Mein Gesicht läuft knallrot an vor Verlegenheit, als ich versuche, aus seinen Armen zu entkommen. Eine solche Situation habe ich noch nie zuvor erlebt. Alles fühlt sich seltsam und ungewohnt an und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Für eine Millisekunde treffen sich unsere Blicke und ich spüre die Intensität seines Blickes.
Doch bevor ich etwas sagen kann, lässt er mich abrupt fallen und wendet sich ab. "Pass auf, wo du hintrittst, Mädchen", spottet er mit einem sarkastischen Unterton, bevor er in der Dunkelheit verschwindet. Ich bleibe allein zurück, mein Herz pochend vor Angst und Verwirrung. Warum ist dieser Kerl so unhöflich zu mir gewesen? Habe ich etwas Falsches gesagt oder getan? Doch je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass ich nichts falsch gemacht habe. Fehler passieren, das ist menschlich.
Aber gleichzeitig lässt mich die Begegnung nicht los. Die Spannung zwischen uns hängt noch immer in der Luft und ich kann nicht anders, als darüber nachzudenken. Ich räume weiter auf, bis ich endlich Feierabend habe und alleine nach Hause fahre. Zuhause angekommen, setze ich mich an meinen Schreibtisch und lerne noch eine Weile für die Uni.
Doch die Müdigkeit übermannt mich schnell und ich lege mich erschöpft ins Bett. Als ich mich langsam in die Kissen sinken lasse, spüre ich plötzlich leichte Schmerzen in meinem Rücken. Ein unangenehmes Ziehen, das ich zuvor nicht bemerkt habe. Ich erinnere mich an das Ereignis von heute: Wie der unbekannte Polizist mich aufgefangen hat.
Die Erinnerung an diesen Vorfall lässt mich nicht los. Warum war er so unhöflich zu mir gewesen? Und vor allem: Wer ist dieser Mann eigentlich? Warum arbeitet so einer wie er in einer Eliteeinheit wie der GSG9? Fragen, auf die ich keine Antworten habe. Ich beschließe, ihn bei nächster Gelegenheit nach einer ordentlichen Entschuldigung zu bitten. So ein Verhalten finde ich nicht korrekt. Ich weiß überhaupt nicht, wie der Typ aussieht. Wie dumm von mir.
Wie kann ich von jemandem eine Entschuldigung verlangen, von dem ich nicht einmal weiß, wie er aussieht? Vielleicht war er einfach nur gestresst oder hatte einen schlechten Tag gehabt. Ich beschließe, die Sache einfach zu vergessen. Es ist wahrscheinlich besser für meinen Gemütszustand, mich nicht länger darüber zu ärgern. Schließlich habe ich genug eigene Probleme, um mich damit zu beschäftigen.
Der Frühlingsmorgen begrüßt mich mit einem leichten Windstoß und dem Duft von frischer Luft. Ich atme tief ein und spüre, wie die Energie des Tages mich durchströmt. Als ich den Hörsaal betrete, spüre ich die aufgeregte Atmosphäre, die den Raum erfüllt.
Es ist Zeit für unser interdisziplinäres Modul und ich kann die Erwartung in der Luft förmlich spüren. Ich suche mir einen Platz und warte gespannt darauf, mit wem ich zusammenarbeiten werde. Die Gruppen werden eingeteilt und ich finde mich mit zwei anderen Studenten in einer Gruppe wieder. Einer von ihnen ist ein selbstbewusster junger Mann mit dunklen Locken und einem durchdringenden Blick. Seine Augen scheinen mich förmlich zu durchbohren und ich kann nicht umhin, mich etwas unwohl zu fühlen. Als ich spüre, dass sein Blick mich weiterhin durchdringt, wage ich es, ihn anzusehen. Mit einem Augenzwinkern versuche ich, ihm unauffällig zu signalisieren. "Was willst du von mir?" Der junge Mann scheint überrascht über mein Zeichen zu sein. Für einen Moment wirkt sein Blick unentschlossen, bevor er sich entscheidet, mit einem selbstbewussten Lächeln zu reagieren.
Er zuckt leicht mit den Schultern. Während wir uns auf die Gruppenarbeit konzentrieren, kann ich den Blick des jungen Mannes nicht ignorieren, der immer wieder zu mir wandert.
Es ist schwer, mich auf die Aufgabe zu konzentrieren, wenn seine Anwesenheit so überwältigend ist. Als wir uns über das Thema austauschen, fühle ich, wie sich eine gewisse Spannung zwischen uns aufbaut. Plötzlich, als wir über mögliche Lösungsansätze diskutieren, bringt der junge Mann eine unerwartete Idee auf den Tisch. Sein Vorschlag ist kreativ und unkonventionell, aber er hat das Potenzial, unser Problem auf eine völlig neue Weise anzugehen. Ich bin beeindruckt von seiner Idee und beginne, ihn mit anderen Augen zu sehen. Vielleicht ist er mehr als nur ein neugieriger Beobachter.
DU LIEST GERADE
𝐏𝐟𝐥𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐞𝐡𝐧𝐬𝐮𝐜𝐡𝐭
Romance𝐁𝐚𝐧𝐝 𝟏 Arin, eine kämpferische Studentin mit einem Kampfgeist, der größer ist als ihr Bankkonto, findet sich plötzlich als Putzkraft in der Kaserne wieder. Ein Job, der ihre finanzielle Misere lindern soll. Doch als sie auf einen furchtlosen Po...
