Mittlerweile wohnte ich schon seit 3 Wochen in der WG. Es läuft gut und mit Ceylan wurde der Kontakt immer weniger. Dafür ist der Kontakt zu Mustafa mehr geworden. Von meiner Mutter hatte ich auch nichts mehr gehört, sie war nicht mehr meine Mutter. Mustafa wollte mich abholen, dann wollten wir gemeinsam in die Stadt einkaufen. Ich brach die Schule ab und fing eine Ausbildung an. Ich verdiente was und musste nur 3 mal die Woche dahin. Alles lief gut. Mustafa kam und wir begrüßten uns. Wir gingen in die Stadt und lachten viel. Danach bekamen wir Hunger und gingen etwas essen. Neben uns am Tisch saßen 2 Jungen sie waren in unserem Alter. Wir bekamen mit, dass sie sich woanders hinsetzen sollten, weil jemand den Tisch reserviert hatte. Das Restaurant war voll und es gab nirgendswo mehr Platz, außer neben uns. Wir hatten einen 4er Tisch und die auch. Der Kellner kam zu uns rüber und wollte uns fragen ob es Okay wäre wenn sie sich zu uns setzten.
Ich: Ja, klar. Wir benötigen die Plätze sowieso nicht.
Mustafa fand es nicht so gut. Die Jungs nahmen ihre Sachen und setzten sich zu uns. Ich bemerkte gar nicht, dass mich der eine Junge die ganze Zeit anschaute. Mustafa bekam es natürlich mit.
Mustafa: Junge, ist was?
Fremder Junge: Nein, entspann dich. Deine Freundin erinnert mich an Adriana Lima.
Ich musste lachen und verschluckte mich am Essen und hustete erstmal 3 Stunden. Der Junge machte mich indirekt an und das auch noch richtig schlecht. Mustafa wurde sauer.
Mustafa: Und du erinnerst mich an meinen linken Zeh. Komm Sümeyra, wir gehen.
Er stand schon auf. Ich blieb aber noch sitzen.
Ich: Ich bin aber noch nicht fertig. Warte kurz.
Mustafa setzte sich wieder hin. Und ballte seine Hand zu einer Faust und hielt sie vor seinen Mund.
Fremder Junge: Sümeyra heißt du also. Sehr schöner Name, passt zu einem wunderschönen Mädchen.
Ich fing wieder an zu lachen. Er war so schlecht.
Ich: Danke.
Mustafa: Und meine Faust passt zu deinem Gesicht. Sümeyra kalk gidiyoruz. (Sümeyra steh auf wir gehen)
Diesmal stand ich auf und Mustafa bezahlte. Danach gingen wir raus und setzten uns auf eine Bank.
Ich: Mustafa, du bist so schlimm. Bi rahat yemek yiyemedim. (ich konnte nicht in Ruhe essen)
Mustafa: Yeseydin, der Junge hat dich voll angemacht, senin haberin yok. Wenn du wüsstest was er für hintergedanken hat. (solltest du essen, du hast keine Ahnung)
Ich: Ach, Mustafa ach.
Wir saßen noch auf der Bank und redeten. Nach ein paar Minuten sahen wir die Jungs von eben und sie kamen in unsere Richtung. Der Junge kam zu mir und gab mir einen Zettel, danach gingen die beiden schnell weiter. Mustafa nahm den Zettel direkt und da stand eine Handynummer drauf. Mustafa stand auf rannte zu den Jungen und ich rannte hinterher. Ich schrie:
Mustafa dursana, bos ver. (Warte doch, scheiß drauf)
Mustafa blieb aber nicht stehen und dann passierte alles ganz schnell. Er nahm den Jungen am Kragen und drückte ihn gegen die Wand. Danach schrie er den Jungen an und schmiß den Zettel in sein Gesicht. Er schrie: Nimm den Zettel und verpiss dich. Der Junge nahm den Zettel aber nicht und Mustafa schlug ihm ins Gesicht. Ich ging zu den beiden und versuchte sie zu trennen aber es brachte nichts. Der freund von dem Jungen unternahm gar nichts und holte sogar sein Handy raus um es zu filmen. Mustafa spuckte dem Jungen ins Gesicht und ließ ihn los. Der Junge wurde sauer und ging auf ihn Los und schlug ihm ins Gesicht. Voll auf's Auge. Mustafa konnte den Schlag niemals ausweichen, er war einfach viel zu schnell. Diesmal wurde Mustafa richtig wütend und schubste ihn gegen die Wand gab ihm eine Faust und er wiederholte sich immer wieder. Der Junge fing an zu bluten und ich zog Mustafa die ganze Zeit. Ich hatte es geschafft Mustafa von ihm weg zu ziehen.
Ich: Mustafa, dein Auge.
Ich ging näher zu ihm und betrachtete das Auge. Dabei nahm ich meine Hand und legte es darauf.
Ich: Tut es weh?
Mustafa: Jetzt nicht mehr.
Ich lächelte und wir gingen zu ihm. Ich kannte mich mittlerweile da aus und war oft bei ihnen. Mustafa setzte sich auf's Sofa und ich nahm ein Kühlbeutel aus dem Gefrierfach und ging wieder zu ihm. Danach verarztete ich ihn. Ich setzte mich neben ihn und ging ganz nah dran und legte den Kühlbeutel auf die Stelle. Mustafa schaute mir zu. Dann kam die Schwester zu Mustafa angerannt und war richtig besorgt.
Kleine Schwester: Abiiiii wer hat dich gehauen?
Ich: Ich hab ihn gehauen, dein Abi war ganz böse. Er hat mir nicht gesagt, dass seine Schwester nächste Woche geburtstag hat.
Sie glaubte mir und schüttelte den Kopf.
Kleine Schwester: Abi abi abi, wieso sagst du ihr das nicht?
Dabei nahm sie ihre Hand und drehte sie dabei. Das sah lustig aus und wir alle lachten.
Ich: Und Mustafa? Was hast du ihr zum Geburtstag geholt?
Mustafa: Ich hab noch Zeit.
Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich mit den Beutel gerutscht bin. Ich hielt ihn in sein ganzes Gesicht und er riss es mir aus der Hand und schmierte es in mein Gesicht. Ich rannte davon und er rannte mir hinterher. Seine Schwester hatte sich auf das Sofa gesetzt und zählte ihre Finger. Ich rannte so schnell ich konnte und Mustafa war dicht hinter mir.
Ich: Du kriegst mich nicht, haha. Ich bin schneller als du
Dabei drehte ich mich zu ihm um und merkte gar nicht, dass vor mir eine geschlossene Tür war. Es war keine Zeit mehr da um sie aufzumachen. Ich hatte eine Idee.
Mustafa: Jetzt hab ich dich.
Ich: Mustafa, warte wir können darüber reden. Du kannst mich ja einfach durch gehen lassen und wir verschieben, dass auf ein anderes mal.
Ich versuchte ihn zu verwickeln aber es klappte nicht. Er kam immer näher. Ich umarmte ihn einfach. Aber nicht eine einfache Umarmung, sondern ich umarmte ihn schnell und fest, sodass er nicht mein Gesicht bekommt, um es mit dem Beutel zu schmieren. Wir umarmten uns ganz lange, aber dann benahm er sich schlau und drehte mich, dabei hielt er eine Hand um meine Taille und mit der anderen schmierte er mein Gesicht mit dem kalten Beutel. Er lachte und ich befreite mich. Danach rannte ich davon und stieß gegen einen Jungen, doch wer war dieser Junge?
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Schicksal oder nicht?
Storie d'amoreSümeyra ist 17 Jahre alt und lernt zufälligerweise in einem Aufzug Mustafa kennen. Es ist keine typische Liebesgeschichte wo es 'Liebe auf den ersten Blick' oder 'verlässt die Stadt, kommt auf eine andere Schule usw.' Geschichte. Sondern etwas ande...
