Kapitel 55

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- ANDRES POV -

Gähnend streckte ich mich, schaltete den nervenden Wecker aus und stand auf. 7:15. Gott, war das früh. Und Jan schlief noch, trotz des Weckers, der mich sofort aus meinem Schlaf gerissen hatte, doch Jan schien das nicht zu stören. Er war wahrscheinlich zu müde, um überhaupt etwas mitzubekommen. Also entschied ich mich ihn noch etwas schlafen zu lassen. Schlaf hatte er ja vielleicht doch nötig. Ich ging ins Bad um mich fertig zu machen, war in 15 Minuten fertig und begab mich wieder zurück und zog mich um. 7:37. Schließlich musste ich Jan doch wecken, auch wenn er unglaublich niedlich beim Schlafen aussah, wir wollten ja nicht zu spät kommen. 

Ich beugte mich ein wenig zu ihm runter und küsste ihn sanft. "Steh auf, Jani" nuschelte ich, löste mich wieder. Von ihm war nur ein tiefes Grummeln zu hören. "Du hast genau 7 Minuten damit wir nicht zu spät gekommen". Sofort riss er seine Augen auf. "Wie spät?" fragte er. "7:38. Noch 6 Minuten" sagte ich und er stand sofort auf, sprintete ins Bad und kam in weniger als 2 Minuten zu meinem Kleiderschrank gerannt, suchte sich was raus. "Das sind meine Sachen, Idiot", machte ich ihm bewusst. "Das ist mir gerade egal. Warum hast du mich nicht früher geweckt?" hechelte er und schnappte sich seine Schultasche, zog mich mit sich zum Flur. "Du sahst so niedlich aus" schmunzelte ich und zog Schuhe an, so wie er. Er verdrehte leicht die Augen. "Jetzt komm" wies er mich an und nahm meine Hand, eilig stürmte er die Treppen runter. 

"Wir kommen schon nicht zu spät" fügte ich nebenbei hinzu, denn seine Schritte wurden immer schneller. Darauf gab er keine Antwort, verschnellerte nur seine Schritte. "Jan" sprach ich ihn nochmal an und blieb stehen, er automatisch auch. Ich zog ihn zu mir, küsste ihn und lächelte. Langsam schien er sich zu beruhigen. "Auch wenn wir zu spät kommen, ist doch nicht so schlimm" sagte ich und küsste ihn noch einmal. Beiläufig nickte er, dann gingen wir weiter, im normalen Tempo.

[...]

"7:58. Total pünktlich" sagte ich grinsend, als wir über den Schulhof gingen. Lachend schüttelte er den Kopf. Bei jeder vergangenen Minute, der wir uns dem Klassenraum näherten, drückte er meine Hand fester. Man konnte sehen wie nervös er war. Wir betraten den Flur in dem sich unser Klassenraum befand, sofort wanden sich alle Augen auf uns. Unsicher schaute er zu mir. "Ignorier die Arschlöcher einfach" flüsterte ich leise und stellte mich mit ihm in eine Ecke, um auf den Lehrer zu warten, abseits von den anderen. Da der Lehrer lange auf sich warten ließ setzte ich mich auf die Heizung, mir doch egal, ob das verboten war. Geschockt blickte Jan mich an, als ich ihn runter auf meinen Schoss zog. Grinsend lachte ich. "Dummkopf" murmelte er leise und seine Wangen färbten sich rot. 

Und dann kam der Moment, der meine Laune sofort sinken ließ. Marc, Justin und David näherten sich uns. Jan sah mich direkt verängstigt an. "Beruhig' dich" murmelte ich und sah starr in die Richtung der Drei. Grinsend kamen sie auf uns zu. Gott, lass das schnell vorbei gehen. Nicht dass ich Angst hätte, aber Jan sah man das ja wohl an. "Schiebler. Dass du so ne Schwuchtel bist, hätte ich nicht gedacht" sagte Marc, schaute verachtend zu Jan. Ich zwang mich dem Typen nicht sofort in sein Gesicht zu schlagen, so eine Abreibung hatte er dringend mal nötig. "Schön. Hast du noch was zu sagen oder war's das?" fragte ich genervt. "Nanana, warum denn so unfreundlich?" machte sich nun David bemerkbar. Jan rutschte ein wenig runter, woraufhin ich seine Hand noch fester drückte, falls das möglich sein konnte. 

Ich seufzte. Würden die heute noch verschwinden? "Ey Schwuchtel! Wir reden mit dir!" knurrte mich nun Justin an. "Seh ich so aus, als würde mich das interessieren?" gab ich von mir. Marc kniff die Augen zusammen, kam mir näher. "Sollte es, ja". Jetzt mischte sich auch noch Jan ein. "Lass ihn" keifte er. Hey, ich wusste das wirklich zu schätzen, dass er mich so in Schutz nahm, aber trotzdem wollte ich nicht, dass ihm was passierte. "Ist schon okay" flüsterte ich leise, so dass nur Jan es mitbekam. "Ach wie süß. Nehmen sich gegenseitig in Schutz, die Schwuchtel!" rief einer der Drei, wer es war wusste ich jetzt nicht, war mir auch egal, denn in dem Moment rückte ich Jan etwas unsanft auf Seite, stand auf und stellte mich vor Marc. "Jetzt hör mir mal zu" fauchte ich und funkelte ihn wütend an. "Leute hört her! Schiebler hat was zu sagen!" brüllte er.  

Ehrlich, es reichte mir langsam. Alle starrten uns gebannt an, es war komplett still. Bis auf das Knacken seiner Nase, als ich kräftig ausholte und zu schlug. Er taumelte nach hinten, konnte gerade so sein Gleichgewicht halten. "Na? Immer noch so ne große Klappe?" fragte ich energisch. Alle räusperten sich. "Andre..." flüsterte Jan leise und ich drehte mich zu ihm um. Da sah ich, wieso er so still gewesen war. Unser Englisch Lehrer stand hinter mir, hatte die Arme verschränkt und schaute mich ablassend an. "Schiebler, mit mir kommen" sagte er, zog mich am Arm mit sich. Klar, jetzt war ich der Böse oder was? "Ist schon okay" murmelte ich zu Jan, der mir hinterher schaute. Aber garnichts war okay. Ich hatte Angst um Jan, der konnte sich nie und nimmer alleine wehren...

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Jooooo! :)

Wieder ein Update, dass am falschen Tag kommt. Aber juckt mich nicht. Ich hab Ferien, ich hab genug Zeit. Und da ich gerade Laune zum Schreiben habe, kommt heute vielleicht noch ein Teil. Oder 2. Oder 3. Oder... okay, ich sollte nicht übertreiben. :D

Kritik/Feedback wäre nett. :)

LG EisigerSommer ❤️

Vergangenheit  [JANDRE FF]Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt