hatte. Ich sah Andre ins Gesicht. Er war total leicht geworden und saß ganz Still. Zarkan flog vorbildlich , er achtete darauf langsam zu sein und flog hoch über der erleuchteten Stadt. "Wow. ...." das war das erste Wort das ich von Andre hörte. Er hatte endlich aufgehört sich an mich zu krallen und schien es wirklich zu genießen. Wir flogen schon ziemlich lange als er wieder ansetzte:" Ich muss langsam nachhause...meine Mutter kommt bald zurück , sie Arbeitet beim Baron." Schon während er sprach hatte Zarkan abgedreht und war in den sinkflug übergegangen."Mhmh...beim Baron also." Ich sah ihn grinsend an und er erwiderte mein Grinsen. Dann landete Zarkan wieder und Andre verschwand nachdenklich in seinem Zimmer. Als Zarkan und ich zurück flogen merkte ich , was ich die ganze Zeit über vermisst hatte.

Würde mich über Kommis freuen...:))
Es wäre echt nett wenn ich eine Rückmeldung bekommen würde.
Danke fürs lesen und lasst ein paar ☆☆☆ da :D

Ich Danke vor allem @Creepykawaiicat und @valdrauf von denen ich weiß das sie meine Geschichte bis hier hin gelesen haben.... Danke :*

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