Er sah tot traurig aus. Wie ein verzweifelter Teenager der zu Hause nicht glücklich war. Es sah fast so aus als hätte er Tränen in den Augen. Mein Herz wurde ganz schwer. So einen Anblick, mit einer so traurigen Hintergrund Geschichte, rührte mich.
Vor allem weil ich glaubte, dass es nicht das Erste mal gewesen war, dass er geschlagen wurde. Er blickte auf den Boden um sein Gesicht zu verstecken. Ich wollte ihn umarmen traute mich aber nicht. Er versuchte vom Thema abzulenken und wollte über den Test reden. Hatte er Angst, dass ich seinen Vater bei der Polizei anzeigen würde? Um ehrlich zu sein hatte ich diesen Gedanken schon gehabt.
Und ohne es zu merken bewegte ich mich langsam auf ihn zu. Bis ich einen Schritt von ihm entfernt stand. Mein Herz pochte, ich wollte nichts falsches tun. Ich war einem Jungen noch nie so nah gewesen. Ich dachte nicht länger über richtig oder falsch nach und streckte meine Arme aus.
Meine Füße bewegten sich langsam auf Even zu, bis ich in seinen Armen lag. Mein ganzer Körper zitterte. Es war ein schönes Gefühl und als er dann auch noch seine warme Hand auf meinen Hinterkopf legte und sanft anfing mir über die Haare zu fahren, war es wie in einem Traum gefangen zu sein. Ein Traum der nie enden sollte.
„Danke. Danke, dass du hier bist. Es tut gut darüber zu sprechen." seine Stimme klang brüchig, was mich nur noch nähere an ihn zog. Die Ängste etwas falsches zu tun waren verflogen. Ich hatte das Richtige getan. Es machte mich glücklich. So standen wir eine längere Zeit da, bis ich mich langsam von ihm löste, auch wenn ich es nicht wollte.
„Alles okay bei dir?" meine Stimme war fast nicht zu hören.
Er nickte. Mein Handy klingelte, es war Mum. Sie wollte sich erkundigen wo ich bliebe. Auf meinem hellen Display stand 19 Uhr und es war schon dunkel draußen. Wie lange war ich hier gewesen? Das spielt jetzt keine Rolle ich hatte einem Freund geholfen. Ja er war „nur ein Freund" auch wenn ich schrecklich verknallt war. Nur ein Freund. Diese Worte wiederholten sich in meinem Kopf. Rauf und runter.
Even stand an der Tür und schaute mir nach, bis ich um die Ecke gegangen war. Er hatte mir angeboten mich nach Hause zu begleiten weil es dunkel war, doch ich lehnte ab. In seinem Zustand wollte ich ihm einen 15 minütigen Marsch ersparen. Mein Herz pochte schneller bei jedem Gedanken an ihn. Ob er auch mehr für mich fühlte als nur Freundschaft? Meine Gedanken spielten verrückt.
DU LIEST GERADE
Bittersweet tragedy
Teen Fiction"Ich weiß das ich ein emotionaler Mensch bin, aber ist dass ein Grund mir mein Leben schwer zu machen? Ob ich das noch weiter aushalte, ich weiß es nicht. " Eine bittersüße Geschichte über ein Mädchen mit Psychischen Problem. . [ cover by @moonglade...
