Kapitel 4

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Mustafa: Hallo Sümeyra, die Blumen sind für dich.

Während er das sagte überreichte er mir die Blumen und lächelte gleichzeitig. Er stand immernoch an der Tür. Nett von ihm das er mir Blumen kauft, aber wieso?

Sümeyra: Wofür?

Mustafa: Du hast ja mein Handy und wolltest es mir wiedergeben, ein anderer würde es einfach behalten. Danke wirklich Danke. 

Sümeyra: Kein problem, warte ich hol dein Handy, Sorry ich kann dich nicht reinbitten. 

Mustafa: Ja kein Ding, versteh ich. 

Er lächelte die ganze Zeit und war freundlich. Ich dagegen war kalt und es war mir egal. Ich ging hoch nahm mein und sein Handy und ging wieder zurück. Er stand immernoch da, wie ich ihn verlassen hatte. Ich übergab ihm sein Handy und ohne was zu sagen wollte ich gerade die Tür schließen, aber dann sagte er:

Warte, doch. Warum hast du es so eilig? Ich will mich noch bedanken.

Sümeyra: Ich habe keine Zeit, was willst du denn noch man. Du hast jetzt dein Handy und verschwinde.

Mustafa: Wieso bist du kalt zu mir? Ist was passiert? 

Sümeyra: Ja es ist was passiert, frag doch Jamal was passiert ist. Oder noch besser dich selber, warum ich so drauf bin.

Mustafa: Achso jetzt versteh ich, ihr kennt euch. Das Ding ist ich weiß, ich habe Sachen gesagt, die nicht nett waren aber, versteh mich doch. Es war lustig im Aufzug und du hast doch selber gelacht.

Sümeyra: Versuch dich nicht rauszureden. Ja es war lustig, aber, dass du so hinterhältig bist und rumerzählst das ich kein Mädchen und so bin. Geh jetzt doch einfach, ich bin fertig mit dir.

Mustafa: Ich bin aber nicht fertig mit dir, Ok du bist ein Mädchen, du hast dich nicht blamiert, aber ich war sauer, und dir ging es sowieso nicht so gut, was sollte ich denn tun? 

Sümeyra: Ohh versuch es nicht auf diese Art, geh jetzt einfach meine Mutter kommt gleich.

Mustafa: Es tut mir leid Sümeyra, ok ich geh jetzt, kann ich kurz dein Handy, mein Akku ist gleich leer, ich muss Yasin anrufen.

Sümeyra: Ja, hier nimm aber fass dich kurz.

Ich gab ihm mein Handy und hielt in der anderen Hand den Blumenstrauß. Die Blumen waren schön, rote Rosen. Es waren ungefähr 15 Stück.  Er wählte eine Nummer lachte kurz und hielt das Handy nur kurz an sein Ohr und sagte:

Er geht nicht ran, ich muss los ciao.

Dann gab er mir mein Handy zurück und lief davon. Ok, was war das jetzt? Ich machte die Tür zu und nahm eine Vase, tat die Blumen rein und ging auf mein Zimmer. Obwohl es noch nicht so spät war, ging ich einfach schlafen. Ich schlief schnell ein und wachte am nächsten Morgen, für meine Verhältnisse sehr früh auf. Es war 9 Uhr und ich hatte nichts zu tun. Dann ging ich erstmal frühstücken und anschließend ging ich einfach wieder schlafen. Es war echt langweilig, Ich wachte dann um 15 Uhr wieder auf und es war niemand da, meine Mutter war schon losgegangen. Ich hatte echt nichts zu tun und loggte mich bei Facebook ein. Ich checkte meine Nachrichten, schrieb jedem Zurück und chattete mit Ceylan. Wir unterhielten uns und diesmal erzählte ich ihr alles. Also was Jamal erzählt hat, dass Mustafa hier war und das er mir Blumen geschenkt hat. So ging es stundenlang weiter.

Irgendwann später, schloss ich mein Laptop und wollte gerade etwas essen doch dann klingelte mein Handy. Eine Nummer rief an. Ich kannte die Nummer nicht, Ich ging ran:

Hallo?

- Hallo Sümeyra.

Ich: Wer ist da?

- Ich bin's, der Junge der vorgetäuscht hat, Yasin anzurufen und in wirklichkeit sich selber angerufen hat, damit dieser Junge deine Nummer hat.

Es war Mustafa. Er lachte während er das sagte und ich fing auch anzulachen.

Ich: Du bist doch behindert, könntest du nicht einfach fragen?

Mustafa: Als ob du sie mir freiwillig geben würdest.  

Ich: Ja würde ich auch nicht, wieso sollte ich einem Jungen meine Nummer geben der mich nicht mal als Mädchen sieht.

Ich sagte es kalt und eigentlich war ich gar nicht mehr sauer oder enttäuscht, ist mir doch egal wie ein fremder mich sieht.

Mustafa: Ich seh dich als Mädchen, nur in diesem Moment hast du dich nicht so benommen. 

Ich: Ich hatte nasenbluten? Wie sollte ich mich da Verhalten? Diese Unterhaltung führt zu nichts, ich leg auf. 

Mustafa: Warte doch man, du hast es immer so eilig, ich hab gesehn wie du die Blumen angesehn hast, du hast dich richtig gefreut kiz (mädchen).

Er sagte den letzten Satz so fröhlich und ich schämte mich irgendwie. Deswegen sagte ich nichts und wartete darauf bis er wieder redet.

Mustafa: Was ist los? Schämst du dich, sonst hast du doch auch immer so eine große Fresse.

Er fing an zu lachen und ich hatte keine Lust mehr, er hatte Recht, ich schämte mich aber ist doch klar. 

Ich: Mustafa, ich leg jetzt auf, ciao.

Mustafa: Bir dakika, was machst du am Samstag? (eine Minute), Wenn du nichts vor hast, können wir ja an die Alster und irgendwas unternehmen.

Ich: Nein können wir nicht, du verdienst es noch nicht.

Mustafa: Noch nicht? Ok, ich habe eine Idee, ich hol dich morgen um 15 Uhr ab, ciao.

Er legte direkt auf ohne auf meine Reaktion zu warten. Er denkt auch er kann machen was er will, wenn er morgen da ist, schick ich ihn einfach weg. Ich fand es süß, wie er sich benommen hat, dass er nicht schnell aufgibt aber sollte er lieber, denn es hat keinen Sinn.

Es war dann auch schon spät ich ging schlafen, und wachte ganz normal auf. Morgens ging ich dann frühstücken und es war schon 12 Uhr. In 3 Stunden kommt Mustafa. Ich war immernoch im Pyjama und hatte es nicht nötig mich umzuziehen, da ich ihn ja sowieso wegschicken werde. Mein Pyjama war rosa mit weißen details. Es war kuschelig und in der Mitte vom Oberteil, war eine süße Katze zu sehen. Ich schaute Fernsehen und chillte, meine Mutter war auch nicht da, sie kam spät abends und ging früh morgens raus. Es war kurz vor 15 Uhr und die Tür klingelte. 

Mustafa stand an der Tür, und sagte:

Günaydinnn (guten Morgen), du bist ja noch im Pyjama, wir müssen los wir kommen sonst zu spät.

Er nahm meine Hand und zog mich einfach aus der Wohnung, schloss die Tür und ging gerade aus weiter zu einem Auto. Ich war immernoch im Pyjama, hatte meine Hausschuhe an.

Ich: DURRR NE YAPIYORSUN MAN, Ich will nicht, lass mich los, sapik misin nesin sen (bleib stehen, was machst du da, bist du ein pedo oder was)

Ich wehrte mich, wie ich nur konnte. Aber es half nichts, er war einfach zu stark. Ich versuchte wirklich alles. Ich schrie um Hilfe, aber es brachte nichts.

Mustafa: Vertrau mir, ich tu dir nichts.

Dann setzte er mich auf den Beifahrerplatz und schloss erstmal das Auto, ging rüber auf die andere Seite und stieg ein. Dann begann die Autofahrt mit einem fremden, in einem fremden Auto und zu einem fremden Ort

Schicksal oder nicht?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt