Kians Hand gleitet sanft über mein Bein, bis er mein rechtes Bein anwinkelt, sodass er nun genau zwischen meinen Beinen liegt. Seine andere Hand wandert meinen Hals hinauf, seine Berührung lässt ein leichtes Zittern durch meinen Körper fahren. Meine Atmung wird schneller, und mein Herz schlägt so laut, dass ich befürchte, er könnte es hören. Seine Finger zeichnen sanfte Linien auf meiner Haut, "Hattest du schon mal einen Orgasmus?" flüstert er plötzlich leise in mein Ohr.
"Huh, was?" frage ich überrascht, meine Wangen glühen, und ich fühle mich auf einmal viel zu schüchtern, um ihm in die Augen zu sehen. "Nein", antworte ich schließlich leise und spüre, wie meine Unsicherheit sich in meinem ganzen Körper ausbreitet. Kian scheint es zu merken, aber anstatt sich zurückzuziehen, bringt er seine Hand langsam hinunter zu meinem Unterleib. Die Berührung ist so leicht, dass ich kaum glauben kann, dass sie real ist. Doch bevor ich mich in diesem Moment verlieren kann, schießt mir eine andere Frage durch den Kopf, die ich nicht unterdrücken kann.
"Mit wie vielen Mädchen hattest du schon was?" Die Worte kommen schneller über meine Lippen, als ich sie hätte zurückhalten können. Der Gedanke, dass Kian vor mir schon mit anderen Frauen geschlafen hat, löst in mir eine Welle von Wut und Eifersucht aus, die ich nicht erklären kann. Unwillkürlich erinnere ich mich daran, wie er einmal eine andere geküsst hat, als ich zusah, und der Stich dieser Erinnerung brennt noch immer in mir. "Keine Ahnung", murmelt er und klingt fast genervt. "Denkst du, ich habe sowas im Kopf?"
"Bestimmt, weil es so viele waren", sage ich und verdrehe die Augen, obwohl der Schmerz in meiner Brust schmerzhafter ist, als ich zeigen möchte. Ich kann nicht fassen, dass ich hier mit ihm liege, fast nackt, während diese Bilder von ihm mit anderen Frauen in meinem Kopf herumschwirren. Kian bleibt kurz still, bevor er seufzt. "Was spielt das jetzt für eine Rolle?" Seine Stimme ist ruhig, aber ich kann die leichte Frustration darin hören. "Eine sehr wichtige", antworte ich stur und hebe mein Kinn, auch wenn die Worte nicht so fest klingen, wie ich es mir wünsche. "Ich habe seit Jahren keine Frau berührt, wenn es das ist, was du hören möchtest", sagt er schließlich, aber seine Worte bringen keine Erleichterung, sondern nur mehr Verwirrung und Schmerz.
Ich schiebe ihn von mir weg, so gut es geht, und suche nach meinem BH im Dunkeln. "Du hast trotzdem damals mit dieser einen rumgemacht", schieße ich zurück, obwohl ich weiß, dass es albern klingt. Er seufzt wieder, dieses Mal tiefer, und ich höre das leise Rascheln der Bettwäsche, als er sich bewegt. "Ah, das... Ich habe es nur gemacht, um dich zu ärgern", sagt er gelassen, als wäre es die einfachste Sache der Welt.
Diese Worte treffen mich wie ein Schlag. Ich drehe mich von ihm weg, lege mich ins Bett und ziehe die Decke fester um mich. "Gute Nacht. Ich schlafe dann jetzt", sage ich kühl, obwohl mein Inneres tobt. Ich bin so wütend, dass ich mich kaum beruhigen kann. Ich hasse, wie er mich fühlen lässt, so unsicher, verletzt und verwirrt. Kian war mein erster Kuss, und jetzt liege ich hier neben ihm, fast nur in Unterwäsche, kurz davor, mit ihm zu schlafen, aber irgendwie fühlt es sich alles falsch an.
Die Minuten vergehen quälend langsam, und obwohl ich versuche, mich auf den Schlaf zu konzentrieren, gelingt es mir nicht. Mein Rücken ist zu ihm gewandt, doch mein Verstand ist nur bei ihm. Schließlich drehe ich mich nach einer halben Ewigkeit um und blicke zu ihm. Das Mondlicht, das durch das Fenster fällt, zeigt mir, dass Kian die Augen geschlossen hat. Sein linker Arm ist unter seinem Kopf, und er sieht so friedlich aus, dass es mich verrückt macht. Ich lasse meinen Blick über seinen rechten Arm wandern und bewundere die Muskeln, die sich unter seiner Haut abzeichnen. Was für Arme er doch hat.
Seine Schultern sind breit und perfekt definiert. Wie soll ich nur ruhig neben ihm schlafen, wenn er so hier liegt? Mit einem Hauch von Neugier drücke ich meinen Zeigefinger leicht gegen seinen Trizeps. Der Muskel fühlt sich fest und gleichzeitig so weich an, dass ich den Drang verspüre, mehr zu erkunden. Mein Finger gleitet seinen Arm hinauf und berührt sanft seine Schulter. Seine Haut ist so warm unter meiner Berührung, und ich fühle ein Kribbeln, das durch meinen ganzen Körper fährt.
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𝐏𝐟𝐥𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐞𝐡𝐧𝐬𝐮𝐜𝐡𝐭
Romansa𝐁𝐚𝐧𝐝 𝟏 Arin, eine kämpferische Studentin mit einem Kampfgeist, der größer ist als ihr Bankkonto, findet sich plötzlich als Putzkraft in der Kaserne wieder. Ein Job, der ihre finanzielle Misere lindern soll. Doch als sie auf einen furchtlosen Po...
