Die Tür flog mit voller Wucht auf. Sie blinzelte verwirrt ins Licht. "Schnell! Sie kommen!" Ambrosius Stimme hatte sie sofort wiedererkannt. "Mhmh?"Sie rieb sich müde die Augen. "Komm... steh auf! " Er kam näher und griff sie unter den Armen. "Sie wollen dich holen....für irgendetwas...ich weiß aber nicht was" Sie schüttelte nur den Kopf , da sie noch zu müde war. Mit ihr im Arm rannte Ambrosius in großen Schritten aus der Tür. Hinter sich hörte er schon die Schritte der Wächter. Er schloss mit zittriger Hand eine andere Zellentür auf und zog sie hastig hinter sich ins schloss. Dann setzte er sie sanft auf dem Steinboden ab und verriegelte das Schloss." Hier wird uns keiner vermuten." Seine Stimme war rau und brüchig , seine Schultern sanken im sich zusammen und er lehnte sich gegen die Ziegelwand. Sie stand auf und kam zu ihm hinüber. Ihre Blicke trafen sich und sie gab ihm einen Kuss auf die Wange. " Danke" flüsterte sie. Er war froh das es so dunkel war , sonst hätte sie gesehen wie rot er wurde. Dann setzte sie sich beide auf den nackten Boden und Schwiegen. Ungefähr eine Stunde lang hörten sie die Schritte der Wächter , die durch das Gebäude rannten. Ab und zu konnten sie ein paar Wortfetzen aufschnappen , aber diese waren unbedeutend. Nach einiger Zeit bemerkte Ambrosius wie Anabelle anfing zu zittern. War ihr kalt oder weinte sie? Er legte seinen kräftigen Arm um sie und zog sie an sich. Keine Sekunde später spürte er ihre warmen Tränen , die auf sein Hemd tropften. So saßen sie eine Zeit lang , bis sie aufgehört hatte zu weinen. Sie sah ihn an :" Was machen wir wenn sie uns doch finden? Wie soll es weitergehen Ambrosius ? Sie werden auch dich bestrafen wenn sie herausbekommen , dass du mir geholfen hast." "Alles wird gut werden Anabelle" versuchte er sie zu beruhigen. "Nein! Wird es nicht !", schrie sie. Sofort legte Ambrosius seine Hand über ihren Mund und bedeutete ihr leise zu sein. Zu ihrem Glück war niemand in der Nähe gewesen. "Was wenn ich meine Tochter nie wieder sehe..." Sie begann erneut zu schluchtzen. "Hey , alles wird gut , wir werden sie überall suchen , sobald wir hier draußen sind. Und wir werden sie finden ." Seine sichere Stimme schien sie zu überzeugen. " Wie hast du dir das vorgestellt , einfach mal hier heraus latschen und jeden schön grüßen....Ambrosius , wir werden nie , niemals einen Weg aus dem Stadtgefängnis finden. " Ihre Stimme war aufeinander wieder hart und eindringlich , was ihn sehr überraschte. "Wir müssen warten bis es Nacht wird , dann laufen im ganzen Gebäude nur noch halb so viele Wächter herum. Die noch dazu viel lieber schlafen würden. Der ein oder andere wird die zwei Stunden zwischen eins und drei ausnutzen , da sie ohne Kontrolle sind. Das ist dann unsere Zeit ! Und denn Rest überlassen einfach mir . "Er grinste sie von oben herab an.
So gegen zwei.
" Aufwachen Anabelle !" Er schüttelte leicht an ihrem Arm.
Seine Stimme drang nur ganz wage in ihren Traum ein. Miranda steht zwischen den großen Eichen. Sie schaut zu mir herüber. Neben ihr der Drache. Ihr Mund öffnet sich :" Aufwachen Anabelle ." Ich bin verwirrt , was will sie mir sagen :"Aufwachen!" Sie öffnete ihre wunderschönen Augen und sah seine Haselnussbraunen über ihrem Gesicht. "Es ist so weit."
"Was?? Ist es denn schon so spät ?"
" Der letzte Wache in diesem Trakt hat sich gerade hingelegt , er läuft nicht mehr die Gänge auf und ab. " Beide lauschten eine Weile. Nichts. Stille. "Wir müssen leise sein...mir nach." Die Hoffnung erfüllte ihre Augen und Freude kam in ihr auf als sie Ambrosius dabei beobachtete wie er die Tür aufshloss. Die Tür , die sich seit ungefähr einer Woche nicht mehr geöffnet hatte. Langsam steckte er seinen Kopf durch den schmalen Spalt und lugte um die Ecke. Die Dunkelheit erschwerte es ihm klar zu sehen , aber sie schützte sie auch vor fremden Blicken. Nach einer Weile in der er sich versichert hatte das keiner in der Nähe war , schob er langsam die Tür noch ein Stück weiter auf. Der Spalt war nun genau so groß , dass geradeso zwei Personen hindurch schlüpfen konnten. Als sie dies auch getan hatten , fanden sie sich auf einem großen und langen Gang wieder. Links und rechts hatte er zwei Abzweigungen , die in weitere Gänge führten. Für Anabelle sah alles gleich aus , egal wohin sie sah. Alleine hatte sie den Ausgang aus diesem Labyrinth im Leben nicht gefunden. Ambrosius griff nach ihrer Hand und begann zügig dem linken Gang zu folgen. Sie versuchte leise zu gehen , aber er zog sie zu schnell hinter sich her und schien selbst auch nicht auf seine Schritte zu achten. Als sie etwas sagen wollte begann er zu rennen und ihr blieb die Luft weg. Scheinbar wusste er was er tat. "Wir haben nicht mehr viel Zeit" sagte er gehetzt während sein Blick hin und her hechtete. "Gleich kommen zwei Wachen von ihrer Pause zurück." Er deutete auf eine unscheinbare Holztür am Ende des Ganges , die sie vorher noch gar nicht bemerkt hatte. Gerade noch rechtzeitig Bogen sie links in einen weiteren Gang , als hinter ihnen schon die Tür aufflog . Im Augenwinkel konnte sie die zwei Wachen noch erkennen, doch dann zog Ambrosius sie auch schon um die Nächste Biegung. Alles was sie noch wahr nahm war das schwache Licht der Fakeln , welches langsam abschwächte. Dann spürte sie etwas kaltes glattes an ihrem Hals. Der Gegenstand schnitt in ihr Fleisch ein.
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Drachenmädchen
FantasyNur sie weiß es nur sie kann es prophezeien.....die Drachen leben! Näher als jeder glaubte Nur sie erkennt das Gutmütige in den riesenhaften Kreaturen die , die Wächter um jeden Preis von der Stadt fernhalten wollen. Kann sie die Massenabschlachtun...
