Kapitel 25

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"Vor genau einer Woche und drei Tagen ist eine Hexe mitsamt ihrem Drachen vor unseren Wächtern geflohen." Lautes Getuschel "Schweigt!" der Baron erhöhte seine Stimmlage :"Der Name des Mädchens ist ihnen wahrscheinlich allen bekannt." Köpfeschütteln unter den Männern. Nur einer bewegte seine Lippen und formte leise das Wort Miranda. Sein Nebenmann starrte ihn irritiert an. "Miranda ist ihr bürgerliche Name..." eine Pause "sie ist aber auch unter dem Namen Hexe bekannt." Der Baron lachte auf und sofort brach der ganze Raum in schallendes Gelächter aus. Mit einer Handbewegung brachte er die Wächter zu Schweigen. "Ihre Mutter , die unter dem Namen Anabelle lebte , fristet ihre Zeit im Stadtgefängnis ab." Wieder lachen , diesmal schwiegen die Wächter. Einer von ihnen , der , der sich die ganze Zeit gut getarnt hatte verrollte die Augen. Konnte der Baron nicht endlich zur Sache kommen. "Naja.." fuhr der Baron fort " sie fristet so lange bis sie mitsamt ihrer Tochter auf dem Scheiterhaufen brennen wird." Die Wächter rieben sich freudig die Hände. " Forausgesetzt..." schrie der Baron wieder und hob drohend den Zeigefinger. " Forausgesetzt ihr Männer bekommt die kleine Lebendig zu fassen." Es klang eher nach einer Drohung als nach einem Befehl. Plötzlich standen alle im Raum ganz gerade. Der Baron kam von seinem Podest und ging im Raum auf und ab , dabei musterte er jeden einzelnen der Männer. Einen Moment lang sah er dem Wächter genau in die Augen , doch dann wandte er sich ab um jemand anderen zu begutachten. Der Wächter konnte ausatmen , der Baron hatte ihn nicht erkannt. Dich dann zeigte dieser plötzlich mit dem Finger genau auf ihn und der Wächter war kurz davor seine Beine in die Hand zu nehemen. Doch dann ging der Baron geradewegs an ihm vorbei und köpfte sich einen jüngeren vor. "Du?!" "Ja mein Herr" antwortete er kleinlaut und sah auf seine Schuhe hinab. " Habe ich dich nicht letzte Woche hinausgeworfen , weil du zu jung bist ?" fragte er drohend. Aber er wartete nicht mehr auf die Antwort :"Bringt ihn raus Männer!" Dabei deutete er auf zwei hagere braun gebrannte Wächter die neben ihm standen. Die zwei verschwanden augenblicklich. Der Baron ging nun im Raum auf und ab " Männer!! Die Hälfte von euch strömt aus und findet sie! Dann tötete ihr den Drachen und bringt sie zu mir!" "Klare Worte" witzelte einer der Männer. "Du da! Herkommen !" Der Baron zeigte auf ihn. Als der Mann vorgetreten war klopfte ihm der Baron auf die Schulter. Dann sagte er wie zu einem Kind :"So...du bist der erste der hier bleiben darf und jetzt geh und wähle dir hundert andere aus die mit dir die ehre haben zu bleiben." Der Raum brach in schallendes Gelächter aus. " Die Männer , die das Mädchen zurückholen gehen noch heute Abend Richtung Crafastmoor und dessen Felder dahinter los." Übertönte er die Menge. Das war die Information die er braucht , jetzt musste der Wächter nur noch unauffällig verschwinden. Doch sein Plan wurde ihm von Janko vereitelt. Janko war ein kräftig gebauter Wächter mit dem man sich nicht anlegen wollte. Er kam geradewegs auf ihn zu und legte ihm die Hand auf die Schulter:" Hey...alter Freund ,was machst du denn hier??" fragte er mit hochgezogener Augenbraue. Der andere Wächter hielt ihm die Hand vor den Mund und bedeutete ihm mitzukommen. Als die beiden sich etwas aus der Mange entfernt hatten sprach Janko sofort los "Hey, Richard...gut siehst du aus , alter Freund. Aber sag mir , was machst du hier?? Und warum so geheimnisvoll?" Janko zog fragend die linke Augenbraue nach oben.
"Nenn mich nicht nochmal Richard" sagte der andere scharf und sah sich um. "Was ist denn los mit dir ?, so verklemmt kenne ich dich gar nicht" witzelte Janko und piekste ihm in die Seite. " Hey! Hör auf....und vergiss das mit Richard....ich bin jetzt ein ganz anderer Mensch. Ich bin jetzt Schmied." Als Janko nicht darauf einging wollte der andere so schnell wie möglich das Gespräch beenden. Außerdem brauchte er Vorsprung.Da die anderen erst heute Abend aufbrechen würden hatte er einen großen Vorteil. "Also...ich werde jetzt wieder verschwinden und du.." Er deutete auf Janko der vor sich hinträumte und bei der Berührung zusammenzucke " wirst niemandem etwas von dieser Begegnung erzählen. Mit diesen Worten verschwand Hanc aus Jankos Sichtfeld.

Das Kapitel ist mal wieder etwas kurz geraten , aber ich hoffe es hat euch trotzdem gefallen. :)
Ich werde euch auch nicht länger auf die Folter spannen....im nächsten Kapitel werdet ihr erfahren wer Anabelle das Messer an den Hals hält....:D

Danke meine Lieben , dass ihr das Kapitel gelesen habt
Und DANKEE für über 1000 Reads
:*
Das hätte ich echt nie erwartet!!:D

DrachenmädchenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt