Die Fahrt ging los. Mustafa schaute zwischendurch immer zu mir. Ich schaute aus dem Fenster raus und war echt sauer.
Ich: Mustafa, halt an, lass mich raus.
Mustafa: Nein, erstmal müssen wir dir was ordentliches zum Anziehen kaufen. Welche Größe hast du, ich geh schnell zu H&M und hol dir was.
Ich: Nein tust du nicht, ich will gehen, Bitte Mustafa.
Mustafa: Na gut, dann bleibst du halt im Pyjama du wolltest es so.
Er fuhr weiter und weiter. Irgendwann schlief ich ein und es wurde immer später. Wir sind 3 Stunden gefahren und dann hielt das Auto. Wir wechselten keine Worte miteinander.
Mustafa: Steig aus wir sind da. Ich weiß das du nur so tust, hadi komm steh auf. Uff Sümeyra, warum bist du so kompliziert. Ich zähl bis 3 wenn du nicht aufstehst, trag ich dich dahin. Das willst du doch nicht. eeeeeeeins, zweiiiiiiii und dreeeeeeei, ok wie du willst.
Ich schlief wirklich, jetzt erst bemerkte ich, dass er mich trägt. Er hielt mich auf seinen Armen und meine Haare hingen herunter.
Ich: Mustafa, bist du behindert, was tust du da? Lass mich runter.
Mustafa: Wir sind sowieso gleich da.
Er lachte so süß und schaute mich die ganze Zeit an. Wir hatten lange Blickkontakt und dann konnte ich mich auch nicht mehr halten, ich fing an los zu lachen und er lachte auch. Wir waren in einer komischen Gegend niemand war da und ich war noch nie hier.
Mustafa: Ich hatte eigentlich ein Tisch bei diesem Restaurant für 2 besetzt, aber so wie du aussiehst lassen die dich nicht rein.
Ich: Die würden dich nicht reinlassen, aber Ok. Und außerdem geh doch alleine da rein, ich geh jetzt nachhause.
Er setzte mich ab und sagte:
Sümeyra, du bist so lustig, geh doch nachhause, wenn du es schaffst. Ich geh kurz zu Lidl setz dich dahinten auf die Wiese, ich bin gleich da.
Ich: Ja ok, aber danach fährst du mich direkt nachhause.
Ich ging zur Wiese und setzte mich hin. Nach ca. 10min kam Mustafa dann auch. Er hatte 2 volle Tüten dabei und eine Decke auf den Arm. Ich ahnte schon was jetzt kommt. Ohne mich zu bewegen oder etwas zu sagen schaute ich Mustafa zu. Er nahm die Decke breitete sie aus und rief mich. Danach setzte er sich auf die Decke und ich kam dazu. Wenig Später packte er die Tüten aus und verteilte sie auf der Decke. Er kaufte Erdbeeren, Waffeln, Eis, Kuchen und ganz viele Süßigkeiten. Getränke kaufte er auch.
Mustafa: Und? Gefällts dir hier?
Ich: Fena degil (nicht schlecht)
Eigentlich sah es hier richtig schön aus, die Wiese war richtig groß und hier waren nur ein Opa und eine Oma, sie gingen spazieren. Es war ein sonniger Tag und vor uns waren ganz viele Blumen.
Mustafa: Greif zu, alles nur für dich.
Ich: Danke, aber wieso bringst du mich hierher?
Mustafa: Einfach so.
Ich nahm etwas zu essen, und ich bemerkte wie er mich die ganze Zeit anguckte. Er beobachtete mich, ich schaute kurz hoch und sagte:
Ist was? Guck nicht so.
Mustafa: Nein nein, weißt du, du kannst echt anstrengend sein.
Ich: Ja, dann geh doch.
Mustafa stand auf, zog seine Schuhe an und ging. Ich meinte das ja nicht so aber ich musste ihm hinterher gehen, ich wusste ja den Weg nicht zurück. Geld oder ein Handy hatte ich ja auch nicht dabei. Ich folgte ihm.
Ich: Mustafa, warte doch. Bleib doch stehen.
Er ging weiter, aber nicht zu seinem Auto. Sondern in die andere Richtung. Der Weg führte zu einer noch größeren Wiese. Ich ging schneller und diesmal packte ich ihm am Arm und wir beide blieben stehen. Mustafa grinste, ich verstand es. Er wollte mit mir spielen, na gut, wie er will.
Ich: Mustafa ich glaub ich bekomm Nasenbluten, schnell wir müssen zurück nachhause.
Mustafa riss wieder die Augen auf, wie beim letzten Mal.
Mustafa: Neinnn geh zurück zur Wiese, ich hol Taschentücher, Wasser und ich geh kurz zur Apotheke danach wenn es wieder geht, fahren wir los. Sonst ist das Auto voller Blut. Wir dürfen keine Zeit verlieren los.
Ich konnte mich nicht mehr halten und fing an zulachen. Ich hatte einen richtigen Lachflash.
Mustafa: Du kleine Ratte, bosu bosuna korktum. (umsonst, habe ich mir sorgen gemacht)
Ich: Ja, verdienst du auch.
Wir gingen dann wieder zurück zur Wiese und setzten uns auf die Decke. Wir saßen dicht beieinander. Der Opa und die Oma kamen in unsere Richtung und die Oma sah richtig Krank aus. Sie kamen zu uns und der Opa sagte:
Meine Frau ist unterzuckert, sie hat Diabetes. Können sie uns bitte etwas von ihren Süßigkeiten geben, nur ein kleines Stückchen.
Er sagte es richtig zittrig und er wirkte panisch.
Mustafa: Klar, setzen sie sich hin, nehmen sie was sie wollen.
Opa: Danke, mein Kind.
Sie setzten sich beide zu uns und ich sagte kein Wort. Der Opa nahm etwas Schokolade und gab es seiner Frau. Er reichte ihr es sogar zum Mund, Die Oma sah immer besser aus und nach paar Minuten schien es so, als würde es ihr besser gehen.
Oma: Herzliches Dankeschön, ich wüsste nicht, was passiert wäre, wenn ihr nicht da wärt. Ihr seid gute Kinder.
Mustafa: Nicht der Rede Wert. Wir müssen leider jetzt los.
Ich freute mich und stand direkt auf. Der Opa und die Oma standen auf und Mustafa packte die Sachen zusammen. Der Opa wollte gerade gehen dann sagte er:
Ihr seid ein süßes Paar, die Dame hat wohl das sagen.
Sagte er lächelnd und bedankte sich nochmal. Ich wurde rot, und wollte gerade etwas sagen aber Mustafa kam mir zuvor und sagte:
Wir sind kein Paar, nur Freunde.
Dabei zwinkerte er dem Opa zu und betonte das 'nur' dabei lächelte er auch dreckig. Was soll das? Naja. Der Opa und seine Frau gingen dann weiter. Mustafa und ich machten uns auf dem Weg zum Auto.
Ich: Was sollte das eben?
Mustafa: Was sollte was?
Ich: Wir sind kein Paar, nur Freunde.
Während ich das gesagt habe, habe ich das genauso nur sakastischer nachgemacht wie er es gesagt hat. Mustafa fing an zulachen.
Mustafa: Ich seh nicht so behindert aus wie du.
Ich: Ja stimmt, du siehst viel behinderter aus.
Mustafa: ha ha, steig ein.
Dabei ging er vor mich und machte die Autotür für mich auf und anschließend wieder zu. Danach ging er auf die andere Seite und setzte sich in das Auto und wir fuhren los. Wir redeten auf der Fahrt. Diesmal nicht über Autos oder so, sondern über private Dinge. Er erzählte, dass er eine kleine Schwester hat, dass er 19 Jahre alt ist und so weiter. Wir hörten gar nicht aufzureden. Ich erzählte dann auch von mir. Zwischendurch schaute er mich auch an und einmal trafen sich die Blicke, ich lächelte kurz und er erwiderte das lächeln und lächelte zurück. Die Zeit ging diesmal so schnell vorbei, dass wir gar nicht bemerkt hatten, dass wir schon da waren. Er parkte vor meiner Haustür und begleitete mich zur Tür.
Mustafa: Sehen wir uns wieder?
Ich nickte. Er schaute kurz und wir verabschiedeten uns, ich ging rein und hab gerade realisiert, dass die Wohnung voll mit fremden Leuten ist. Alle Augen waren auf mich gerichtet. Was war hier los?
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Schicksal oder nicht?
RomantikSümeyra ist 17 Jahre alt und lernt zufälligerweise in einem Aufzug Mustafa kennen. Es ist keine typische Liebesgeschichte wo es 'Liebe auf den ersten Blick' oder 'verlässt die Stadt, kommt auf eine andere Schule usw.' Geschichte. Sondern etwas ande...
