Kapitel 46

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- JANS POV -


"Kannst du dich einmal nicht so kindisch verhalten?!" schallten seine Worte in meine Ohren. "Kindisch? Was bist du dann bitte?!". Schon seit Stunden flogen die Fetzen zwischen uns und dieser Streit, der ehrlich gesagt für'n Arsch war, schien kein Ende zu nehmen. In letzter Zeit stritten wir uns oft, zu oft. Warum musste er auch so ein Egoist sein und immer wieder auf das Thema Sex zurück greifen? Ich bin auch nur ein Mensch...


"Man, halts Maul! Ich verpiss mich!". Ich fuhr mir nochmal kurz durch die Haare, bevor ich mir die Schuhe anzog. "Das kannst du gut. Vor deinen Problemen weglaufen" sagte er und ich würde ihm am liebsten ordentlich die Fresse polieren. Was bildete sich dieser Spast mit seinem Ego eigentlich ein? "Bring erstmal deine Sexsucht unter Kontrolle!" schrie ich und schloss mit Schwung seine Haustür.


In ca. 10 Minuten müsste eine Nachricht erscheinen in der er sich, mal wieder, für sein Verhalten entschuldigte und mich bat zurück zu kommen. Diesmal kam sie so sogar früher, aber nein, dieses Mal würde ich nicht antworten. Ich hatte keine Lust mehr auf dieses Hin und Her. Der Kerl würde mich nicht mehr weich kriegen, zumindest heute nicht.


/ ... /


"Piep Piep Piep" weckte mich das wundervolle Gerät der Technik auf meinem Schreibtisch und bereicherte mich somit mit einem wundervollem Start in den Morgen. Welch eine Freude. Seufzend erhob ich mich aus meinem Bad und schliff meinen Körper Richtung Bad, um mir Zähne zu putzen, Haare zu stylen und den restlichen Kram, den man eben so im Bad erledigte.


Ich hatte heute so eine unendliche Freude mich aus dem Haus zu schleppen und mich in die Richtung der Schule zu bewegen. Und als würde dieses Glück nicht schon reichen, durfte ich heute auch noch Andre wieder sehen. Wahnsinn, ich hatte ihn ja so sehr vermisst. Garnicht auszuhalten. Aber hey! Immer positiv denken. Wird schon schief gehen...


Mit weiterhin guter Laune vollbrachte ich auch den Rest meines Schulweges mit Bravur. Vor dem Klassenzimmer machte ich mir nicht erst die Mühe meine Augen schweifen zu lassen und nach Andre Ausschau zu halten. Wozu auch? Schließlich sah ich ja schon von weitem wie er auf mich zugelatscht kam.


"Was?" gab ich motzig von mir und ließ ihn nicht mal zur Begrüßung aussprechen. "Es tut mir Leid, Jan. Das gestern hatte i-...". "Jaja. Das hattest du nicht so gemeint, schon klar. Weißt du, würdest du diese Worte auch nur einmal ernst nehmen, dann müsste es diese ganzen Streitereien auch nicht geben. Aber nein, Mister Mein-Ego-Ist-Zu-Groß braucht seine Worte ja nicht ernst zu nehmen, habe ich Recht?" zischte ich möglichst lautlos. Sollte ja nicht jeder von dem hier mitbekommen, auch wenn sowieso schon alle Augenpaare auf uns gerichtet waren.


"Ich habe einfach keine Lust mehr auf das alles... Auf diese ganzen Streitereien, die wir mittlerweile jeden 2. Tag führen. Dass du mir immer versprichst, du wirst dich ändern und meine Freiheiten respektieren... Wie lange soll ich dadrauf noch warten? Ich kann da einfach nicht mehr mitmachen, verstehst du das? Entweder du akzeptierst das und hältst deine Worte auch ein oder... wir müssen das dann eben anders regeln...".


Meine Stimme wurde bei jedem Wort leiser, da ich es doch eigentlich überhaupt nicht aussprechen wollte. Oder doch? "Heißt das... du...". Stotternd blickte er zu Boden. "Nein... Ich denke nur... eine Pause würde uns gut tun" sagte ich, wobei mein Herz innerlich zu reißen drohte und "NEIN" schrie. Er schaute mich lautlos an, ich erwiderte den Augenkontakt. "Schönes Geschenk zum ein Monatigen".


Er lächelte, jedenfalls hatte es den Anschein danach. Ich war mir der Zeit überhaupt nicht bewusst gewesen. Waren wir wirklich schon einen Monat zusammen? Ich wusste keine Antwort auf seinen Satz, antworten brauchte ich aber auch nicht, den zum Glück kam Cengiz auf uns beide zu und begrüßte uns. War ich ihm jetzt den noch eine Antwort darauf schuldig? Nein, schließlich hatte er Schuld an dem allem.


/ ... /


Du musst ihn vergessen.

Es ist besser so.

Was will so ein Typ überhaupt von dir?

Du brauchst ihn garnicht.

Und er braucht vorallem dich nicht.

Du stehst ihm nur im Weg.


Das ging mir alles durch den Kopf, als ich mich auf den Nach Hause Weg machte. Nicht mal verabschiedet hatten wir uns. Aber okay, damit konnte ich leben. Schließlich war es meine Entscheidung. 1 Monat. Dieser halbe Monat bestand doch nur aus albernen Streitereien um sein Ego.


Warum weinte ich jetzt? Ich wollte doch garnicht weinen. So wenig wie ich ihn verlieren wollte. Ich liebe ihn doch verdammt nochmal. Aber so einfach mache ich es ihm nicht. Er soll erstmal seine Schuld einsehen und sein Wort auch halten, dann könnte ich ihm vielleicht wieder... vertrauen.


Ich vergrub mein Gesicht in das Kissen und lies einen lauten Schrei los. Das musste sein. Hatte ich vielleicht doch einen Fehler mit dieser Pause gemacht? War es vielleicht doch nicht richtig?


Es war die vollkommen richtige Entscheidung.


Ach ja, wie ich meine innere Stimme liebte. Seufzend schaute ich nach, ob ich neue Nachrichten auf meinem Handy hatte. Tatsächlich, und sie war von... Andre. Ich atmete nochmal aus, bevor ich WhatsApp öffnete.


A: Nochmal danke für dein Geschenk. :)


War er wirklich so sauer deswegen? Wichtiger war, sollte ich ihm darauf antworten? Nein, natürlich sollte und musste ich das nicht. Ich war ihm keine Rechtfertigung schuldig. Das war er eher mir. Unbeantwortet schloss ich also WhatsApp und legte mein Handy auf den Nachttisch. Das könnte morgen ja wieder lustig werden in der Schule.


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Puh. Okay. Ich habe versucht ein mehr oder weniger langes Kapitel zu schreiben. Ob mir das jetzt so gelungen ist weiß ich nicht, ent scheidet ihr. :D Ich versuche die nächsten Kapitel dann auch so umzusetzen. :)

Was denkt ihr wie geht es weiter geht?

Sonstige Kritik, in die Kommentare. ^^

LG EisigerSommer ♥

Vergangenheit  [JANDRE FF]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt