Kapitel 3

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Ich schaute ihn kurz an, wir hatten blickkontakt. Ohne etwas zu sagen stand ich auf und ging einfach. Er schrie:

Sümeyra, warte doch

Er folgte mir und meine Schritte wurden immer schneller. Irgendwann packte er mich am Arm und drehte mich zu sich. Er sah so wie letztens echt gut aus. Aber ist mir egal, er hat keinen guten Charakter. 

Mustafa: Was ist los? Warum wartest du nicht?

Sümeyra: Was willst du von mir? Lass mich los.

Mustafa: Komm kurz her, lass uns wieder auf die Bank und normal reden.

Sümeyra: Nein, lass mich los, ich will gehen.

Mustafa: Ich lass dich nicht los, bevor wir nicht geredet haben.

Sümeyra: Was haben wir denn bitte zu reden?

Mustafa: Warum bist du so? 

Wir schrien uns jetzt nochmehr an. Es wurde immer lauter.

Sümeyra: Beantworte meine Frage, Was haben wir zu reden? 

Mustafa: Hast du mein Handy?

Ich dachte irgendwie er würde was anderes Fragen, aber er hat nur nach dem Handy gefragt. Egal ich bin fertig mit ihm, Sein Handy kann er haben aber mich soll er dann in Ruhe lassen.

Sümeyra: Ja, als ich zuhause war, habe ich es in meiner Tasche gefunden. Es liegt zuhause bei mir. 

sagte ich in einem langweiligen Ton.

Mustafa: gut ich dachte schon, ich hätte es verloren. Danke Sümeyra.

Er ließ meinen Arm los und entschuldigte sich bei mir. Nicht dafür, dass er mich beleidigt hat oder, dass er hinterhältig war, sondern nur dafür, dass er meinen Arm hielt. 

Sümeyra: Warte du hier, ich hol das Handy. 

Mustafa: Nein nein, ich komm mit.

Sümeyra: Wie du willst. 

Emotionslos und gelangweilt, machten wir uns dann auf den Weg zu mir. Mitten auf den Weg blieb Mustafa dann stehen, ich ging langsam weiter. Dann ging er wieder schneller und stellte sich genau vor mich und schaute mich an, ich schaute runter und wollte weitergehen, doch er hielt mich. 

Mustafa: Sümeyra man, was ist los? 

Sümeyra: Bitte lass mich in Ruhe, hol dein Handy und verschwinde wieder.

Mustafa: Von mir aus kannst du das Handy behalten, sag mir nur warum du so drauf bist? Hat es irgendwas mit mir zu tun?

Sümeyra: Ja hat es, Jama

weiter kam ich nicht, ich wollte gerade alles erzählen, was Jamal gesagt hat. Aber dann kam ein Junge und begrüßte Mustafa. Sie gaben sich die Hand und lachten. Oh nein jetzt denkt der Junge bestimmt, das was zwischen uns läuft oder so. Der Freund hieß Yasin, bekam ich mit, als sie geredet hatten. Ich stand einfach da.

Yasin: Bruder, neue Perle oder was?

Mustafa: Nein man, rede nicht so. Sie ist nur ne gute freundin.

Yasin: Wie du meinst, was macht ihr?

Mustafa: Nichts, wollten kurz zu ihr, mein Handy abholen.

Yasin: Ich hab nichts zu tun, ich zeck mich mal ein. Wenn das ok ist.

Mustafa: Klar Bruder, gerne gerne

Sie lachten und redeten weiter, ich ging einfach neben denen. Als wir dann vor meiner Haustür standen, ging ich hoch holte das Handy und ging wieder runter. Doch da stand niemand mehr. Ich schaute mich um niemand war da. Komisch, ich wartete noch 5min doch nichts änderte sich. Dann klingelte sein Handy und Yasin rufte an. Ich ging ran:

Hallo?

Mustafa mit Yasins Handy: Sorry Sümeyra, wir mussten schnell los. Einem Bruder ging es nicht gut. Kusura bakma (Entschuldigung) ich hol's später so gegen 20 Uhr ab, ich weiß ja jetzt wo du wohnst.

Sümeyra: Oh ja ok, ciao. 

sagte ich genervt und legte einfach auf. Danach ging ich wieder nachhause und aß etwas. Später nahm ich mein Handy und rief Ceylan an. Sie ging nicht ran. Meine Mutter war auch nicht da, ich hab mich echt alleine gefühlt. Ich schaute irgendwelche Serien, spielte Spiele auf meinem Handy und vertrieb meine Zeit mit unnötigen Dingen. Es war kurz vor 20 Uhr und meine Mutter war immernoch nicht da. Es klingelte, war es Mustafa? Woher wusste er meinen Nachnamen? 

Ich stand auf, machte die Tür auf und vor mir stand ein gutaussehender Junge mit einem großen Blumenstrauß, dieser gutaussehende Junge war Mustafa.

Schicksal oder nicht?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt