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   ___DRACO༄____

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   ___DRACO༄____

Das Restaurant war viel zu elegant für meinen Geschmack.
Kristallene Gläser brachen das Kerzenlicht in feine Splitter, die über die dunkelroten Wände tanzten. In der Luft hing der schwere Duft von Wein, Parfüm und falscher Perfektion. Alles wirkte makellos – so makellos, dass es mich beinahe anwiderte.

Ich saß am Fenster, halb verdeckt von einer Vase voller weißer Lilien. Ihr Duft war süßlich und aufdringlich, fast erstickend. Er erinnerte mich an das, was ich an dieser Welt am meisten verabscheute: höfliche Lügen, glänzende Fassaden und darunter – Leere.

Zwei Tage war es her, dass ich Harry gesehen hatte.
Zwei Tage – und noch immer klebte sein Blick an mir wie ein Schatten. Ich hatte versucht, ihn zu vergessen, mich auf Vaters Forderungen zu konzentrieren. Doch wie sollte man jemanden vergessen, der einem in jede Bewegung, in jeden Atemzug eingebrannt war?

Die Tür öffnete sich.
Und sie war da.

Esmeralda.

Selbstsicher, elegant, unnahbar. Ihr dunkles Haar fiel ihr wie ein Schleier über die Schultern, und ihr Gang verriet, dass sie es gewohnt war, Blicke auf sich zu ziehen. Ihr Blick glitt prüfend durch den Raum – bis er mich fand. Fest. Berechnend. Fast siegessicher.

Ich stand auf, zwang mich zu einem höflichen Nicken.

Ihr Lächeln war glatt und kühl. Sie nahm Platz, ordnete die Serviette auf ihrem Schoß, als wollte sie jede Bewegung kontrollieren.

„Ich freue mich, dass Sie sich die Zeit genommen haben“, sagte sie in einem Ton, der freundlich klingen sollte – und doch war es nur Fassade. „Es ist ja nicht mehr lange bis zur Hochzeit.“

Ich erwiderte nichts. Nur das leise Klirren des Weinglases füllte die Stille zwischen uns.

Dann beugte sie sich leicht vor. Ihre Augen funkelten.
„Ich habe übrigens Harry Potter gesehen. Bei einer Veranstaltung im Ministerium.“
Ein schmaler Zug umspielte ihre Lippen – kein Lächeln, eher ein Schnitt.
„Er wirkte… nicht gerade glücklich, als er mich erblickte. Ich denke, ich bin ihm ein Dorn im Auge, seit er weiß, dass ich Sie heirate. Was für ein Jammer.“
Sie tippte mit dem Finger gegen den Glasrand. „Wie nahe wart ihr euch eigentlich, bevor Ihr Vater Sie aus seinem Haus drängen ließ?“

Mein Magen zog sich zusammen. Harrys Name klang noch immer in mir nach, als würde er direkt neben mir stehen.
Ich griff nach meinem Glas, nahm einen Schluck. Der Wein brannte in meiner Kehle – fast wie eine Strafe.
„Ich bezweifle, dass Sie das etwas angeht“, sagte ich kühler, als ich wollte.

Esmeraldas Augenbraue hob sich kaum merklich. Ich seufzte leise.
„Verzeihen Sie. Manchmal platzen mir Dinge heraus, die ich nicht so meine.“
Vaters Stimme hallte in meinem Kopf:
„Ruiniere es bloß nicht, Draco. Die Ehre der Familie steht auf dem Spiel.“

„Schon gut“, meinte sie und legte ihre Hand auf meine. „Mir wurde gesagt, Sie seien oft mürrisch. Verständlich – nach dem, was Sie verloren haben.“
Sie senkte die Stimme. „Die Mutter Ihres Kindes, nicht wahr?“

Ich zog leicht die Hand zurück. „Kommen Sie eigentlich mit Kindern zurecht?“ fragte ich, einfach um das Thema zu wechseln – und weil es mich wirklich interessierte. Sie würde bald an meiner Seite stehen, ob ich wollte oder nicht.

Sie überlegte kurz, trommelte mit den Fingern auf den Tisch.
„Ich sehe ab und zu Kinder, aber ehrlich gesagt – ich habe keine große Erfahrung mit ihnen.“
Ich nickte. Wieder brannte der Wein in meiner Kehle, und diesmal ließ ich ihn dort. Ohne ihn hätte ich das alles kaum ertragen. Mein Vater hatte mich zu diesem Treffen gedrängt – zwei Tage vor einer Ehe, die ich nie wollte.

„Bevor Sie mich heiraten, gibt es etwas, das ich klären muss“, begann ich ruhig. „Deshalb habe ich diesem Treffen überhaupt zugestimmt.“
Ihre Augen leuchteten kurz auf.
„Natürlich. Ich finde es gut, dass Sie mich deshalb hergebeten haben. Besonders in einem so edlen Restaurant.“

Ich nickte nur. In Wahrheit hatte mein Vater das Restaurant ausgesucht. Vielleicht war er früher mit meiner Mutter hier gewesen – eine Erinnerung, die mich plötzlich frösteln ließ.

„Ich kann Sie zwar heiraten,“ sagte ich schließlich, „aber ein richtiges Paar werden wir nie. Und… ich werde nicht mit Ihnen schlafen, falls Sie das erwarten.“

Das Glänzen wich aus ihren Augen. Sie nahm ihr Glas, trank in einem Zug und stellte es zurück.
„Ich verstehe, dass Sie noch nicht bereit sind“, meinte sie schließlich leise. „Aber zu einer Ehe gehört auch Nähe. Vielleicht… überdenken Sie es eines Tages.“

Ich antwortete nicht. Ein Kellner brachte unsere Bestellung, und ich war dankbar für die Unterbrechung.

Nach einer Weile fragte ich beiläufig:
„Wissen Sie, warum mein Bruder bei dieser Veranstaltung war – mit Potter?“

Sie zögerte, dann zuckte sie die Schultern.
„Er feierte irgendeinen Triumph. Angeblich hat er Mister Weasley an jemanden ‚verkauft‘. Der hat wohl einen Test nicht bestanden und ist seitdem auf der Flucht. Ein Desaster, wenn Sie mich fragen. Potter hingegen – nun ja, Drakan zog ihn ständig irgendwohin, und sie stritten wohl ununterbrochen.“

Ich spürte, wie sich etwas in mir zusammenzog. Bilder schossen mir durch den Kopf – Harrys Blick, sein Zorn, sein Schmerz.

Plötzlich konnte ich nicht mehr sitzen bleiben. Der Stuhl kratzte über den Boden, als ich ihn zurückschob. Einige Gäste sahen auf.
„Ich muss dringend etwas erledigen. Es tut mir leid, Sie jetzt allein zu lassen – aber es gibt Wichtigeres.“

Esmeraldas Gesicht versteinerte.
„Tun Sie das immer? Jemanden einladen und dann einfach stehen lassen?“
Sie erhob sich, griff nach ihrer Jacke. „Lassen Sie mich Sie begleiten, wenigstens ein Stück.“

Ich schüttelte den Kopf.
„Einige Angelegenheiten gehen Sie nichts an – besonders nicht mein Privatleben.“

Dann drehte ich mich um – und ging.

Dann drehte ich mich um – und ging

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👆🏻 daß ist Esmeralda, wie findet ihr sie? 😆

Ich hab das Gefühl das Buch geht noch voll lange haha

Die Sehnsucht in dir Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt