Während Juice neben mir am schlafen war und leise schnarchte, saß ich neben ihm im Bett - das einzige Licht, was das Zimmer leicht aufhellte, war der Vollmond, der durch das offene Fenster knallte.
Ich starrte vor mir Wand an und hatte alles versucht zu schlafen. Aber ich bekam einfach kein Auge zu.
Mein Blick wanderte neben mir zu Juice, der ruhig am schlafen war. Die Tribals auf seinem Kopf, konnte ich im Mondlicht erkennen, auch die beiden weiteren Tattoos auf seinem rechten Arm waren gut zu erkennen. Er hatte sich an das Kissen gekuschelt und hatte seinen rechten Arm über das Kissen gelegt, direkt auf meine Oberschenkel. Unten der schreiende Totenkopf mit den langen Haaren und dem kleinen Totenkopf im aufgerissenen Mund. Oben ebenfalls ein Totenkopf mit den beiden schlangen und irgendwelchen Wörtern darum, die ich nicht wirklich erkennen konnte, weil es dann doch zu dunkel war. Ich wusste, dass auf Juice linken Arm, noch das Sons Zeichen prankte. Er hatte sogar noch eins unter seiner linken Brust und irgendwelche chinesischen Zeichen in seinem rechten Oberarm tätowiert.
Ich blickte von Juice wieder an die Wand und dachte wieder einmal mehr darüber nach, wie und wann wir nach Sandy Shores zurück kehren um die Sachen zu holen. Wir mussten das Bungalow kündigen. Wir hatten eh nur Klamotten und wenig Dekozeug. Die Möbel gehörten nicht uns. Wir mussten unsere Jobs kündigen. Sammy ihr Tippsen-Beruf und ich meinen Kellnerberuf. Und würde das hier so einfach werden, einen neuen Job zu finden? Und wir konnten uns hier doch nicht einfach nach kurzer Zeit einnisten.
"Hör auf nachzudenken und schlaf endlich", bemerkte Juice neben mir. Ich hatte es zwar mitgekriegt das er aufgehört hatte zu schnarchen aber das er wach wurde wusste ich nicht.
"Tschuldigung", meinte ich.
Der Arm von meinem Oberschenkel wurde zurückgezogen und neben mir raschelte es.
Juice hatte sich auf die andere Seite gedreht und hatte das Nachttischlicht eingeschaltet, ehe er sich im Bett auf setzte und zu mir blickte.
"Wenn du nicht hier her willst, kann ich das verstehen", meinte Juice. "Ich meine, du hast da deinen Job. Und du denkst, dass ist alles bescheuert, weil du uns noch nicht lange kennst. Weil du mich noch nicht lange kennst. Ich finde es cool, dass du die Option erwägst-"
"Ja, ich hab da meinen Job und es ist irgendwie lächerlich, hier her ziehen zu wollen, da wir uns alle eben erst ein paar Tage kennen. Wer weiß, wo das mit uns endet."
"Dann zieh her und wir finden es heraus", meinte Juice munter und ließ sich zurück ins Kissen fallen. Er knipste das Licht wieder aus und nur der Mond scheinte ins Zimmer. "Wir müssen uns ja auch nicht gleich ein Zimmer teilen. Hier sind einige Wohnungen frei. Ich denke, wir können da was machen. Also der Club."
"Okay", meinte ich nur und ließ mich ebenfalls im großen Kissen zurückfallen.
"Denken wir nicht weiter darüber nach. Lassen wir es einfach auf uns zukommen."
"Nea, du weißt ich kann dich ziemlich gut leiden."
"Ich mich auch."
"Nea."
"Sorry ich kann dich auch ziemlich gut leiden, Juice", gab ich zurück.
"Ich mich auch."
"Haha."
Ich dachte kurz nach. "Sag mal, hat dich deine Mom wirklich Juice genannt?"
Juice musste laut auflachen und bekam dafür gleich die Quittung, aus den Nebenzimmerm, dass er doch bitte die Fresse halten soll. Natürlich von Chibs. Mein Gott, die Wände waren hier ganz schön dünn. Juice lachen ebbte ab und er seufzte.
"Ist nur mein Spitzname. Eigentlich heiße ich Juan."
"Ah weiter?", fragte ich ihn.
"Juan Carlos Ortiz."
"Juan Juan Carlos Ortiz!?"
"Bist du schwer vom Begriff, als ich dir ausversehen, den Kopf gegen die Bettkante gestoßen habe?", lachte er laut.
"Juice!!", brüllte Chibs.
"Du solltest leise lachen, sonst war es das letzte mal, dass du gelacht hast", bemerkte ich.
"Okay", meinte Juice. "zurück zum Thema. Nur ein Juan und bevor du fragst, ich bin Puertoricaner."
"Ja, ich hab eine Schwäche für Hispanics", seufzte ich.
"Das hab ich schon längst gemerkt", sagte Juice. "Wir sollten schlafen?"
"Ich wäre ja für miteinander?", schlug ich vor.
Juice Antwort war diese, dass er unter der Decke auf mich krabbelte und leise lachend seine leicht geöffneten Lippen auf meine presste.
"Das ist übrigens ein ja", lachte er in den Kuss hinein.
"Sag bloß, Captain Obvious", meinte ich und schlang meine Arme um Juice Nacken herum.
"Aufstehen, ihr beiden!", rief Chibs am nächsten morgen und riss mich aus dem Schlaf. Ich fuhr erschrocken von Juice Brust, die als Kissen diente hoch und starrte zu Chibs, der zum Fenster ging und das Aufriss. "Hier stinkt es nach Sex."
"Glückwunsch, für die gute Nase, Scotti", grummelte ich müde und ließ meinen Kopf wieder müde auf Juice Brust nieder sinken.
"Nea, Sammy wartet auf dich."
"Bitte sag mir es gibt Frühstück", murmelte Juice, der auch langsam mal wach wurde.
"Nein, gibt es nicht", meinte Chibs. "Nea, Sammy will sich heute noch auf dem weg nach Sandy Shores machen. Also", Chibs klatschte in die Hände und verließ, daraufhin das Zimmer.
"Mich, kriegen keine zehn Pferde aus dem Bett", meinte Juice, als die Tür zu fiel. "Kein Gras, kein Bier, so mal rein gar nichts."
"So wirklich rein gar nichts?", fragte ich und hob meinen Kopf an, um Juice beobachten zu können. Er hatte die Augen geschlossen und schmunzelte leicht. Dann mach ich wohl mal aus dem schmunzeln ein breites zufriedengestelltes Grinsen.
Ich drückte Juice leichte Küsse auf die Brust und wanderte mit den Küssen immer weiter runter.
"Mm", seufzte Juice. "Kann sein, dass ich danach doch aufstehe."
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Charming- Our Name Says It All (SonsOfAnarchyFF)
FanfictionEine Sons Of Anarchy FF von samdia2015
