Max stapfte wütend durch die nächtlichen Straßen, weg von dem Haus, in dem er nun mit Charles und seiner Familie lebte. Der Gedanke, dort zu bleiben, war unerträglich für ihn. Er konnte nicht verstehen, warum er in dieser Situation steckte, und die Wut kochte in ihm hoch. Er konnte sich nicht vorstellen, mit Charles zusammenzuwohnen, besonders nicht nach all den widersprüchlichen Gefühlen, die er in letzter Zeit für ihn entwickelt hatte.
Er wusste genau, wo er hingehen konnte. Phillip, sein bester Freund, würde ihn verstehen. Phillip war genauso wie er - beide hatten eine Abneigung gegen die Welt, die sie umgab. Sie hassten die Regeln, die Erwartungen, und die Menschen, die versuchten, sie zu kontrollieren. Max wusste, dass Phillip ihm zuhören würde, ohne zu urteilen.
Als er bei Phillips Haus ankam, klopfte er kräftig an die Tür. Nach einem Moment öffnete Phillip, die Augen halb verschlafen, aber sobald er Max' Gesichtsausdruck sah, war er sofort wach.
"Was ist los, Mann?" fragte Phillip, als er Max eintreten ließ.
Max ließ sich auf das Sofa fallen und vergrub das Gesicht in den Händen. "Ich kann das nicht mehr, Phillip. Ich kann nicht bei ihnen wohnen. Charles und seine Familie - das geht einfach nicht."
Phillip setzte sich neben ihn und nickte verständnisvoll. "Was haben sie diesmal gemacht?"
Max zögerte, er konnte nicht die ganze Wahrheit erzählen, also hielt er sich an das, was er glauben ließ. "Meine Eltern haben mich einfach dort hingeschickt, als wäre es ihnen egal, was ich will. Und Charles - er tut so, als wäre er perfekt. Ich hasse es. Ich hasse sie alle."
Phillip ballte die Fäuste. "Ich verstehe dich. Das ist total unfair. Warum denken die Erwachsenen immer, dass sie alles besser wissen? Du solltest nicht dort sein müssen, wenn du nicht willst."
Max nickte und spürte, wie die Wut in ihm aufwallte. "Genau. Ich habe ihnen gesagt, dass ich nicht dorthin will, aber sie haben nicht zugehört. Es ist, als ob meine Meinung ihnen nichts bedeutet."
Phillip klopfte ihm auf die Schulter. "Du kannst hier so lange bleiben, wie du willst. Meine Eltern sind das Wochenende weg, und wir haben das Haus für uns."
Max fühlte sich etwas erleichtert. Zumindest konnte er hier eine Pause einlegen und nachdenken, ohne von Charles und seiner Familie bedrängt zu werden. Aber tief in seinem Inneren wusste er, dass er irgendwann zurückkehren und sich der Situation stellen müsste. Doch für den Moment wollte er einfach nur vergessen und sich in der Gesellschaft seines besten Freundes verlieren.
Phillip breitete eine Matratze für Max im Wohnzimmer aus und gähnte müde. "Hier, das sollte bequem genug sein. Ich bin echt fertig für heute, lass uns einfach schlafen."
Max nickte dankbar und legte sich auf die Matratze. Er fühlte sich erleichtert, einen sicheren Ort zum Schlafen zu haben, weit weg von den Problemen zu Hause. Gerade als er sich entspannte und die Augen schließen wollte, klingelte sein Handy laut auf. Es war sein Vater. Ein Gefühl der Panik und des Ärgers durchströmte ihn. Er wollte keine Konfrontation, also schaltete er das Handy schnell aus.
Phillip sah ihn an und hob eine Augenbraue. "Wer war das?"
"Mein Vater," antwortete Max knapp. "Ich will jetzt einfach nicht mit ihm reden. Ich habe keine Lust, mich mit ihm auseinanderzusetzen."
Phillip nickte verständnisvoll. "Ich verstehe dich. Manchmal braucht man einfach eine Pause von all dem Stress."
Die beiden Jungen lagen still da, und die Dunkelheit des Zimmers wirkte beruhigend. Max spürte, wie seine Anspannung langsam nachließ, als die Müdigkeit ihn übermannte.
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Wir beide den Sternen so nah
RomanceBuchbeschreibung: "Aus Hass wird Liebe" Charles ist neu in der Stadt und schon an seinem ersten Schultag gerät er in eine heikle Auseinandersetzung mit Max Verstappen, dem besten Schüler der ganzen Schule. Max, der niemanden neben sich duldet, der i...
