Erst sag ich nocheinmal in seine Wald grünen Augen , nur um kurz darauf wieder entgeistert auf den flüchtig ans Tor gepinnten Zettel zu starren. Ich merkte wie er meinem Blick folgte. Auf dem halb duchnässten Papier konnte ich mein Gesicht geradezu erschreckend deutlich erkennen. Es war eine Hand skizzierte Phantombild Zeichnung. Und es war ganz klar das sie mich zeigte. Unter ihr stand in dick gedruckter Schrift , irgendetwas , was durch den Regen unleserlich geworden ist. Doch was ich geschockt feststellen musste , war das 2000 Dukaten auf meinen Kopf ausgesetzt waren. Ich schluckte und hoffte innerlich , dass er meinem Blick nicht gefolgt war , aber ganz im Inneren kannte ich schon die bittere Wahrheit. Andre sah mich entgeistert von der Seite an und ließ klappernd mein Fahrrad fallen. Wie in Trace hob ich es auf und folgte seelenruhig dem Weg. Als ich merkte das er nicht folgte blieb schließlich auch ich stehen. Die Wahrheit passte einfach nicht in meinen Kopf , ich wollte es nicht glauben. Ich war im ganzen Land gesucht? Nun stand andre wieder neben mir und forderte mit geweiteten Augen eine Erklärung. Ich brach in Tränen aus und er schien zu realisieren das es unmöglich war , mehr aus mir heraus zu bekommen. Dazu kam das der Regen stark zugenommen hatte. Ohne Vorwarnung lief er schnellen Schrittes weiter. Ich folgte ihm schluchzend und mit zitternden Schultern. Meine Haare hingen wie Nasse Lappen über meine zusammengesunkenen Schultern. Irgendwann , ich wusste nicht wie lange wie noch durch das Dorf gelaufen waren , erreichten wir ein schmales Backsteinhaus. Er blickte mich kurz an bevo er die Tür öffnete. Einen Fuß vor den anderen setzend trat ich langsam ein. Im Haus war es nicht viel wärmer als draußen und noch dazu stockdunkel. Andre verschwand in der Dunkelheit. Am Ende des Raums sah ich wie es heller wurde. Er hatte zwei blaue Klappläden geöffnet , die scheinbar zum Küchenfenster gehörten. Draußen konnte ich den grauen Himmel erahnen. Den Regen sah ich zwar nicht , aber ich hörte ihn. Lautstark prasselten die Tropfen auf Fenster und das Dach. Ich sah mich zögernd um. Vor mir war , wie ich schon bemerkt hatte , die Küche. Eigentlich war es ein Raum , der aus Wohnzimmer und Küche bestand. Ich hatte gar nicht bemerkt das ich immer noch zitternd vor der geöffneten Haustür stand. Der Wind pfiff um meine Beine und brachte die Hand gestrickten Gardinen des Eingangsbereiches zum wehen. In der Zwischenzeit hatte er alle Klappläden geöffnet. Mit einem halbherzigen Wink bedeutete er mir zu kommen. Ich wollte die Tür leise schließen , aber diese flog durch einen Windstoß ungewollt zu. Genervt sah er mich an :" Los..." Die Augen verdrehend stieg er linkerhand eine alte Holztreppe hinauf , die ich vorher gar nicht bemerkt hatte. Mit Flinken Füßen lief ich ihm hinterher. Oben war es genauso duster wie unten , doch Andre ging geradezu zielstrebig vor mir her. Leise tapste ich nach , darauf bedacht kein Geräusch mehr zu machen. Meine Nasse Kleidung hing an mir herunter und das Shirt klebte an meinem Bauch. Ich zog ihn ein um es loszuwerden und es funktionierte. So ging ich also mit eingezogenem Bauch weiter. Plötzlich blieb Andre stehen und ich lief direkt gegen ihn. Er musste prusten und schob mich belustigt zur Seite. Ich wusste nicht was daran so lustig sein sollte , aber es war mir ehrlich gesagt auch egal. Er hielt sich einen Finger vor die Lippen und bedeutete mir leise stehen zu bleiben. Ich tat wie mir geheißen. Keine Minute später kam er mit frischer Kleidung auf mich zu und öffnete eine weitere Tür. Erneut konnte ich mein Erstaunen nicht verbergen.
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Drachenmädchen
FantasyNur sie weiß es nur sie kann es prophezeien.....die Drachen leben! Näher als jeder glaubte Nur sie erkennt das Gutmütige in den riesenhaften Kreaturen die , die Wächter um jeden Preis von der Stadt fernhalten wollen. Kann sie die Massenabschlachtun...
