⑤③

155 12 3
                                        

_________HARRY 𓆸_______

Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.

_________HARRY 𓆸_______

"Ich verstehe nicht, warum du es mir nicht früher mitgeteilt hast“, begann Drakan das Gespräch im Auto, während wir auf dem Weg zu einer seiner Bekanntschaften waren.

„Es ist so plötzlich passiert... Ich wusste nicht, wie ich es dir erklären sollte“, versuchte ich mich zu rechtfertigen.
„Hmm“, brummte er unzufrieden, sagte jedoch nichts weiter dazu. Ehrlich gesagt, war mir das lieber so – ich war mir immer noch ziemlich unsicher, wer der Vater des Babys ist, das ich unter meinem Herzen trage. Und eigentlich hätte ich diesen Tag viel lieber mit Draco verbracht. Doch der war seit Tagen mit dem Schneidern seiner Kleidung für die Hochzeit beschäftigt, die bereits in zwei Tagen stattfinden sollte.

Nach fast einer halben Stunde erreichten wir ein großes Grundstück mit einem beeindruckenden Anwesen – es wirkte fast größer als das Malfoy Manor. Staunend, aber zögerlich stieg ich aus dem Auto, woraufhin Drakan mir sanft die Hand auf die Schulter legte.
„Das ist das Haus von Britney Stuart, einer guten Freundin. Ich hoffe, du hältst dich heute ein wenig zurück und tust, was ich dir sage“, sagte Drakan in einem Ton, der mir eine Gänsehaut bescherte. Ich nickte nur und ließ zu, dass er mich ins Haus begleitete.

Zu meiner Überraschung war es im Inneren modern eingerichtet, mit teuren Möbeln ausgestattet.
„Na endlich, du bist da!“, strahlte eine Frau mittleren Alters, vermutlich nur ein paar Jahre älter als wir. Sie wirkte jung, elegant – und strahlte eine ähnliche Kälte aus wie Drakan. Zur Begrüßung küsste sie ihn links und rechts auf die Wange, mich jedoch musterte sie nur von oben bis unten.
„Das ist also dein Ehemann, richtig?“, fragte sie.
„Richtig. Er erwartet allerdings ein Baby“, entgegnete Drakan, woraufhin die Frau skeptisch eine Augenbraue hob.

„Sie haben nicht gesagt, dass es sich um ein schwangeres Exemplar handelt“, stellte sie trocken fest. Ich sah Drakan verwirrt an. Exemplar? Hatte unsere Reise hierher doch einen anderen Grund? Ich schluckte und fühlte mich unwohl, als wir die Treppe hinaufgingen. Ich versuchte, mich umzusehen, nach einem möglichen Fluchtweg – das Einzige, das mir auffiel, war die Haustür, die nach meiner Erinnerung nicht abgeschlossen war.

So nervös wie ich war, ballte ich meine Hände zu Fäusten, als Britney eine große Tür öffnete und uns eine ältere Hauselfe direkt mit Feuerwhisky bediente. Drakan drehte sich lächelnd mit einem mittelgroßen Glas zu mir um und hielt es mir hin.
„Ich bin schwanger. Ich werde das nicht trinken“, weigerte ich mich und trat einen Schritt zurück. Erstaunt riss ich die Augen auf, als Drakan den Whisky einfach hinunterstürzte.
„Schade, das hätte dir heute Abend garantiert geholfen“, schmunzelte er, trat zur Seite – und meine Blicke fielen auf mehrere Männer im Raum. Die Hälfte von ihnen war deutlich älter als ich, einige wohl in Drakans Alter.

„Das ist mein Ehemann. Ich habe euch doch versprochen, dass ich ihn euch einmal teilen werde“, sagte Drakan grinsend, als wäre das völlig normal.
„Wie bitte?“, flüsterte ich entsetzt. Was meinte er damit?
„Es ist ja nur eine Nacht. Das wirst du schon aushalten“, entgegnete er nur und schob mich in die Mitte des Raumes. Alle Blicke waren auf mich gerichtet. Beschämt verschränkte ich meine Arme vor meinem Körper, als sich der erste Mann näherte. Rücksichtslos packte er mein Kinn und drehte meinen Kopf hin und her.

„Er ist wirklich wunderschön“, sagte der Ältere, legte seine ekelhaften Hände auf meine Hüfte und zog mich näher zu sich. Ich schluckte heftig und sah mich verzweifelt um – niemand schien helfen zu wollen.
Ein Zauberstab, der aus der Hose des Mannes ragte, fiel mir ins Auge. Als seine Hand meinen Hintern packte, schrie ich erschrocken auf, griff jedoch schnell nach dem Zauberstab, riss ihn an mich und rief laut:
„Locomotor Mortis!“
Ein Lichtstrahl schleuderte den Mann zurück. Zornig richtete ich den Zauberstab auf die anderen.

„Wenn ihr mich nicht gehen lasst, werde ich nicht zögern, euch mit dem Todesfluch umzubringen!“, knurrte ich und sah Drakan an, der verzweifelt versuchte, sich zu befreien.
„Scheiße! Verdammt, du bist so undankbar!“, schrie er wütend. Lächerlich, wie er sich wand, um dem Zauber zu entkommen.
„Und du bist ein widerliches Arschloch!“, knurrte ich zurück, lief rückwärts zur Tür, rannte dann die Treppe hinunter und hinaus.

Kaum hatte ich das Haus verlassen, wurde ein Lichtstrahl auf mich abgefeuert – und dann noch mehrere. Ich wehrte sie mit Verteidigungszaubern ab und floh in ein Gebüsch. Als es ruhig wurde, kroch ich zitternd zusammen und suchte nach meinem Handy – einer der Gründe, warum ich Muggelkram so sehr liebte!

Mit zitternden Fingern öffnete ich WhatsApp und schrieb an Draco, auch wenn es schwer war, die Tasten zu treffen:

DRACO💗

Kannst du mich abholen?

[STANDORT]

okay, ich bin unterwegs, alles gut bei dir?

Zitternd steckte ich das Handy weg. Ich ignorierte seine Nachricht. Nichts war gut. Diese Männer wollten dasselbe mit mir tun wie Drakan es immer getan hatte. Der Mut, den ich aufgebracht hatte, war kaum zu ertragen. Aufgelöst legte ich meine Hand auf meinen Bauch und hoffte, dass das Baby nichts von alledem mitbekommen hatte.
Ich konnte einfach nicht fassen, wie Drakan auf so eine verdammte Idee gekommen war—

„Seht ihr ihn?“ riss mich eine bekannte Stimme aus meinen Gedanken. Ängstlich zog ich die Beine enger an meinen Körper. Was würden sie mit mir tun, wenn sie mich fanden? Ich hielt die Luft an – hoffte, sie würden mich nicht entdecken. Doch es war zwecklos. Der Mann, dem ich den Zauberstab abgenommen hatte, entriss Drakan dessen Stab und rief laut:
„Accio Zauberstab!“
Der Zauberstab flog direkt aus meiner Tasche in seine Hand.

Ich kam nicht einmal dazu, mich zu wehren oder zu fliehen. Drakan packte mich grob am Haarschopf, zog mich aus dem Gebüsch und schlug mir hart auf die Nase. Ich hörte ein Knacken, spürte stechenden Schmerz, und Blut lief mir über die Lippe. Er hatte mir vermutlich die Nase gebrochen.
Verängstigt legte ich die Hand auf mein Gesicht, doch der Schmerz ließ alles verschwimmen. Ich konnte kaum noch etwas erkennen. Drakan hatte mich wieder völlig in seiner Gewalt.

„Ich wusste es. Du würdest nie das tun, was ich von dir verlange. Immer sträubst du dich. Und dann wirfst du dich auch noch meinem jämmerlichen Bruder in die Arme! Denkst du, ich bin so ein verdammter Idiot, dass ich das nicht mitbekomme, du Schlampe?!“, schrie er. Sein Griff in meinem Haar wurde schmerzhaft fest, Tränen stiegen mir in die Augen.
„I-ich weiß wirklich nicht, wovon du redest“, stammelte ich zitternd. Doch statt einer Antwort warf er mich zu Boden und drückte seinen Zauberstab gegen meine Kehle.

So viel Hass lag in seinem Blick, dass ich schwer schlucken musste. So brutal wie er mich immer behandelt hatte – ein Teil schien mich wohl doch geliebt zu haben, Aber er vergaß, dass ich nicht sein Eigentum war.
Ich kniff die Augen zusammen, als er den Zauberstab fester gegen meine Kehle drückte. Das Atmen fiel mir schwer.
„Ich habe diesen verdammten Drang, dich einfach zu töten. Aber ich kann es nicht – du bist für meine Familie zu wichtig. Aber vielleicht kann ich dich so hart foltern, dass du diesen Abend nie wieder vergisst!“

Auch wenn meine Augen geschlossen waren, konnte ich sein grausames Grinsen spüren...

Die Sehnsucht in dir Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt