Kapitel 1 - Neue Aufgaben

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Mia

drei Monate später (Weihnachtszeit)
"In einer viertel Stunde ist das Meeting mit Mister Lopez.", erinnert mich Marie professionell dran und schlägt ihre Mappe zu. Wie jeden Morgen gehen wir meinen Terminplan durch und besprechen einige Dinge.

Mittlerweile sind wir sogar richtige Freunde geworden und sie hat auch schon Sofia kennengelernt. Apropos Tochter, Sofia hat nächste Woche Geburtstag und sie ist tierisch aufgeregt. Wir haben eine Liste am Kühlschrank hängen, an der sie jeden Morgen ein Strich weg macht bis zu ihren Geburtstag.

"Danke Marie." Nickend setzt sie ein lächeln auf und verschiedet hinter ihrem Schreibtisch. Ich mache mir noch schnell eine Notiz zu einem Termin, schnappe mir dann die wichtigsten Sachen und machen mich auf den Weg zu Theo.

Öfters ist er jetzt schon auch zu mir ins Büro gekommen und Marie wirft mir jedes mal einen vielsagend Blick zu. Wir haben zwar noch nicht darüber gesprochen aber wie sagt man so schön: Blicke sagen mehr als Worte jemals ausdrücken könnten.

Oben angekommen, melde ich mich bei Natascha, Theos Sekretärin, an und gehe auf ihre Worte in Theos Büro. Er ist wohl noch in einem Meeting und bräuchte noch einen Moment. Professionell setzte ich mich gegenüber von seinem Schreibtisch auf einen der Stühle und öffne meine Unterlagen.

Zur Sicherheit überfliege ich noch einmal alles und rufe es mir wieder ins Gedächtnis. Es geht um ein internes Firmenfest. "Entschuldige das du warten musstest.", ertönt plötzlich Theos dunkle, autoritäre Stimme.

Elegant schließt er schnell die Tür hinter sich und geht zielstrebig zu seinem Schreibtisch. Ich winke nur ab und setze ein lächeln auf. "Ich hoffe es war nichts schlimmes weswegen du länger gebraucht hast?"

"Nicht schlimmes, dafür aber nervend.", antwortet Theo mir ehrlich und lächelt mich ebenfalls an. Seine Grübchen kommen zum Vorschein und lassen ihn gleich ein paar Jahre jünger wirken. "Also ich habe mir dein Konzept durchgelesen und finde es gut. Besorg dir alles was du brauchst. Du hast freie Hand.", kommt Theo gleich zu Punkt und lehnt sich in seinem Stuhl zurück.

"Bist du dir sicher?", hake ich skeptisch nach und habe schon festgestellt das alles was ich beantrage und wenn ich um etwas bitte genehmigt bekomme. "Ja, es ist gut und ich will ein grandiose Feier.", stimmt er mir zu und verschränkt die Hände in einander.

Tief durchatmend schließe ich meine Mappe und erhebe mich wieder. "Das ging ja schnell.", sage ich zufrieden und habe beschlossen mich deswegen nicht mehr mit Theo zu streiten. Er würde es eh ja wieder machen.

"Mia.", hält mich Theo auf und erhebt sich ebenfalls. Geschmeidig umrundet Theo den Schreibtisch und lehnt sich gegen ihn. Fragend gucke ich ihn an und warte geduldig darauf das er weiter spricht. "Wie veranstaltet man einen Junggesellinnen Abschied?"

Einen kurzen Moment starre ich ihn sprachlos an bis mir der größte Lachflash meines Lebens trifft. Fast wäre mir sogar meine Mappe aus der Hand gerutscht weil ich mich so vor lachen gekrümmt habe. Theo zieht mir eine Augenbraue hoch und findet das anscheint gar nicht lustig.

"Entschuldige, das kam so unerwartet.", spreche ich sobald ich wieder Luft bekommen habe und räuspre mich schnell. "Also?" Abwartend starrt er mich ernst an und verschränkt sie Arme vor der Brust.

Der meint das wirklich ernst.

"Da gibt es verschiedene Varianten. Je nach dem worauf Pablo Lust hat. Auf eine Party gehen, Spieleabend machen oder ihr geht auf den Schießstand. Das ist ganz unterschiedlich.", gebe ich ihm einen Rat und finde es immer noch lustig wie das er davon keinen Plan hat.

Pablo und Ashley haben beschlossen an Silvester zu heiraten und nur mit den engsten Freunden zu feiern. Was bei Ash heißt das ungefähr hundert Leute kommen werden. "Was hat Pablo denn gesagt?", hake ich nach und gucke ihn interessiert an.

"Ich soll ihn überraschen.", murrt Theo angespannt und beißt seine Zähne zusammen. Ich versuche meine Belustigung zu unterdrücken und einen professionellen Miene aufzusetzen. Noch nie habe ich ihn so hilflos gesehen.

Verstehend nickt ich und denke kurz nach. "Pablo hat sicher irgendwas was er gerne macht oder was er gerne mal machen möchte, sowas könnt ihr machen. Wer geht denn alles mit?", versuche ich ihm helfen und merke an seinem Blick wie genervt er von der ganzen Sache ist.

Mit zusammenpressenden Lippen warte ich auf eine Antwort und falte meine Hände ineinander. "Miguel, Diego, Allessandro, Pablo und ich.", nennt er mir alle die mit feiern sollen und will gerade noch etwas anhängen als mein Handy anfängt zu klingeln.

Entschuldigend ziehe ich mein Handy aus der Hosentasche und runzle die Stirn als ich den Namen der Kita lese. Sofort gehe ich ran und bin gespannt was die Kita jetzt von mir will. "Miss Clark?", fragt die Stimme am anderen Ende der Leitung und wartet auf meine Bestätigung.

Als sie die hat, spricht sie augenblicklich weiter. "Sofia zeigt Grippe Symptome und liegt auf der Krankenstation. Mister Gomez weiß bereits bescheid und müsste jeden Augenblick eintreffen. Sofia würde gerne abgeholt werden."

Einen kurzen Moment bin ich sprachlos bevor ich meinen Kopf schüttle und meinen Rücken durchstrecke. "Danke fürs bescheid geben, ich mache mich sofort auf den Weg." Gleich danach lege ich auf und starre in Theos fragenden Blick.

Mittlerweile hat er sich aufgerichtet und hat sich am ganzen Körper angespannt. "Sofia ist krank, ich muss in die Kita fahren.", erkläre ich ihm kurz angebunden und bin schon auf halben Weg nach unten. Sekunden später spüre ich Theos Präsenz hinter mir und gemeinsam steigen wir in den Aufzug.

"Du musst nicht mitkommen, nicht das du dich noch ansteckst.", biete ich an und würde es auf jeden Fall verstehen. Er muss eine Riesen Firma leiten und kann sich, glaub ich, nicht leisten krank zu werden. Außerdem hat er sicher heute noch Termine die er wahr nehmen muss.

"Ich komme mit.", erwidert er sofort ernst und lässt mir den Vortritt beim aussteigen aus dem Fahrstuhl. Zügig gehe ich voran und steure dann Theos Wagen an als er mir sagte, dass wir mit seinem Auto fahren. Gentleman like hält er mir die Tür auf und lässt mich in Ruhe einsteigen.

Schnell umrundet er selbst den Wagen, steigt zügig ein und startet unverzüglich den Motor. Als wir die Tiefgarage verlassen haben, merke ich das uns zwei schwarze SUVs folgen. "Das ist Miguel.", klärt Theo mich auf und fährt mit hohem Tempo zur Kita.


Willkommen zurück...ich freue mich auf jeden der weiter mit mir Mias & Theos Geschichte verfolgt.
Lasst gerne ein Kommentare und ein Sternchen da.
Eure Leni<3

Todo o nada 3Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt