Riku und ich verbrachten noch den Abend miteinander, doch näher als bei der Ankunft kamen wir nicht mehr.
Erst als er wieder gehen wollte, verschwand ich kurz in meinem Zimmer, um ihm eines meiner Kondome mitzugeben. Riku stieg erneut die röte ins Gesicht, als ich ihm, etwas frech grinsend, den Gummi in die Hand drückte. “Nicht das du vergisst dein Geldbeutel aufzufüllen.”, kommentierte ich, worauf Riku nur noch mehr in Verlegenheit geriet.
“Vielleicht solltest du auch mal eines mitführen. Man weiss ja nie, wann man zum Zug kommt.”, schlug er vor und packte den Schutz in seinen Geldbeutel.Ich erwiderte nicht viel darauf, sondern brachte ihn zur Tür und verabschiede mich mit einer Umarmung. Riku wirkte etwas enttäuscht, doch die ganze Küsserei hatte nicht nur Vorteile für mich.
Natürlich fühlte es sich schön an, mein Bauch kribbelte immer wieder und ich genoss es in vollen Zügen, doch es setzte mich enorm unter Druck.
Es fühlte sich jedes Mal so an, als ob ich Riku mehr als das Schuldig wäre. Auch wenn mein Körper mehr als bereit dazu wäre, fühlte es sich in meinem Kopf falsch an mich von einer Beziehung in die nächste zu Stürzen.Ich wollte weder unsere Stimmung noch seine oder meine Psyche ruinieren.
Es würde so vieles auf dem Spiel stehen nur um einige Bedürfnisse zu befriedigen.
Ich wusste das Riku mir verziehen würde, wenn ich es nicht zu weit treibe, weshalb ich mich versuchte, zurückzuhalten.Wieder verbrachte ich also den Abend allein vor dem Fernseher, wo ich schliesslich auch einschlief. Mein Handy hatte ich noch in meiner Jacke, weshalb der Kontakt zu Jukka und Riku für heute beendet war.
Das frühe Einschlafen tat mir gut, denn ich war am nächsten Morgen fit und bereit, um die letzten Probewoche anzugehen, bevor es endgültig auf Tour ging.
Nicht nur ich war sichtlich nervös, sondern auch die anderen Jungs. Während Raul sich gut beherrschen konnte und ähnlich wie Riku die Ruhe selbst war, hüpfte Jukka nervös umher.
Wir setzten uns ins Studio und begannen den Montag wie gewohnt mit einem Kaffee und einer Erzählstunde.
Wir überliessen das Reden Jukka, denn sein Drang zu erzählen schien enorm zu sein.Ich war nur froh, dass Riku bei mir sass und Jukka sich zwischen Sami und Raul setzte. Im Gegensatz zu dem Blonden Eneriebündel, schien Riku nicht so im Redefluss zu sein, denn ausser zur Begrüssung, zu der wir uns nur Umarmten, hatten wir kaum ein Wort gewechselt.
Ich gab mich jedoch damit zufrieden, denn ich wollte die Jungs nicht in unsere komplizierte, nicht definierbare, platonische Beziehung miteinbinden. Ausserdem tat auch der Abstand gut, um mir bewusster zu werden, wie ich mit diesen Emotionen umgehen soll.Nachdem alle ein Wörtchen mitgeredet haben und wir die Plauderstunde beendete, setzten wir uns an unsere Instrumente und begannen das erste Lied auf der Setlist zu spielen.
Wir harmonierten schon sehr gut. Die Proben zeigten Wirkung, denn die Musik perfektionierte sich immer mehr.
Auch Riku als Neuling fühlte sich immer wohler und begann einige Tipps zu geben, um die Livemusik zu Perfektionieren.
Mir gefiel sein Engagement, weshalb ich seine Anwesenheit noch ein Stück mehr schätzte.Trotz meiner Schwärmereien und den Gedanken, die noch beim Wochenende waren, konnte ich gut neben Riku stehen und so tun, als wären wir Freunde.
Es fiel mir fast schon zu leicht, was mit etwas zu denken gab.
Riku schien etwas Schwierigkeiten zu haben, denn ich konnte vom Augenwinkel beobachten, wie er sein Blick kaum von mir löste und jeden Schritt, den ich tat, beobachtete er.
Dennoch hielt er sich zurück und versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Ich liess seine Blicke zu, denn ich genoss die Aufmerksamkeit.
Sie lenkte mich etwas ab und liess meine Fantasie auf Hochtouren arbeiten.Immer wieder erwischte ich mich, wie ich an den Abend mit Riku im Hotelzimmer dachte.
Was wenn er nie mit Jukka geschlafen hätte?
Wir hätten uns weiter geniessen können.
Wir hätten uns gespürt und uns von einer anderen Seite kennen gelernt.
Wir wären noch inniger gewesen als jetzt.

DU LIEST GERADE
The fight against the silence - 'til the last breath
Fanfiction-Geschichte wird vorerst nicht weiter bearbeitet- Gefangen in einer Beziehung, die zum Scheitern verurteilt ist, sucht Samu nun seinen Weg zum Erfolg. Nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass der Sänger nicht nur mit seiner kürzlich erhaltenen Diagn...