Kapitel 45 (Nea)

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"Hä, was meinst du?", fragte ich Sammy verwirrt.
"Weiß ich selber nicht. Fahr hier hinter her und finde es heraus", meinte sie zu mir.
"Problem?", fragte Tig und gesellte sich zu uns.
"Nee, ich muss nur kurz weg", antwortete ich.
"Was ist los, Bruder?", fragte Tig mich und war mir tatsächlich nach draußen gefolgt. Ich schaute mich auf den Hof um und sah Nea zum Tor gehen.
"Juice, Clay sucht dich!", hörte ich Chibs nach mir schreien.
"Das darf doch wohl nicht wahr sein!", meckerte ich herum. "Jetzt?", rief ich Chibs zu.
"Jetzt sofort!", rief der Schotte zurück.
"Ich nehme mal an, ich soll unserem Püppchen einfach folgen?", meinte Tig zu mir.
"Hä?"
"Das was du machen wolltest. Ihr folgen. Das ich das machen soll, da Clay nach dir verlangt."
"Verarscht du mich? Wenn ich jetzt ja sage, dass du dann Nein sagst?"
"Nein, ich verarsche dich nicht. Ich halte nur die Augen nach deiner kleinen Freundin offen."
"Sie ist nicht meine Freundin."
"Noch nicht", meinte Tig und ging zum Clubvan in dem der Einstieg.
"Juice!", bellte Clay nach mir und kam aus dem Clubhaus getiegert.
"Was denn?", fragte ich.
"Falls du es nicht mitbekommen hast, unsere Anlage stottert. Du bist doch hier der Technikfreak."
"Sicher, dass du den Stecker richtig reingesteckt hast?"
"Soll das heißen, ich bin doof?", fragte Clay.
"Nein, also, nein. Ich mach ja schon", stammelte ich und begab mich neben den lachenden Chibs ins Clubhaus.

~Nea~

Nach ein paar Minuten Fußmarsch stand ich auch schon vor Wendys Haustür. Ihr grauer Fierro stand in der offenen Garage, schon mal ein gutes Zeichen. Auch Licht brannte in dem Haus. Ich trat die alten Zeitungen beiseite, als ich zur Tür ging und dagegen klopfte.
Keine Reaktion. Kein Tür aufgemache, und kein "Warte, ich komme", von Wendy.
Wieder klopfte ich an. "Wendy", rief ich und haut wieder gegen die Tür.
Ich wollte die Tür aufmachen, aber die war abgeschlossen.
Ich atmete entnervt aus und trat gegen die Tür. "Wendy!"
Ich sprang die Treppen runter und versuchte ein Blick durch eines der Fenster zu erhaschen. Die Jalousien waren runtergezogen und ich erkannte rein gar nichts.
"Man, man, man, man, man, man, man", fluchte ich herum, als ich mich zwischen Hauswand und Fierro quetschte, um zur Nebentür zu gehen. "Super geparkt. Hauptsache sie kommt aus dem Auto", bemerkte ich kopfschüttelnd und klopfte an der Tür.
"Wendy, ohne Mist jetzt, mach die Tür auf, oder ich trete sie ein!", polterte ich herum. "Wendy!"
Ich drehte den Türknauf um, und zu meinen erstaunen, war die Tür nicht abgeschlossen. Die Wohnung war ein reinster Saustall. Überall flog Müll herum, Geschirr und das Essen auf den meisten Geschirr, war auch nicht mehr zu genießen.
"Wendy?", fragte ich wieder. "Bist du da?"
Ich trat von der Küche in den Wohnraum und sah Wendy völlig neben sich auf der Couch liegen. Die Spritze die leer war, lag auf dem Couchtisch.
"Hiiii", meinte sie und wischte sich die Schweißperlen aus dem Gesicht.
"Das ist doch jetzt ein Scherz? Das ist doch jetzt ein Scherz von dir oder?", pampte ich sie an und fuhr mir mit der Hand durchs Haar.
"Was meinst du?", fragte sie völlig neben sich.
"Du weißt, dass wir ein Treffen im Industriegebiet haben? Ich kann doch nicht alleine fahren", sagte ich.
"Du musst, ich bin dazu nicht in der Lage."
"Zu was bist du überhaupt in der Lage, huh?", fragte ich.
"Urteile nicht über mich", murmelte Wendy.
"Es ist ein Wunder, dass du dich dazu in der Lage siehst, zu atmen. Mensch."
"Du musst alleine zum Treffen mit Darby fahren. Ich geb dir auch mein Auto."
"Bist du nicht mehr ganz reisefertig?"
"Die zwei Riesen sind in der Küche, in meiner Handtasche."
"Ich muss Darby irgendwie erreichen, dass wir das Treffen verschieben."
"Nein, fahr ohne mich. Ich kann nicht. Außerdem besitzt du eine Knarre."
"Ich bin nicht blind. Ich sehe, dass du unfähig bist. Fuck!"
Wütend trat ich eine Wodkaflasche vom Tisch, die wenige Meter später auf dem Boden zersprang. Die Glasscherben und der restliche Wodka verteilten sich auf den Boden. Und das vor den Füßen von Tig.
"Ihr habt euch mit Darby angelegt?", fragte er uns fassungslos.
"Mit einen von Darbys Dealern", meinte Wendy.
"Seit ihr bescheuert?"
Ich dachte darüber kurz nach und kam auf nein. "Nein", antwortete ich.
"Hast du gerade wirklich darüber nachgedacht?"
"Uhm, ja."
"Nea hat ihn ziemlich eine verpasst. Hat ihn einen Billardkö in die Eier gehauen. Ein Ei schwingt bestimmt solo."
"Nein, nicht solo. Darby meinte, er hat nur noch eins."
"Hehe, sein Ei ist jetzt ein Einzelgänger", gluckste Tig.
Wendy musste lachen und ich verdrehte die Augen.
Auch Tig wurde wieder ernst. "Hör auf zu lachen, Crankhure. Du hast euch sicherlich in die Scheiße gehauen."
"Ich hasse dich, Tig", murrte Wendy.
"Das beruht denn wohl auf Gegenseitigkeit."
Tig wandte sich wieder zu mir. "Was hast du jetzt vor?"
"Was wohl. Ich fahre und geb den weißen Bruder sein Geld wieder", meinte ich.
"Ich komm mit."
"Nein, Darby meinte wenn er auch nur einen von euch sieht, gibt es Ärger. Ich will das nicht noch schlimmer machen", warf ich ein. "Wendy, wo sagtest du, ist noch mal das Geld?"
"In meiner Handtasche. Weißer Umschlag."
Ich ging an Wendys Handtasche die auf dem Esstisch stand und fand sofort das Geld. Ich steckte den Umschlag zu dem anderen Umschlag mit den 6000 Dollar.
"Autoschlüssel deines Fierro?", hakte ich bei Wendy weiter nach.
"Die müssen noch im Auto stecken."
Ich war wenigstens froh, dass Wendy in ihrem Zustand überhaupt reden konnte.
Andere Leute würden nur schreien, oder weinen, oder lachen.
"Lass die Schlüssel im Auto stecken. Ich begleite dich."
"Nein, Tig. Das ist nicht nötig. Ich hab schon immer meine Angelegenheiten selbst geklärt. Dann kann ich das auch."
"Ich geb dir den Van. Du lässt mich irgendwo vorher aus, aber in der Nähe. Ich misch mich da nicht ein. Ich bin nur die unsichtbare Verstärkung."
Tig blickte mich an und ich ihm.
Naja, jemanden in der Hinterhand zu haben wäre irgendwo schon nützlich.
"Wenn das hier unter uns bleibt?", fragte ich Tig.
"Klar bleibt das unter uns, Püppchen."
"Lasst euch nicht töten, oder vergewaltigen oder sonst was", meinte Wendy, als Tig und ich in Richtung Tür gingen.
"Wieso war das nicht ihr goldener Schuss?", grummelte Tig und zog die Tür hinter sich zu. "Wo müssen wir überhaupt hin."
"Das Gewerbegebiet war für umbauten geschlossen sein soll."
"Ah da. Okay. Ich fahre vorerst."
"Und du hast den Kerl wirklich einen Billardkö in die Eier. Mensch. Weiß, Juice davon?"
"Nein", antwortete ich. "Und das bleibt auch so."
Der letzte Satz ließ ich als Drohung durchgehen und Tig verstand es.
"Gut gut."
Kurz vor dem Gewerbegebiet stieg Tig aus und wollte mir das Steuer überlassen.
"Weißt du wie man Auto fährt?", flüsterte Tig.
"Weißt du, wie man sich eine Ohrfeige anfängt, da man den Glauben vertritt, das wir Frauen kein Auto fahren können?"
"Ist ja schon gut", meinte er und machte sich leise aber schnell von Dannen.
"Tig!", rief ich ihn leise zurück.
Er blieb stehen und lief zurück. "Ja?"
"Ein Codewort wenn was schief geht?", fragte ich und konnte keine Unsicherheit verbergen.
"Naja, ich denke, wenn du um Hilfe schreist, dann wird das schon reichen", sagte er und hörte sich irgendwie belustigt an.
Ich verdrehte nur die Augen und stieg in dem Van. Tig verschwand in der Dunkelheit.
Ich fuhr ein wenig durch das Gewerbegebiet und fand dann letztlich Darby mit ein paar seiner Leute. Ich hielt an und hatte keine Ahnung, was ich machen sollte.
Das Licht vom Van kurz an und wieder ausschalten, damit er Bescheid weiß, dass ich ihn das Geld geben werde.
Pah, Klischee lässt grüßen. Ich schnappte mir die Umschläge und stieg aus dem Auto, nachdem ich meine Knarre in meinem Hosenbund und unter dem Top versteckt hatte. Ließ den Van aber weiter auf Leerlauf, damit ich jeder Zeit verschwinden konnte.
Als ich auf Darby zu ging, hielten zwei seiner Jünger eine Knarre auf mich gerichtet.
"Mein Gott, nehmt die Waffen runter, dass ist ja lächerlich", bemerkte ich, als ich vor Darby stehen blieb.
"Nehmt die runter, Brüder", bemerkte Darby und die Jungs taten was ihnen gesagt wurde. Ich drückte diesen Arsch von Nazi, die Umschläge in der Hand und setzte zum gehen an, aber beide Kerle hielten wieder den Lauf der Waffe in meine Richtung.
"Warte, bis wir das Geld durchgezählt haben, Nea", meinte Darby und reichte einen seiner Jünger die Umschläge. Er nahm die Waffe runter und steckte sie in die Hosentasche, eher er sich die beiden Umschläge schnappte.
"Dieses Tammtamm für acht Riesen", meinte ich und schüttelte leicht meinen Kopf.
"So laufen eben Deals ab", lächelte Darby.
"Ein Deal wäre für mich, dass auch etwas für mich rausspringt. Aber ist ja nur für dich der Fall", entgegnete ich.
Darby schnaubte. "Ist dir denn dein Leben gar nichts wert?"
"Schon irgendwie. Aber ich bin kein Millionen schwerer Hollywoodstar der so auf sein Leben einen Wert legt, dass er jeden Körperteil versiche-"
"Ist alles da", wurde ich von dem Geldzähler unterbrochen.
"Prima, dann bis auf nimmer wiefersehen", sagte ich und drehte mich um.
"Charming ist klein. So einfach wird das nicht", rief Darby hinterher.
Ich erkannte noch zwei Kerle von Darby die sich das Auto unter die Lupe genommen hatten.
"Sie ist alleine!", sagte einer der Männer zu Darby, als sie am mir vorbei gingen.
Ich stieg in den Van und fuhr zurück zu dem Punkt wo ich Tig rausgelassen hatte.
Ich erschrak mich leicht, als er in den Wagen sprang.
"Ist doch alles gut gelaufen. Keiner musste sterben", bemerkte er, als wir uns auf den Weg zum Clubhaus machten. Naja. Tig sagte mir wo ich lang fahren musste.
"Hauptsache wir kommen noch zurück zur Party", meinte ich.
"Ja Alkohol und Pussys", grinste Tig bis über beide Ohren.
"Danke, dass du mich begleitet hast", meinte ich.
"Gern geschehen. Sagen wir den anderen, dass ich dich bei Wendy aufgegabelt habe."
"Ja, bist du mir eigentlich gefolgt?", fragte ich ihn.
"Juice wollte sich eigentlich an die Fersen hängen. Sammy hat sich nur sorgen gemacht."
"Und dann schickt sie mir einfach einen Aufpasser hinterher."
"Ihre Sorgen waren ja nicht unbegründet."
"Stimmt. Okay, sagen wir einfach ich war bei Wendy gewesen."
"So machen wir das", meinte Tig.
Und dann kamen wir endlich wieder am Clubhaus an.
"Whiskey?", fragte Tig mich.
"Ich trete heute kürzer und trink nichts. Kater von gestern und hab schon ein paar Schmerztabletten intus. Keine gute Kombi."
"Das Nächste Mal höre ich kein Nein", sagte Tig.
"Keine Panik", sagte ich und lachte leise.
Mit Tig im Schlepptau begab ich mich auf dem Weg zum Clubhaus.
Er reichte mir meine Handtasche, die ich vergessen hatte und ich bedankte mich wieder bei ihm. Als ich einen Haufen von Crows sah, steuerte ich diese an während Tig im Gebäude verschwand.
"Hi, kennt ihr schon Tig?", fragte ich alle.
Gleichzeitig schüttelten sie ihre Köpfe. Schienen aber interessiert.
"Mein Kumpel würde sich gerne über eine von euch freuen. Meinetwegen auch alle. Er hat schwarzes lockiges Haar, einen leichten Bart, blaue Augen. Ziemlich merkwürdiger Kerl, aber er hat das heute verdient. Also", sagte ich und klatschte in die Hände.
"Ich mach's ihm", meinte eine rothaarige.
"Ich würde auch mit machen", sagte eine Blondine.
Die anderen drei sagten nichts, also nahm ich die beiden Frauen mit rein und steuerte mit ihnen im Schlepptau Tig an, der an der Bar saß und sein Bier anstarrte.
"Tiggy, zwei wunderhübsche Frauen wollen sehr gerne deine Bekanntschaft machen", sagte ich, nachdem ich ihn auf die Schulter getippt hatte. Tig drehte sich mit leuchtenden Augen zu mir.
"Ach, Püppchen. Das wäre doch nicht...alle beide, ja?"
Ich nickte und schon wurde Tig von beiden Seiten von Crows belagert.
"Du bist ein Engel. Ein Gottes Segen."
"Hey, das mit dem Gottes Segen wirst du auch zu mir sagen", sagte die Rothaarige.
Tig grinste breit und machte sich mit den beiden Crows von Acker.
Grinsend warf er noch mal einen Blick zu mir. "Danke", flüsterte er leise.
Ich grinste und hielt ihn beide Daumen hin. Er lachte nur und verschwand gen Zimmer.
"Ach, die werden so schnell erwachsen", dachte ich lachend und setzte mich an die Bar.
"Kip, eine Cola", forderte ich.
"Klar", meinte er und seufzte.
"Sag mal gibst du eigentlich immer nur Getränke aus und gehst nicht mal auf Nutten-Jagd?", fragte ich ihn. Wieder seufzte Tig.
"Naja, Clay meinte, ich sollte es mir verdienen, also den Sex. Solange soll ich einen auf Whiskeyschubse machen", erklärte er.
"Scheiß drauf. Ich such dir eine Crow und dann übernehme ich den Job für den Rest des Abends."
"Ich weiß nicht ob das so eine-"
"Klappe, Kip."
"Du bist die einzige die mich Kip nennt."
"Werd' jetzt bloß nicht anhänglich", sagte ich und sprang nachdem ich die Cola ausgetrunken hatte vom Hocker.
"In fünf Minuten, hast du eine Crow-Eater die dir die Eier massiert", sagte ich und klatschte auf den Tresen und ging weg, um schnell wieder zu Kip zu gehen, um mich zu verbessern. "Das Ei."
"Danke, dass du mich wieder daran erinnerst."
"Bitte", sagte ich und zwinkerte ihm zu.
"Du bist verrückt!", rief Kip hinter her, als ich mich auf die Suche begab.
"Danke", rief ich zurück.
Und da hatte ich auch schon eine. Eine junge Brünette.
"Hey, kennst du schon Kip? Das Milchbubigesicht an der Theke, hatte bisher noch nicht das Glück, mit einem Mädchen."
"Der blonde?", fragte sie mich und blickte zur Theke.
"Ja", nickte ich.
"Klar, auch Prospects müssen ihren Spaß haben", nickte sie.
Ich schnappte ihre Hand und zog sie zu Kip.
"Hier, Kleiner", sagte ich.
"Wirklich?", fragte Kip und konnte sein Glück kaum fassen.
"Ja. Zeig ihr deine Geheimwaffe", sagte ich und begab mich hinter dem Tresen, um Kip zur Brünetten zu schubsen, die ihn sofort im Empfang nahm.
"Habt spaß", rief ich hinter her, als sie in Richtung Zimmer verschwanden.
"Hey, Kleines. Barcadicola", meinte Bobby und stellte sich an den Tresen.
"Kommt sofort", sagte ich und nach ein paar Sekunden hatte Bobby seine Barcadicola vor der Nase stehen.
"Hast du das schon öfters gemacht?", fragte er.
"Hör mal ich bin Kellnerin. Getränke ausgeben und Cocktails mischen sind die einfachsten Aufgaben für mich."
"Cool. Wo ist Kip?", fragte Bobby und trank einen Schluck.
"Hab ihn eine Crow klargemacht. Er braucht auch mal ein bisschen Vergnügen."
Bobby lachte nur. "Wenn du schon Crows für uns aufreißt, Winggirl, dann auch für mich."
"Klar", meinte ich und pfiff und schnippste eine Blondine, die gerade an uns vorbei ging, zurück.
"Heey, kennst du schon Bobby?", fragte ich sie und zeigte gleichzeitig auf Bobby, der sie nett anlächelte.
"Hi, Bobby", meinte die Blondine und schien tatsächlich Interesse an ihn zu zeigen. Funktioniert immer wieder. Ich musste gequält grinsen als Bobby keine Sekunden später vor mir mit der Blondine rummachte. War sie ein Burger und musste sie so dringend verschlungen werden?
"Uh, Nea!", meinte Chibs neben mir.
"Wirkt das auf dich genauso verstörend?", fragte ich und konnte mein Blick nicht von Bobby und der Blondine lassen.
"Ja, wie ein Autounfall. Man sollte nicht hinsehen, aber man muss. Jesus Christ."
"Hm", machte ich.
"Hm", machte Chibs.
Als Bobby mit der Blondine verschwand, kamen Chibs und ich wieder zu sich.
"Was gibt's, Scotti?", fragte ich ihm und blickte zu ihm.
"Warte ne Sekunde. Ich muss das Bild aus den Kopf kriegen."
"Denk an Hundewelpen- hilft bei mir."
"Ich bin ein Kerl. Welpen bringen nichts."
"Dann Sammy in einem richtig knappen Schottenrock."
Chibs verdrehte die Augen. "Hilft aber", meinte er.
"Eine ganz ernstzunehmende frage."
"Was Nea?", fragte Chibs.
"Besitzt du einen Schottenrock und einen Dudelsack?"
"B-bist du high?", fragte Chibs irritiert.
"Nö", sagte ich kopfschüttelnd.
"Wenn du es wissen willst", sagte Chibs und lehnte sich zu mir nach vorne. Hahahaha, jetzt würde er ja sagen, wenn er sich schon so nach vorne lehnte um zu flüstern.
"Nope", meinte Chibs und ließ das P aufploppen.
"Naja, wundert mich nicht. Du bist zu Badass für Dudelsack und Röckchen."
Chibs verdrehte nur die Augen und schnitt eine Grimasse.
"Wie hält es Sammy nur mit dir aus?"
"Ich halte es selbst nicht mir aus. Also kann es Sammy schon recht nicht", sagte ich und zuckte mit den Schultern.

Charming- Our Name Says It All (SonsOfAnarchyFF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt