"Hey, was soll das? Lass mich runter!" sage ich. "Schrei nicht so, du weckst die ganze Nachbarschaft," erwidert er. Ich glaube, das ganze Essen kommt gleich hoch, wenn ich weiterhin kopfüber auf seiner Schulter bleibe. Eins steht fest: auf seinen Armen war es eindeutig gemütlicher. Er lässt mich auf meinem Bett fallen. Mein Kopf brummt jetzt deutlich mehr als vorher. Ich habe das Gefühl, dass ich alles machen kann, ohne mich dafür zu schämen. Ich sehe, wie er meine High Heels auszieht, während ich auf meinem Bett liege.
Die Lichter sind aus, das Zimmer ist dunkel. Das einzige Licht, was durch das Fenster hereinkommt, sind die Straßenlaternen. Immerhin fühlen sich meine Füße nun frei. "Ich werde jetzt gehen. Wenn du merkst, dass es dir schlechter geht, rufst du mich sofort an. Hast du mich verstanden?" sagt er. "Nein, bleib hier," bitte ich. Er setzt sich neben die Bettkante, sein Handrücken berührt meine Wange. "Du glühst ja richtig. Hast du davor noch nie Alkohol getrunken?" "Ja, weil mir heiß ist," antworte ich. Ich nähere mich ihm.
Keine Ahnung, ob mein Verstand mir einen Streich spielt. Normalerweise würde ich es nie tun, doch jetzt entscheidet mein Körper für sich. "Kannst du nur einmal für mich lächeln, aber so richtig, damit ich deine Grübchen sehen kann?" sage ich völlig benebelt. "Nein, kann ich nicht," sagt er stumpf. "Oh, warum nicht?" frage ich und spitze meine Lippen dabei. "Du weißt wirklich nicht, was du sagst, oder?" fragt er mich. "Hey, natürlich weiß ich es. Ich wollte doch nur deine Grübchen sehen," sage ich entsetzt. "Leg dich jetzt einfach hin und schlaf. Woher hast du überhaupt die Kraft, so viel zu reden?" fragt er mich.
"Küss mich," sage ich. Arin, spinnst du jetzt komplett? Oh nein, oh nein, das hast du jetzt nicht wirklich gesagt. Sei still, bitte rede nicht weiter, kommt es irgendwo in meinem Kopf durch. Er bleibt weiter sitzen und schaut mich verwirrt an.
"Was hast du da gerade gesagt?" "Ich habe gesagt, du sollst mich küssen," sage ich, während ich mit beiden Zeigefingern auf meine Lippen zeige. Nebenbei habe ich meine Augen geschlossen und lächle dabei. Innerhalb einer Sekunde liege ich auf dem Bett und Kian ist über mir. Während ich noch immer benebelt bin, merke ich nicht, wie ich die Knöpfe meines Hemdes aufknöpfe. Ich spüre, wie Kian seine Hand auf meine legt, damit ich nicht weitermache. "Was wird das?" fragt er.
"Ich hab doch gesagt, dass mir heiß ist!" antworte ich. Als ich wieder im Bett liege, ist mein Hemd sowie der Träger meines BHs auf der linken Seite etwas runtergerutscht, sodass meine Schulter zu sehen ist. Ich spüre, wie er mit seiner linken Hand an meiner Schulter hochgeht und sowohl mein Hemd als auch den Träger wieder in die alte Position bringt. Ich spüre ebenfalls, wie seine Hand mein rechtes Bein hochgeht und an meinem Oberschenkel stehen bleibt.
Seine Berührungen sind so sanft, dass ich am ganzen Körper Gänsehaut bekomme. Mein Bauch fängt an zu kribbeln, nachdem seine Nasenspitze meinen Hals berührt. Er geht hoch zu meinem Ohr und flüstert: "Willst du das wirklich?" Ich nicke mit dem Kopf, meine Augen lasse ich noch immer zu. Ich spüre sein Gesicht direkt vor meinem und öffne meine Augen. Wow, was für ein Aussehen. Seine Züge sind markant und gleichzeitig sanft, seine Augen leuchten intensiv.
Mit zwei Fingern fahre ich vorsichtig über seine Lippen, und er lässt es einfach geschehen. Ich könnte schwören, dass er meine Finger leicht geküsst hat, aber sicher bin ich mir nicht. Falls er es doch getan hat, hat er damit schon dafür gesorgt, dass mein ganzer Körper angefangen hat zu kribbeln. Warum will ich, dass er mich küsst? Warum will ich ihn jetzt hier, obwohl ich so unerfahren bin? Meine Gedanken rasen, und mein Herz schlägt wild in meiner Brust. Es ist, als ob mein Verstand und mein Körper in völlig entgegengesetzte Richtungen ziehen.
Mein Verstand sagt mir, dass es unvernünftig ist, dass ich vorsichtig sein sollte. Du darfst gerne mein erster Kuss sein. Diese vollen Lippen würde ich freiwillig küssen. Er nähert sich meinen Lippen. Also wird er tatsächlich jetzt mein erster Kuss. Mein Herz schlägt wild gegen meine Brust. "Ich küsse dich erst, wenn du wieder bei Verstand bist und klar denken kannst. Du wirst zu mir kommen und es nochmal sagen. Hast du mich verstanden?" sagt er.
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𝐏𝐟𝐥𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐞𝐡𝐧𝐬𝐮𝐜𝐡𝐭
Romance𝐁𝐚𝐧𝐝 𝟏 Arin, eine kämpferische Studentin mit einem Kampfgeist, der größer ist als ihr Bankkonto, findet sich plötzlich als Putzkraft in der Kaserne wieder. Ein Job, der ihre finanzielle Misere lindern soll. Doch als sie auf einen furchtlosen Po...
