Kapitel 13

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Ich kannte den Jungen nicht. Ich schaute ihm in die Augen. Und wow er sah richtig gut aus. Viel hübscher als Mustafa. Er hatte blaue Augen und braune Haare. Er hatte ein richtig schönes Gesicht und seine Lippen waren perfekt. Ich schaute auf seine Lippen und er merkte es glaube ich, scheiße. Mustafa kam und sie begrüßten sich. Wir gingen alle ins Wohnzimmer und setzten uns hin. Der Junge hieß Amir. Er war wohl ein Freund von Mustafa.

Amir: Bruder, was ist mit deinem Auge los?

Mustafa: Nichts ja, kleiner Unfall. Was läuft bei dir so bruder?

Ich stand auf und wollte die beiden alleine lassen. Ich ging in die Küche und machte Tee. Amir war richtig hübsch und auch noch höflich. Ich wartete bis der Tee fertig war und servierte es. 

Amir: Danke, setz dich doch zu uns.

Ich lächelte und saß mich hin. Ich sah wie Mustafa immer hin und wieder zu mir rüberschaute. Sie unterhielten sich noch lange und ich füllte immer den Tee nach. Ich sprach nicht viel und es wurde dann auch langsam spät. Ich wollte mich verabschieden und stand auf. 

Amir: Ich wollte gerade auch gehen, soll ich dich absetzen?

Ich wollte gerade etwas sagen aber Mustafa sprach dazwischen.

Mustafa: Nein brauchst du nicht, ich mach das schon. 

Amir: Ok, bruder. Wir sehen uns dann. 

Sie gaben sich einen Handschlag und mir gab er die Hand. Danach ging er zu seinem Auto. Mustafa und ich gingen zu seinem Auto. 

Ich: Amir ist voll höflich, findest du nicht?

Mustafa: Ja. Hadi steig ein. 

Ich stieg ein und wir fuhren los.

Ich: Er studiert Medizin, aus ihm wird bestimmt mal ein richtig guter Arzt. 

Mustafa: Ja genau. 

Ich: Er meinte auch, dass er ein Patenkind in Syrien hat, ist das nicht süß?

Mustafa: Uff Sümeyra, sus basim agriyor (sei leise, ich hab kopfschmerzen)

Ich: Tamam, tamam aglama (ok ok heul nicht)

Nach 10 min unterbrach er die Stille und sagte:

Sümeyra, kommst du morgen mit was für Miray kaufen (seine Schwester). Sie hat ja nächste Woche Geburtstag.

Ich tat so als ob ich schlafen würde, und antwortete nicht. Mustafa schaute zu mir rüber und ich bewegte mich immernoch nicht.

Mustafa: Hadi kalk. Ich hab keine Lust auf Spielchen. Kommst du mit oder nicht?

Er war wirklich schlecht gelaunt. Aber wieso? Ich stand auf und sagte:

Tamam, gelirim (ich komme). 

Mustafa: Ok, ich hol dich um 15 Uhr ab, hazir ol. (sei bereit)

Ich: Ok, Mustafa was ist los? Kim moralini bozdu bakim? (wer hat dir schlechte Laune bereitet?)

Dabei schaute ich zu Mustafa und er lächelte und schaute mich auch an. 

Mustafa: Niemand. Hadi kalk wir sind da. (steh auf)

Ich: Ich hab keine Lust auszusteigen, machen wir eine kleine Spritztour? 

Dabei schaute ich ihn an und bewegte meine Augenbrauen hoch und runter. 

Mustafa: Nein, yarin ise gitcem, muss früh aufstehen (ich muss morgen zur Arbeit)

Ich: Tamam, dann nicht. 

Ich stand beleidigt auf und ging aus dem Auto. Normalerweise würde er mir hinterher rennen und sagen, dass ich wieder einsteigen soll aber er fuhr einfach Weg. Danach ging ich einfach schlafen und schlief direkt ein. Am nächsten Morgen stand ich spät auf und aß etwas. Aus irgendeinem Grund wollte ich mich heute schicker anziehen als sonst. Ich zog mir einen Einteiler an. Der war hellgelb und hatte Blumen drauf. Ich glättete meine Haare und schminkte mich leicht. Dann klingelte auch schon die Tür. Mustafa war da. Er schaute mich an und wir begrüßten uns. 

Mustafa: Halin ne böyle? Git düzgün bisey giy. Hep götün belli oluyor. (Wie siehst du aus, geh dir was ordentliches anziehn, dein hintern ist zu betont)

Ich: Uff Mustafa, lass doch einfach gehen.

Mustafa: Nein, guckmal wie du aussiehst. Das ist viel zu kurz.

Ich: Dann warte ich zieh mich um. Inadina yavas giyincem (ich zieh mich extra langsam an)

Wir gingen rein und Mustafa wartete solange. Samira war auch da und sie unterhielten sich. Ich zog mir eine Strickjacke an und dazu einfach eine normale Jeans. Ich ging wieder runter und sie verstanden sich gut. Samira, machte sich an ihn ran. Das merkte man sofort. Sie spielte mit ihren Haaren und flirtete mit ihm. 

Ich: Mustafa, wir können gehen. 

Mustafa stand auf und wir gingen zum Auto. 

Mustafa: So gefällst du mir viel mehr.

Ich: ja ja hadi lass gehn.

Wir fuhren in die Stadt und gingen zu Karstadt. Wir schauten uns Barbies, Spiele, Modelblöcke und so weiter an.

Ich: Das ist richtig schön! 

Ich zeigte auf ein Kuscheltier. Es war ein Teddybär der richtig groß war.

Ich: Mustafa, lass das holen.

Mustafa: Findest du? Das passt doch nicht zu einem 7 jährigen Kind. 

Ich: Ja stimmt, aber zu mir passt es oder?

Ich lächelte und er sagte:

Ne, leider nicht aber das passt zu dir.

Er zeigte auf einen Affen und lachte dreckig. 

Ich: HA HA. Ich will den Teddybär. 

Mustafa: Lass erstmal ein Geschenk für Miray finden danach vielleicht.

Wir schauten weiter und fanden dann das perfekte Geschenk. Es war eine Barbiefigur mit einer Kutsche und mit ganz vielen Klamotten. Ken war auch dabei. Mustafa kaufte es und wir packten es ein. Mein Teddybär hatten wir ganz vergessen. Danach gingen wir zu H&M und ich schaute mir Klamotten an. Mustafa wartete schon im Auto auf mich und ich probierte viele Sachen an aber sie passten nicht. Als ich fertig war ging ich zum Auto und Mustafa stand da, mit dem Teddybär in der Hand.

Schicksal oder nicht?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt