Hallo zusammen :). Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gestartet. Wie versprochen hab ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich mit der Geschichte hier fortfahre.
Ich werde weiterposten und dann laufend die Geschichte aktualisieren und überarbeiten. Dann lest ihr noch nicht eine optimale Fassung, aber ich hoffe, es gefällt euch trotzdem. <3 und sehr gerne könnt ihr Feedback und Kritik anbringen - wenn ich schon am Überarbeiten bin, kann ich das dann grad mit einbeziehen.
Freue mich auf eine gute Lesezeit mit euch!
„Ich sage nur...", begann Lucinda, brach dann ab und seufzte. Wie sollte sie das diesem Mädchen klarmachen, ohne sie zu sehr zu erschrecken? „Dass es nicht ausgeschlossen ist, dass er Matt auf die Liste setzen könnte."
„Welche Liste?", wollte Lizzie entsetzt wissen.
„Keine Liste", widersprach Lucinda. „Das ist bildnerisch gemeint."
„Aha", machte Lizzie und schwieg dann.
„Wenn er es auf mich abgesehen hätte, hätte er es schon längst getan", meinte Matt skeptisch.
„Gute Mörder machen eine gute Vorbereitung", erwiderte Lucinda automatisch und merkte erst im Nachhinein, wie geschmacklos der Kommentar gewesen war. Hier ging es um Leben und Tod. „Ist er denn zu Hause?"
Matt runzelte die Stirn. „Woher soll ich das wissen?"
„Ich meine, ist er häufig zu Hause? Hört ihr ihn manchmal?", präzisierte Lucinda ihre Frage und lauschte auf Geräusche oberhalb von ihr. Sie könnte ihn im Flug beschatten...
„Ich gehe ihm aus dem Weg...", wich Matt aus. „Ich weiss es nicht."
„Ich aber", murmelte Lizzie mit dem Blick auf den Boden.
„Du was?", fragte Lucinda nach, langsam verlor sie die Geduld.
„Ich sehe häufig, dass er geht. Am Morgen, wenn ich gehe, oder auch abends, wenn ich wieder nach Hause komme."
Da war es wieder. Lizzie mied ihr zu Hause. Und das allein war ein Grund, dass Lucinda ihr helfen musste. Sie wollte nicht, dass ein Mädchen mit elf Jahren ständig ausser Haus sein wollte, weil ein Mörder da wohnte! Und erst recht konnte Lucinda nicht zulassen, dass Matthew umgebracht wurde. In Gedanken fasste sie den Stand der Dinge zusammen und durchforschte ihr Gehirn nach einer Lösung. Wenn sie zur Polizei gingen, würde er gleich wieder frei gelassen und dann Lizzie und Matt umbringen. Das war also keine Lösung. Wenn sie nichts machten, würde er Matt trotzdem umbringen. Das war also auch keine Lösung. Die einzige Variante war es, dass sie ihn selbst stellten, bevor die Polizei ihn wieder für ein paar Wochen einbuchtet.
„Mist", fluchte Lucinda und bewegte unruhig ihre Flügel. „Ich kann das doch nicht mehr."
Lizzie und Matt schauten sie erstaunt an.
„Ich bin völlig untrainiert", fuhr Lucinda ihren Monolog unbeirrt fort und sah kurz zu Lizzies Bruder auf. „Fast so wie du, Matt."
Matt sah ruckartig auf. „Wie bitte? Wie willst du...?" Genauso abrupt, wie er angefangen hatte zu protestieren, brach er wieder ab und wurde rot wie eine Strassenampel. „Frechheit", murmelte er wütend und schaute zu Lizzie, um Lucinda nicht anschauen zu müssen.
Lucinda lachte laut auf. „Nimm es mit Humor!"
„Sie wird dich ewig daran erinnern, Bruderherz", erklärte Lizzie ihm mit einem strahlenden Lächeln.
„Wie auch immer." Matt warf Lucinda einen finsteren Blick zu. „Du erklärst mir jetzt, was du bist!"
Lucinda hatte nicht schon wieder eine sarkastische Bemerkung machen wollen, aber als er wie wieder als ein Etwas bezeichnete, wurde auch sie gereizt und konnte es nicht lassen, zu kommentieren: „Wie schön, dass du in die Zukunft sehen kannst und feststellen, was ich sage und was nicht." Matt fand es nicht lustig, sondern starrte sie unverwandt an, auf eine brauchbare Antwort wartend. Lizzie kicherte. „Ich bin eine Sotíra, falls dir das schon aufgefallen ist", fügte Lucinda hinzu und faltete ihre Flügel etwas auseinander.
„Ja", sagte Matt, den scharfen Unterton überhörend. „Und was ist dein Beruf?"
„Jetzt lass mich mal ausreden", fauchte Lucinda. Wieder könnte sie nur seine Frage beantworten und Buchhändlerin alias Kellnerin sagen, aber sie beschloss, endlich mit der Sache rauszurücken. Oder so halb jedenfalls.
„Also, ich arbeite in einen Shop hier als Buchhändlerin und als Kellnerin", begann Lucinda in angemessenem Tonfall und warf Lizzie einen Blick zu. Sie spielte mit ihren Schnürsenkeln. „Zuvor wurde ich zu einer Erlöserin ausgebildet, etwas, was alle Sotíras erlernen können. Das ist aber streng geheim und wenn du etwas davon einem Fussmenschen weitererzählst, kann auch ich den Job von unserem Serienkiller da oben übernehmen."
Bei diesen Worten sah Lizzie auf, wenigstens sie hatte den Sarkasmus darin verstanden, denn sie grinste und nickte. „Wir werden still schweigen. Du darfst uns jetzt erzählen, dass du auf Hogwarts warst."
„Ich war nicht auf Hogwarts, sondern einem anderen Internat, genannt Akademie der Erlöser", fuhr Lucinda fort. Kurz zögerte sie. Sie wollte auf keinen Fall, dass Lizzie erfuhr, dass Lucinda ihretwegen aus der Akademie geflogen war. Irgendwie musste sie diesen Teil also auslassen. „Dort lernen wir, wie wir Menschen, die auf den falschen Weg abgekommen sind, erlösen. Ein magisches Medaillon in Kombination mit einer bestimmten Schwertart kann erkennen, ob man die Person vor einem erlösen kann oder nicht. Dann muss ich das Medaillon aktivieren und die Person mit dem Schwert durchstechen. Wenn die Seele des Menschen – egal ob mit oder ohne Flügel – irgendwo noch gut ist, überlebt das Opfer, doch die Seele ist sozusagen wieder gereinigt und die Wunde verschwindet übrigens. Aber wenn die Seele zu dunkel ist, um gereinigt zu werden... dann stirbt die Person", schloss Lucinda und wich seinem Blick aus. Sozusagen brachte sie auch manchmal Menschen um – nur, ohne es zu wollen oder im Voraus zu wissen.
Einen Moment lang herrscht Stille.
Matt schaute zu Lizzie, diese hob die Schultern. „Glaubst du ihr?", fragte Matt erstaunt. Er sass noch am genau selben Fleck wie als er sich hingesetzt hatte.
„Na klar!" Lizzie hatte ihre Schnürsenkel in Ruhe gelassen und rutschte fort zu auf dem Sofa auf und ab.
„Hm", machte Matt und schaute zu Lucinda. Er blickte sie mit seinem misstrauischen Blick an und überlegte. Vielleicht dachte er nun daran, dass sie schon lange eine gute Freundin seiner Schwester war, oder dass sie Flügel hatte und ein Schwert besass, aber jedenfalls sagte er nach einer Minute: „Okay, ich glaube dir das auch."
Lucinda atmete erleichtert aus. Es wäre mühsam geworden, ihm das beweisen zu müssen. „Gut", sagte sie. „Du hättest auch keinen Grund, es nicht zu tun."
Matt hob die Augenbrauen, sagte aber nichts.
***
Meine Kapitel sind irgendwie so ungeordnet. :D Hier ist das fünfte zu Ende und ich hab keine Ahnung, ob es etwa gleich lang ist wie die anderen^^
Würdet ihr Luce an Matts Stelle glauben?
Wie findet ihr die Story bis hierher? :)
Ich freue mich immer über Kommis, Feedback, Votes und Adds zu Leselisten! <3
Natürlich muss niemand die obigen Fragen jeweils beantworten, sondern ihr könnt auch irgendetwas kommentieren. xD von mir aus auch "ich liebe Bananen!" ... xD
Naja, was ich sagen will, Kommis freuen mich immer, egal, was es ist (ausser Hate^^). Weil so kann ich mit euch in Kontakt kommen! <3
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Engelsschwingen - Ausgestossen
ParanormalLucinda hat Flügel, aber sie ist kein Engel. Vielmehr hat sie die Aufgabe, Menschen aus ihrem Leidwesen zu erlösen - die Seele des Menschen entscheidet, ob sie leben oder sterben werden. In der Akademie der Erlöser werden neben ihr noch massenhaf...
