Ein erzwungenes Schicksal. Eine verbotene Liebe. Ein gefährliches Geheimnis.
Harry Potter wollte nie mehr, als sein eigenes Leben zu leben - frei von den Zwängen, die ihm schon als Kind auferlegt wurden. Sein Traum: Aus Liebe zu heiraten. Doch die P...
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______HARRY 𓆸___
„Liege ich falsch - oder richtig?", knurrte Drakan und stieß mich grob gegen den Kleiderschrank. Nur knapp konnte ich mich mit den Händen abfangen, bevor ich mit voller Wucht dagegen prallte.
„W-was meinst du?", stammelte ich, die Stimme kaum mehr als ein Flüstern. Meine Lippen bebten, ich biss sie nervös zusammen.
„Sag mir, dass du nichts mit meinem Bruder am Laufen hast", wiederholte er drohend und packte mein Kinn, riss mein Gesicht zu sich.
„Ich habe nichts mit Draco am Laufen", wimmerte ich und zwang mich, in seine Augen zu blicken - voller Wut, voller Hass.
„Und das Baby?" Seine Stimme war kaum hörbar, aber schneidend. „Ist es von meinem Bruder - oder von mir?"
Instinktiv legte ich die Hand auf meinen Bauch, als sich sein Blick darauf senkte. „E-es ist von dir", stotterte ich. Doch seine Miene blieb kalt wie Stein.
„Gib mir dein Handy." Er streckte die Hand aus, fordernd. Als er mich losließ, verstand ich - ich sollte es ihm geben. Aber wenn ich das tat, würde er alles lesen. Jede Nachricht zwischen Draco und mir. Dann war es vorbei. Vielleicht sogar wortwörtlich.
„Worauf wartest du?", fauchte er. Ich zitterte, tastete meine Hosentaschen ab. Nichts. Auch in den anderen - leer.
„I-ich... ich hab's wohl verloren", murmelte ich, fast hoffnungsvoll. Vielleicht war das mein einziger Ausweg. Doch Drakan sah mich nur finster an - und packte im nächsten Moment meinen Hals.
Seine Hand schnürte mir die Kehle zu, er drückte mich gegen den Schrank. Die Luft blieb weg, mein Blick verschwamm. Ich rang verzweifelt nach Atem, meine Lungen brannten, mein Hals schmerzte. Alles drehte sich. Ich versuchte, wach zu bleiben - aber dann wurde alles schwarz.
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Ein leises Quietschen. Ein Stuhl. Der Geruch von altem Holz und Kräutern stieg mir in die Nase. Als ich langsam zu mir kam, erkannte ich die Umgebung - Malfoy Manor.
Die Sonne schien durch das große Fenster, blendete mich. Mit letzter Kraft richtete ich mich auf und tastete meinen Hals. Kein Schmerz, kein Griff mehr - aber als ich aufstand und zum Spiegel trat, stockte mir der Atem.
Mit zitternden Fingern fuhr ich über die dunklen Würgemale an meinem Hals. Dass ich noch lebte, grenzte an ein Wunder.
Mein Herz pochte, als ich mich umdrehte - und direkt in Drakans starre Augen
„Du solltest Draco dankbar sein", sagte er tonlos. „Wäre er nicht ins Zimmer gekommen, hätte ich dich wahrscheinlich umgebracht."
Kein Bedauern. Keine Reue.
„Ich weiß nicht, wie er uns gefunden hat - aber ich bin froh, dass er mich aufgehalten hat. Er hat mir dein Handy gezeigt. Keine Nachrichten zwischen dir und ihm."
Er trat vom Stuhl auf mich zu. Ich wankte ein paar Schritte zurück, doch er ließ sich nicht beirren. Mit einem festen Griff an meiner Taille zog er mich wieder an sich.
Warum hatte Draco mich nicht einfach mitgenommen? Die Gelegenheit war da.
„Sieht schlimm aus, ich weiß. Tut mir leid - aber du solltest mich einfach nicht provozieren, Harry. Geh frühstücken."
Dann ließ er mich los. Ich stolperte aus dem Zimmer, so schnell ich konnte - weg von ihm.
Im Esszimmer war alles wie immer. Zu normal. Draco saß mit seinem Sohn am Tisch, schmierte ihm gerade ein Brot.
„Guten Morgen, Harry. Firion hat dir Croissants aufgebacken", sagte jemand freundlich.
Draco sah auf. Seine Augen fanden meinen Hals. Für einen kurzen Moment blitzte Sorge darin auf - dann sah er weg.
Hinter mir schlossen sich zwei Arme um meinen Körper.
Ich erstarrte. Drakans Berührung jagte mir einen Schauer über den Rücken. Ich befreite mich, so schnell ich konnte. Ich wollte nie wieder, dass er mich berührte. Nicht mich - und nicht das Kind.
Zitternd setzte ich mich, würgte das Frühstück irgendwie herunter. Doch kaum war es drin, musste ich aufstehen. Mir war speiübel.
Keine zwei Minuten später hing ich entkräftet über dem Klodeckel.
Tränen liefen mir übers Gesicht. Ich wischte sie hektisch fort. Vielleicht... vielleicht wäre es besser gewesen, wenn es gestern geendet hätte. Oder wenn Draco mich einfach mitgenommen hätte. Aber stattdessen war ich hier - in dieser Hölle.
Mit flauem Magen richtete ich mich langsam auf und trat ans Waschbecken. Mein Gesicht war bleich, meine Haut fühlte sich kalt an.
Ich fuhr mir mit der Hand über den Bauch. Wenigstens ließ der Schmerz etwas nach. Mein Körper fühlte sich aufgebläht an - wohl eine Folge der Schwangerschaft.
„Harry", flüsterte eine vertraute Stimme. Die Stimme, die gestern hätte helfen können.
„Lass mich in Ruhe!", zischte ich und wollte an ihm vorbeigehen. Doch Draco hielt mich auf, zog mich in sein Zimmer - es lag direkt neben dem Bad, ich hatte keine Chance.
„Bist du verrückt? Drakan ist hier!", fuhr ich ihn an, drehte ihm den Rücken zu.
„Ist er nicht", antwortete er leise.
Langsam wandte ich mich ihm wieder zu.
„Du hättest mich gestern wegbringen können. Warum hast du's nicht getan?"
Ich zuckte zusammen, als er mit dem Finger vorsichtig über die Würgemale an meinem Hals fuhr.
„Wenn ich das getan hätte, hätte er dich vermutlich sofort getötet", sagte Draco. „Es war schon gefährlich genug, ihn davon zu überzeugen, dass ich nicht mit dir geschlafen habe."
Sanft legte er die Hand an meine Wange.
„Aber ich habe dich nicht deshalb hergeholt. Ich habe nach deinen Eltern gesucht."
Plötzlich stand die Welt still. Ich sah ihn an - mit offenen Ohren, mit zitternder Hoffnung. Hatte ich endlich eine Chance, sie wiederzusehen?