Kapitel 59

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Alle verfielen in ein betretenes Schweigen. Die einzigen Geräusche , die noch mein Ohr erreichten , waren die der Elstern und Raben in den umliegenden Bäumen. Die meisten Vögel schienen aufgeregt über den plötzlichen Aufruhr im Wald und schimpfen auf uns ein oder verbreiteten Lautstark Panik. Bei dem Gedanken daran musste ich augenblicklich schmunzeln. Andres Stimme ließ mein Schmunzeln ersterben und übertönte die, der Vögel. "Über mich gibt es nichts zu sagen" gestand er offen. "Ich habe mit der ganzen Sache nichts zu tun." Immer Koch schwiegen die anderen , und Andre wirkte , als wolle er noch etwas hinten dran setzen , aber ließ es dann doch lieber bleiben. Sein Mund schloss sich wieder. Und seine Lippen bildeten eine geschlossen und zusammengepresste Linie. Er sah aus als wurde er ertappt , er war sich dessen bewusst. Schnell wandte er seinen Blick ab. Scheinbar schien ich die einzige zu sein , die gemerkt hatte was seine Lippen für Worte geformt haben. Außer das ich Miranda kennengelernt habe....so wunderschön" Ich sah in noch mal genau an um sicher zu gehen , dass ich mich nicht verhört hatte , aber seine grünen Augen schienen unerreichbar , als sie auf meine blauen trafen. Keiner von uns war in der Lage den Blick von dem anderen abzuwenden , und so starrte ich ihn einfach an. Er war so undurchschaubar , so als wäre er gefühlskalt , aber das war er nicht. In der Nacht , in der er das erste mal auf Zarkan ritt , spürte ich Angst , aber auch kindliche Freude. Doch da war noch etwas gewesen , was ich jedoch nicht deuten konnte. Er um verschwendete ich überhaupt meine Gedanken mit diesem Jungen. Dem Jungen , der mich so sehr an meinen Freund erinnerte , nur ,dass er ganz anders war. Diese wundervollen Augen....es war schwer mich endlich mit meinem Blick zu lösen und seine Mutter die neben ihm saß , anzuschauen. Doch sie schien keine Anstalten zu machen auch nur den Mund zu öffnen.
Dann Wie aus dem nichts "Hanc...du zuerst" Mir schien als rede sie wie mit einem alten Freund. Kannten sie sich etwa?
"Lassen wir Bitte meine Geschichte erst einmal außen vor" lenkte dieser geschickt von sich ab. Meine Augen wurden zu Schlitzen als ich in feindselig anstarrte. Und Isabella sprach aus , was mir auf der Zunge lag. "NEIN!" "Du weißt , dass mein Teil , das Ende ist" zischte sie. Sie kannten sich , dass war nun klar. Aber wusste sie das Hanc gefährlich war , oder was er geplant hatte? Er war doch an allem Schuld. Oder gehörte sie zu ihm??? Diese ganzen fragen machten mich noch fertig. "Ich bin dafür , dass wir eine kleine Pause einlegen , und das eben gesagte noch einmal verdauen." Sagte er seelenruhig, als ginge es um das Abendessen. Mein Blick durchbohrte ihn. Er brauchte nur Zeit um sich eine passende Geschichte zurecht zu legen , und schon war jeder im Glauben er wäre auf unserer Seite. Während ich so nachdachte hatte ich gar nicht Andres vordernden Blick bemerkt. Als sich unsere Blicke trafen leuchteten seine Augen auf. Er machte eine Kopfbewegung Richtung Bäume und ich verstand sofort. Unauffällig standen wir auf und gingen. Im Wald blieben wir kurz unschlüssig stehen. Dann setzte er sich und ich tat es ihm gleich. Jetzt saß ich dem Braunhaarigen im Schneidersitz gegenüber.

DrachenmädchenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt