- JANS POV -
Ich schluckte, schaute ängstlich Andre hinterher, der mir zu flüsterte es würde alles gut werden. "Meyer!" wurde ich gerufen, blickte zögernd zu Marc, der sich inzwischen wieder aufgerappelt hatte. Lass es wenigstens nicht so schmerzhaft sein... Ich rutschte näher an die Wand, atmete schneller. Komm schon, Jan. Sei kein Feigling. "Warum denn so ängstlich? Wir wollen doch nur mit dir reden" grinste David mich frech an und setzte sich neben mich, Justin tat es ihm gleich.
"Aha" murmelte ich leise. "Was hast du gesagt?" wurde ich wütend gefragt und ich spürte einen heftigen Schlag an meiner linken Wange. Ich unterdrückte mir ein schmerzerfülltes Stöhnen, drückte meine Hand gegen die Wange, die wahrscheinlich rot ohne Ende sein musste. Ich traute mich nicht meinen Blick nochmal den Dreien zu zuwenden, schaute lieber nach unten auf den Boden. "Tja, jetzt haste' keinen Schiebler an deiner Seite, was?" lachte Marc. "Ey, wir reden mit dir!" schrie er beinahe und zog mich an den Haaren hoch. Mein Herz pulsierte, von Angst geplagt schaute ich gezwungenermaßen nach oben.
Irgendwie eine schlechte Idee, denn ich sah nur noch den ausgeholten Arm, der mich am Auge traf. Alles in meinem Kopf drehte sich, ich sackte zu Boden, schlug mit dem Kopf nochmal heftig an die Heizung und hörte überall um mich herum Gelächter. Ich atmete einmal kurz durch, versuchte leicht meine Augen zu öffnen, um mich wieder aufstellen zu können. Das schien mir mehrmals zu misslingen. Imme wenn ich mich an der Heizung abstützen wollte, rutschte ich doch wieder ab. Hilfe von meinen Mitschülern? Pah, alles Arschlöcher.
Als ich es dann endlich schaffte mein Gelichgewicht ordentlich zu halten, kam ein Lehrer, anscheinend der Vertretungslehrer, durch den Gang spaziert, bemerkte nicht einmal meine schmerzliche Lage. Ich betrat als letzte die Klasse, setzte mich auf einen Platz in der letzten Reihe. Wenigstens war ich hier alleine und für mich.
- ANDRES POV -
Mein einziger Gedanke, während ich mit dem Direktor und unserem Englisch Lehrer redete war, dass es Jan gut ging. Denn das würde ich jetzt wohl nicht mehr heraus finden können, ich wurde vom restlichen Unterricht freigestellt. Mit Marc und den anderen sollte auch noch geredet werden, aber ob das stimmte wusste ich nicht. Und so sicher war ich mir dabei auch nicht. Also wartete ich auf dem Schulhof, bis Jan kommen würde.
[...]
Der Anblick, der sich mir gab, als ich ihn kommen sah, ließ mich schlucken. Er schaute starr auf den Boden, bemerkte mich nicht einmal. Ich ging ein paar Schritte näher, legte ihm vorsichtig die Hand auf die Schulter. Er zuckte zurück. "Hey, ich bin's" nuschelte ich und zog ihn in meine Arme. "Was haben die mit dir gemacht?" fragte ich unsicher, als er sich aus der Umarmung löste und nach oben sah. Sein Auge war rot und blau, leicht angeschwollen und seine Wange sah auch nicht besser aus. Und das ist alles meine Schuld. "Geht schon" murmelte er. Ich nahm seine Hand in meine, küsste ihn leicht auf die Stirn. "Tut mir Leid..." nuschelte ich. "Ist doch nicht deine Schuld". "Doch. Ich hätte besser auf dich aufpassen können. Und das hab ich nicht...". "Du kannst mich nicht ständig beschützen, Andre. Ich weiß das wirklich zu schätzen, aber du kannst nicht mehr tun als du tun kannst".
"Hm... Lass gehen" sagte ich daraufhin und flüchtete mit ihm über den Schulhof. Mitten auf dem Weg, begann ich einfach drauf los zu reden. "Jan, ich liebe dich. Ich kann nicht damit leben, dass ich dich nicht immer beschützen kann. Mit dem Gewissen, dass dir etwas passiert. Dafür liebe ich dich viel zu sehr. Aber weißt du was? Wir geben nen Fick auf die alle! Gegen uns sind die nichts. Egal was die sagen, wir ziehen unser Ding durch. Zusammen". "Wow..." sagte er leise. "Das ist eins der Schönsten Dinge, die je jemand zu mir gesagt hat" hauchte er gegen meine Lippen, stand im Nu vor mir, legte seine Lippen sanft auf meine.
"Ich liebe dich auch. Egal was passiert" nuschelte er und still gingen wir weiter. Ich lächelte den ganzen Weg über, bis wir bei mir ankamen und ich ihn anwies schonmal ins Badezimmer zu gehen. Dein Auge sah wirklich schlimm aus und ich wollte nicht, dass sich dasnoch irgendwie entzündet oder so. Er setzte sich auf einen Hocker, schaute mich bedrückt an, als ich mit einem Erste Hilfe Kasten zurück kam. "Keine Sorge. Doktor Schiebler kümmert sich um dich" grinste ich leicht.
---
Mit gestern noch uploaden war wohl nichts. :D
Ischt ja auch nischt schlimm.
Kritik/Feedback... ⬇️
LG EisigerSommer ❤️
DU LIEST GERADE
Vergangenheit [JANDRE FF]
Fan-FictionEs beginnt alles in Stadthagen. In der Vergangenheit. Doch was wird aus der Zukunft?
![Vergangenheit [JANDRE FF]](https://img.wattpad.com/cover/32473142-64-k429755.jpg)