Kapitel 39

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meine Mutter. Anne? Was sucht sie hier? Sie schlief tief und fest. Ich weckte sie trotzdem auf.

Ich: Anne?

Mutter: Ich hab dich so vermisst Sümeyram

Sie stand direkt auf und umarmte mich. Ich erwiderte die Umarmung aber nicht. Ich war noch sauer auf sie.

Ich: Anne, wieso bist du hier?

Sie ließ mich los und schaute mich an.

Mutter: Ich hab ihn mit hierher geholt. Er schläft schon. Morgen stell ich ihn dir vor, er ist müde.

Sie klang so fröhlich und glücklich. Ich freute mich eigentlich, dass es ihr so gut geht aber ich freute mich nicht auf ihn.

Mutter: Achso und seine Tochter ist auch hier. Benimm dich bitte. Sie schläft in deinem Zimmer.

Ich war sowieso schlecht gelaunt und sagte nichts mehr. Danach legte ich mich auch aufs Sofa und schlief ein. Am nächsten Morgen wachte ich früh auf und ging joggen. Alle schliefen noch. Es war so schön draußen, ich dachte wieder die ganze Zeit an Mustafa. Ich machte mir Gedanken und bin zu dem Entschluss gekommen, alles Mustafa zu sagen. Ich würde es heute noch tun. Also rief ich Mustafa an.

Ich: Mustafa, hol mich heute um 18 Uhr ab, wir müssen reden.

Mustafa: Keine Zeit.

Ich: Es ist aber wichtig.

Mustafa: Sag jetzt, was du sagen willst.

Ich wollte es nicht am Telefon sagen und er klang so kalt am Telefon.

Ich: Mustafa, entweder von Gesicht zu Gesicht oder gar nicht.

Mustafa: Ok, dann gar nicht.

Ich könnte Mustafa töten, für diese Antwort. Er regte mich auf aber mein Entschluss stand fest.

Ich: Wann hast du Zeit?

Mustafa: Gar nicht, naja ich leg auf. Hab zu tun.

Er legte einfach auf. Ich war genervt aber ich werde es ihm sagen, heute noch! Ich ging direkt nachhause und alle saßen am Tisch und frühstückten. Ich sah meinen Stiefvater und die Tochter. Sie sahen eigentlich sympathisch aus und die Tochter war so in dem gleichen Alter wie ich. Ich beachtete die beiden gar nicht und ging direkt in die Dusche. Danach machte ich mich fertig und ging runter um zu frühstücken. Sie saßen jetzt auf dem Sofa und redeten. Ich ging in die Küche und machte mir Cornflakes. Ich blieb in der Küche und aß im stehen. Später kam meine Stiefschwester in die Küche und schaute mich an.

Stiefschwester: Ben Tuba. (ich bin Tuba)

Sie sprach kein deutsch und ich musste mit ihr türkisch reden.

Ich: Sümeyra. Benim isim var, sonra konusuruz (ich hab was zu tun, wir reden später)

Sie lächelte und ich war fertig mit dem Essen. Ich guckte nochmal in den Spiegel und ging los zu Mustafa. Nach ein paar Minuten war ich dann auch da und klingelte an der Tür. Ich klingelte nochmal und erst dann hatte seine Mutter die Tür aufgemacht. Mir wurde warm und mein Herz raste wieder. Es waren noch ein paar Minuten, dann würde ich ihm alles sagen.

Mustafas Mutter: Hosgeldin kizim (willkommen meine Tochter)

Ich: Hosbulduk, ist Mustafa da? (willkommen auch)

Mustafas Mutter: Ja in seinem Zimmer aber er ist nicht alleine. Das Mädchen ist auch da, mit der er jetzt heiraten will. Keine Ahnung wie er auf die Idee gekommen ist.

Sie schüttelte den Kopf und sah irgendwie traurig aus. Danach redete sie weiter.

Mustafas Mutter: Ich wollte so gerne, dass du meine Schwiegertochter wirst. Aber Mustafa entscheidet es natürlich.

Ich lächelte und erzählte ihr das meine Mutter wieder da ist und nicht alleine gekommen ist. Sie hörte neugierig zu und war voll verständnisvoll.

Ich: Ich geh kurz hoch zu Mustafa, ich erzähl ihm alles.

Sie nickte und ich ging hoch in sein Zimmer. Vor der Tür blieb ich stehen und holte nochmal tief Luft. Mein Herz raste wie verrückt und ich klopfte an seiner Tür und machte sie dann auf. Mustafa war mit dem Mädchen auf seinem Bett und sie unterhielten sich, Mustafa lachte gerade und als er mich sah wurde er ernst.

Ich: Ich störe euch ungern aber Mustafa wir müssen unbedingt reden.

Mustafa: Dich wird man gar nicht los. Ich sag zu dir ich hab keine Zeit?

Ich: Ich sag wir müssen unbedingt reden!!

Ich schrie ihn an und wurde sauer. Mustafa stand auf und stellte sich vor mich.

Mustafa: Fang an, ich hör dir zu.

Ich: Alleine wenn es geht.

Ich schaute zu dem Mädchen rüber und sie nickte. Danach stand sie auf und verließ das Zimmer. Mustafa stand jetzt dicht vor mir und schaute mich wartend an.

Ich: Mustafa ich..

Ich machte eine Pause und holte noch einmal tief luft und schaute runter. Mustafa hörte mir gespannt zu und wartete bis ich weiterrede. Ich fing weiter an zu reden aber schaute jetzt wieder in die Augen von Mustafa.

Ich: Mustafa, ich liebe dich.

Schicksal oder nicht?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt