"Du siehst verdammt gut aus." Die Worte sind kaum über meine Lippen gekommen, als ich schockiert realisiere, was ich gerade ausgesprochen habe. Ein Glück, dass er es nicht gehört hat, denke ich mir und fühle, wie meine Wangen vor Verlegenheit brennen. Ich möchte meinen Finger, der auf Kians Gesicht liegt, schnell zurückziehen, doch plötzlich öffnet er seine Augen und greift nach meinem Handgelenk. Er hält es fest, und bevor ich mich versiehe, verliere ich das Gleichgewicht und lande auf ihm.
Mein Herz rast, und ich spüre seine warme Hand, die noch immer mein Handgelenk umklammert. Er ist immer noch nicht ganz bei sich und murmelt, "Was machst du hier?" Panisch unterbreche ich ihn, "Hast du etwa alles gehört?" Mein Gesicht ist ihm nun viel zu nah, und ich kann den Alkohol in seinem Atem riechen. Er starrt mich an, als ob er versucht, mich zu erkennen, und ich frage mich, was er überhaupt mitbekommen hat "Was... was hast du gesagt?" fragt er verwirrt, während sein Griff um mein Handgelenk lockerer wird.
"Nichts, ich habe nichts gesagt. Du hast geträumt," murmele ich hastig und schaue weg, in der Hoffnung, dass er die Röte in meinem Gesicht nicht bemerkt. Mein Herz klopft so laut, dass ich sicher bin, er muss es hören können. Aber bevor ich weiter nachdenken kann, dreht er sich plötzlich mit mir um. Oh mein Gott, er ist mir viel zu nah. Sein Griff ist wieder so fest, dass ich mich kaum bewegen kann.
Ich bekomme einen Duft stoß von seinem Parfüm und denke mir, wie gut es riecht. Wie kann ich mich nur hier raus befreien? Während ich auf den Moment warte, mich zu befreien, spüre ich, wie die Müdigkeit mich übermannt, und falle schließlich ungewollt in den Schlaf. Irgendwann mitten in der Nacht wache ich auf. Meine Hand liegt auf seiner Brust, und ich muss erst einmal realisieren, dass ich nicht träume. Panik überkommt mich, und ich ziehe mich vorsichtig aus seinem Griff heraus. So schnell ich kann, renne ich in mein Zimmer und schließe die Tür hinter mir.
Hinter meiner geschlossenen Tür lehne ich mich schwer gegen das Holz und atme tief durch. "Was zum..." flüstere ich und schüttele den Kopf. Warum ist das so kompliziert mit ihm? Und warum, warum zur Hölle, habe ich das gesagt? Ich schüttle erneut den Kopf und versuche, die Gedanken zu vertreiben. Morgen ist ein neuer Tag, und ich muss einen klaren Kopf behalten.
Aber als ich mich ins Bett lege, kann ich nicht aufhören, an Kian zu denken und an die Tatsache, dass ich ihn für einen Moment wirklich attraktiv fand. Komm wieder zu dir, Arin, flüstere ich mir selbst zu. Vergiss ihn und sein verdammtes Aussehen. Aber es ist leichter gesagt als getan. Ich stehe auf und schließe die Tür hinter mir. Ich kann ihm nicht vertrauen. Letzten Endes ist er nur ein fremder Typ, mehr nicht. Sonst kann ich die Nacht nicht weiterschlafen.
Der Gedanke beruhigt mich ein wenig, und bald darauf sinke ich in einen unruhigen Schlaf. Am nächsten Morgen wache ich früh auf. Ich muss nachsehen, ob er noch da ist. Als ich ins Wohnzimmer gehe, finde ich ihn auf der Couch liegend, ohne Shirt. Wann hat dieser Typ sich bitte ausgezogen? Sein Körper ist wirklich makellos und perfekt. Wenn meine Eltern wüssten, dass ein Mann bei mir zuhause geschlafen hat, ist das mein Ende.
Ich darf sowas Dummes nicht noch einmal machen. Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Warum habe ich ihn überhaupt zu mir geholt? Sobald er aufwacht, frage ich ihn direkt, woher er überhaupt meine Nummer hat und wieso meine Nummer auf seinem Ziffernblock war. Aber er scheint tief zu schlafen. Hält dieser Typ Winterschlaf, oder was? Ich beschließe, ihn selbst aufzuwecken. "Wach jetzt endlich auf, los," sage ich, während ich an seinem Oberarm rüttle. Dabei merke ich, wie muskulös seine Arme sind. Wow, denke ich mir, aber ich schüttle den Gedanken schnell ab. Arin, komm zu dir, Stopp, ermahne ich mich selbst leise. Langsam öffnet er seine Augen und blinzelt, um sich zu orientieren.
"Wo bin ich?" murmelt er verschlafen. "Bei mir zuhause," sage ich streng und setze mich neben ihn. "Ich habe dich gestern Nacht hierhergebracht, weil du total betrunken warst." Er setzt sich langsam auf und reibt sich den Nacken. "Oh, richtig. Danke... glaube ich." Seine Augen mustern mich, und ich versuche, meine Verlegenheit zu verbergen. Er schaut nach unten und bemerkt, dass er ohne Shirt vor mir sitzt. Dann schaut er kurz zu mir rüber, und ich bemerke, wie er grinst. Bestimmt, weil ich noch immer mit meinem Schlafanzug vor ihm stehe.
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𝐏𝐟𝐥𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐞𝐡𝐧𝐬𝐮𝐜𝐡𝐭
Romansa𝐁𝐚𝐧𝐝 𝟏 Arin, eine kämpferische Studentin mit einem Kampfgeist, der größer ist als ihr Bankkonto, findet sich plötzlich als Putzkraft in der Kaserne wieder. Ein Job, der ihre finanzielle Misere lindern soll. Doch als sie auf einen furchtlosen Po...
