Kapitel 9

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Charles eilte zur Treppe, als er das Geräusch von Max' Ankunft hörte. Als er ihn sah, wie er blutend und mühsam die Treppenstufen hochkam, überkam ihn eine Mischung aus Besorgnis und Entsetzen.

Charles: Max, was ist passiert? Du bist verletzt! Warte, ich helfe dir.

Max keuchte schwer und stützte sich an der Wand ab, seine Lippe blutend und sein Gesicht verzerrt vor Schmerz.

Max: Es ist nichts, lass mich einfach.

Charles: Nichts? Das sieht aber nicht nach "nichts" aus! Komm her, lass mich dir helfen.

Mit behutsamen Händen unterstützte Charles Max, während er ihn vorsichtig die restlichen Stufen hochführte. Als sie oben ankamen, setzten sie sich auf das Bett von Charles, und Charles begann, Max' Verletzungen zu untersuchen.

Charles: Wer hat das getan, Max? Was ist passiert?

Max zögerte einen Moment, bevor er mühsam antwortete.

Max: Es war nichts, wirklich. Nur eine kleine Auseinandersetzung.

Charles konnte sehen, dass Max mehr als nur eine "kleine Auseinandersetzung" hatte. Seine Augen waren voller Schmerz und Verwirrung, und Charles wusste, dass es mehr hinter dieser Verletzung gab, als Max zugeben wollte.

Charles: Komm schon, Max. Du kannst mir alles erzählen. Ich bin hier für dich.

Max: Lass mich in ruhe!!

Charles: Max, ich weiß, dass du jetzt nicht reden willst, aber ich kann dich nicht einfach so lassen. Du bist verletzt und betrunken. Bitte lass mich dir helfen.

Mit sanfter Entschlossenheit begann Charles, die blutige Lippe von Max vorsichtig zu reinigen und zu desinfizieren. Er konnte den Alkoholgeruch deutlich wahrnehmen, der von Max ausging, und sein Herz sank bei dem Gedanken, was passiert sein könnte.

Max murmelte etwas Unverständliches vor sich hin, aber Charles ignorierte es und konzentrierte sich darauf, seine Aufgabe zu erfüllen. Er deckte die Wunden ab und sorgte dafür, dass Max bequem auf seinem Bett lag, bevor er sich neben ihn setzte und darauf wartete, dass er sich beruhigte.

Während Charles beharrlich damit fortfuhr, Max' Wunden zu versorgen, durchbohrte der Blick von Max tief in seine Augen. Es war ein Blick voller Gemischter Gefühle - Scham, Verzweiflung und vielleicht sogar ein Funke Hoffnung.

Max spürte die Fürsorge und den Wunsch nach Hilfe in Charles' Blick, und trotz seiner Bemühungen, es zu verbergen, konnte er die Berührung der Menschlichkeit in diesem Moment nicht ignorieren. Eine Träne glänzte in seinem Auge, bevor er seinen Blick senkte und sich still hielt, während Charles seine Arbeit fortsetzte.

Charles bemerkte die Veränderung in Max' Blick und spürte einen Hauch von Emotion, der zwischen ihnen lag. Er wusste, dass Max ein komplexer Mensch war, der seine eigenen inneren Kämpfe durchmachte, und er fühlte Mitgefühl für ihn, auch wenn er seine Handlungen nicht immer verstehen konnte.

Schweigend setzten sie ihre gemeinsame Arbeit fort, während die Stille zwischen ihnen schwer lastete. Doch in diesem Moment des Zusammenseins, in dem Worte überflüssig schienen, fühlten sie beide eine Verbindung, die über ihre Unterschiede und Schwierigkeiten hinausging.

Charles' Worte waren ruhig, aber bestimmt, als er Max mitteilte, dass seine Wunden versorgt waren und er nun in sein Zimmer gehen könne. Es war eine Mischung aus Fürsorge und Selbstschutz, die in seinen Worten mitschwang.

Max hob vorsichtig seinen Kopf und beugte sich vor Charles seinen Mund. Er küsste seinen Stiefbruder schüchtern.

 Max' plötzliche Geste überraschte Charles zutiefst. Ein Moment der Stille verharrte zwischen ihnen, während Charles den Kuss von Max erwiderte, unsicher, wie er darauf reagieren sollte.

Wir beide den Sternen so nahGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt