Ich blieb schon wieder an einem kleinen Zweig hängen und zupfte ihn aus meinem Shirt. Flüchtig warf ich einmal einen Blick zurück , aber sie war mir nicht gefolgt. Das Fahrrad hatte sie ohne ein Wort entgegen genommen. Kein Danke ,nichts. Ehrlich gesagt war ich etwas enttäuscht über ihre Reaktion. Aber was sollte ich auch groß erwarten. Ich hatte mir vielleicht ein Entschuldigung erhofft , aber was bildete ich mir auch ein? Das sie in Tränen ausbricht und sich für alles entschuldigt? Sie ist eine Verbrecherin. Wenn nicht noch schlimmer. Ich schluckte laut und versuchte sie ein für alle mal zu vergessen. Aber das war gar nicht so einfach , schon nach ein paar weiteren Schritten hatten meine Gedanken wieder einen Weg zu ihr gefunden. Ich stöhnte auf und schlug mir mit der flachen Hand gegen die Stirn. "Andre! Was soll das!" Sagte ich knurrend zu mir selber. Es konnte doch nicht so schwer sein. Plötzlich stolperte ich über eine Wurzel und wäre fast hingefallen. Über mich selbst lachend drehte ich mich um und fixierte den Übeltäter. Jeder Mensch wäre im Boden versunken , doch es war ja klar das dies bei einer Wurzel nicht der Fall war. Ich lachte schon wieder über mich selbst und beeilte mich endlich aus diesem Wald zu kommen. Auch wenn ich es nie zugegeben hätte , fand ich den Wald echt gruselig. Das Gefühl hatte sich allerdings verstärkt seit sie da war. Es kam mir wirklich alles so vor wie ein Traum. Als Kind wollte ich immer mal einen echten Drachen sehen. Aber jetzt , so ganz ohne Schwert , und ohne das der Drache einen Angriff UND ohne ein...ein Drachenmädchen , verbannte ich den Wusch aus meinem Kopf. Stattdessen füllte er sich wieder mit lauter , wild umherschwirreden Gedanken. Ich musste es melden , ich wollte es auch. Doch ich hatte Angst , Angst vor ihr , vor ihren Drachen! Vor mir lag wieder der schmale Bach. Ich überquerte ihn mit einem Satz und passte auf nicht in den Matsch zu treten. Als ich wieder am Weg angekommen war , begegnete ich Bauer Jörg. Er grüßte mich kurz und ich grüßte zurück. Als ich schon fast an ihm vorbei war blieb er stehen , als wäre ihm gerade etwas eingefallen. Er drehte sich um und ich sah ihn an." Du Andre..hast du vielleicht mein Fahrrad gesehen?" Ich zuckte mit den Schultern und erwiderte ein knappes "Nein" Ich hatte wirklich keine Lust auf eine Unterhaltung mit ihm Und war kurz angebunden. "Ach...schon ok." Er winkte ab und verschwand hinter seinem Haus. Ich schüttelte den Kopf und lief weiter. Erst nach einer Weile fiel mir auf ,was ich schon längst hätte merken sollen. Miranda hatte bestimmt sein Fahrrad geklaut. Und ich hatte es ihr auch noch wieder gebracht.Naja , das war nun wirklich nicht mein größtes Problem. Ich hatte keine Zeit zu schlendern und beeilte mich wieder. Der Himmel Ar so klar wie das Wasser des Baches , den ich schon hinter mir gelassen hatte , und bestimmt ebenso blau wie das Meer.
Sein Blick wurde wieder klar und schon hörte Andre wieder das Geräusch. Er stellte das Saftglas auf die Theke zurück und starrte nicht länger aus dem Fenster. Er war gerade dabei gewesen sich an den Rückweg zu erinnern als ihn das Geräusch aus seinen Gedanken geschreckt hatte. Und da war es schon wieder! Es kam eindeutig von oben. Dabei wusste er genau das keiner Zuhause war. Leise nährte er sich der Treppe. Stille. Einen Fuß vor den anderen setzend stieg er so leise er konnte die Treppe hinauf. Und Andre konnte es gut. Oben angekommen grinste er triumphierend. Selenruhig öffnete er die Tür zu seinem Zimmer und sah direkt in ihr erschrockenes Gesicht. Er lehnte sich an den Türrahmen und schaute ungläubig zu ihr hinüber. Als er dann den schwarzen Drachen im Fenster sah , setzte sein Herz kurz aus.
Wieder mal kurz ,aber immerhin mein zweites für heute.
Dieses Kapitel widme ich @valdrauf :))
Ich hoffe es hat euch gefallen, freue mich über Likes, Reads und Kommis ☆☆☆
Eure samydamy :*
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Drachenmädchen
FantasyNur sie weiß es nur sie kann es prophezeien.....die Drachen leben! Näher als jeder glaubte Nur sie erkennt das Gutmütige in den riesenhaften Kreaturen die , die Wächter um jeden Preis von der Stadt fernhalten wollen. Kann sie die Massenabschlachtun...
