Amir: Guten Morgen.
Ich: Ehm guten Morgen.
Er war so hübsch, ob er eine freundin hat? Ich war noch müde und brauchte noch etwas um aufzustehen, Mustafa war nicht zu sehen.
Ich: Wo ist Mustafa?
Amir: Er schläft noch, ich hatte mich eigentlich mit ihm verabredet aber er schläft ja noch. Hast du bei ihm übernachtetet?
Ich: Hmm, weck ihn doch auf und ich bin auf dem Sofa eingeschlafen.
Amir: Achso, nein ich stör ihn lieber nicht.
Ich: Ok, wie du willst. Ich geh dann mal nachhause, wir sehen uns dann.
Ich stand auf und wollte gehen.
Amir: Soll ich dich fahren?
Ich hatte echt keine Lust mit dem Bus zu fahren deswegen stimmte ich zu. Er war so ein gentleman und hielt mir die Tür auf und war immer aufmerksam.
Amir: Du hast ja gar nicht gefrühstückt, sollen wir irgendwo was essen? Du hast bestimmt Hunger.
Ich: Nein nein, ich ess zuhause was.
Dann klingelte mein Handy, es war Mustafa.
Ich: Hallo?
Mustafa: Wo bist du?
Ich: Im Auto, ich fahr nachhause.
Mustafa: Achso, Amir wollte kommen, war er da?
Ich: Ja, er ist sogar neben mir. Warte ich gib ihn dir.
Mustafa, sagte nichts und dann gab ich auch schon das Handy zu Amir.
Amir: Guten Morgen, Bruder.
Mustafa: ...
Amir: Ich wollte doch nur nett sein, vertrau mir.
Mustafa: ....
Amir: Warum, ist doch nichts dabei?
Über was reden die beiden? Ich schaute zu Amir rüber. Er guckte irritiert und zog seine Augenbrauen zusammen.
Amir: Ich? Bist du behindert? Egal wir reden später persönlich. So am Telefon geht es nicht.
Er legte auf und ich fragte ihn:
Was wollte er?
Amir: Nichts egal, hier wohnst du doch oder?
Ich nickte und bedankte mich. Danach ging ich nachhause und fragte mich was Mustafa zu ihm gesagt haben könnte. Ob es was mit mir zu tun hatte? Ich frag ihn einfach später. Zuhause angekommen sah ich Samira.
Samira: Du weißt doch noch dieser Junge letztens, weißt du ich
Ich unterbrach sie und sagte:
Ich: Du meinst Mustafa.
Samira: Ja wie auch immer, was ist er für ein Junge?
Ich: Ein guter Junge, warum?
Mustafa war wirklich ein guter Junge. Er war gut erzogen und hatte Bildung.
Samira: Nur so, läuft was zwischen euch?
Ich: Nein, sag mal warum?
Samira: Ich weiß nicht, er geht mir nicht aus dem Kopf, kannst du mir helfen?
Ich: Wobei?
Samira: Ich glaub, ich will ihn näher kennenlernen.
Es machte mir nichts aus. Also warum nicht? Wir redeten noch eine weile und wollte ihr wirklich helfen. Sie hatte die Idee, dass wir uns ja alle zusammen treffen könnten. Ich rief Mustafa an und fragte ob er Zeit hätte. Er war mit Amir aber das machte nichts, sagte er. Ich meinte dann, dass ich gleich vorbeikommen würde. Er war einverstanden und dann gingen Samira und ich auch dann schon los.
Samira: Was sagen wir wenn er fragt, warum ich auch da bin?
Ich: Wir sagen einfach, dass dir langweilig war und ich dich eingeladen habe.
Samira: Nicht, dass er es merkt. Kannst du mit ihm reden, ich mein über mich?
Ich: Ja klar.
Wir kamen an und begrüßten die beiden erstmal. Es hatte sie nicht gestört, dass Samira auch da war. Danach setzten wir uns hin und Mustafa flüsterte mir etwas zu.
Mustafa: Niye kactin sabah (warum bist du heute morgen abgehauen?)
Ich: Sen niye aksam beni kaldirmadin? (warum hast du mich nicht abends aufgeweckt?)
Mustafa: Du warst so müde, kiyamadim (ich konnte es nicht)
Ich lächelte, Samira beobachtete uns. Amir spielte mit seinem Handy.
Mustafa: Und Samira? Wie geht's dir so?
Samira: Ganz gut und dir?
Mustafa: Auch ganz gut
Samira: Gut gut, können wir kurz reden?
Mustafa: Klar, schieß los.
Samira: Alleine?
Mustafa: Ist doch nicht nötig, hier ist ja niemand fremdes.
Samira: Oh egal, scheiß drauf.
Mustafa sagte dann nichts mehr. Ich wollte Samira helfen, deswegen machte ich ein Zeichen zu Amir, dass er kommen soll, damit sie alleine reden. Ich bewegte meine Augen Richtung Tür und wedelte meinen Kopf langsam. Er verstand es endlich.
Amir: Ich muss kurz auf Klo.
Er stand auf und ich wartete erstmal danach sagte ich:
Ich hol was zu trinken.
Mustafa: Bleib du sitzen, ich hol schon.
Ich: Nein wirklich nicht, ich mach schon.
Mustafa: Ich weiß was du vor hast, hadi geh doch zu Amir.
Dabei wirkte er traurig und verstand alles falsch. Ich wollte doch nur, dass die beiden alleine sind.
Ich: Du verstehst mich falsch Mustafa.
Mustafa: Nein Sümeyra, ich versteh dich schon richtig. Worauf wartest du? Geh doch zu ihm.
Ich: Dein ernst?
Ich machte mir nicht die Mühe alles zu erklären. Soll er mir doch nicht glauben. Es war unser erster Streit, ich werd ihm bestimmt nicht hinterher rennen.
Mustafa: Ja, das ist mein voller ernst.
Ich stand auf und wollte nachhause gehen. Was sollte ich denn hier noch? Ich fand Amir interessant aber mehr auch nicht. Wieso benimmt er sich so? Samira kam mir nicht hinterher, sie blieb da noch. Jetzt hatte sie bekommen, was sie wollte. Sie hat ja eigentlich keine Schuld aber ich bin mir sicher, sie hat sich gefreut. Später am Abend kam sie dann auch.
Samira: Omg, Mustafa ist so süß.
Ich: Ja.
Samira: Wir treffen uns morgen nochmal. Ich glaub da könnte was gehen.
Ich: Schön, meinte er noch was über mich?
Samira: Nein. Aber dafür sind wir uns so nah gekommen, du glaubst es nicht. Ich hab ihm meine Nummer gegeben. Danke Sümeyra.
Ich: Kein Ding.
Sie umarmte mich noch und wir gingen schlafen. War es doch keine so gute Idee? Mustafa war ja mein bester Freund und außer ihn hatte ich niemanden mehr. Am nächsten Morgen stand ich früh auf und ging zur Alster, joggen. Ich war eigentlich nicht so sportlich aber ich hatte Lust. Ich lief stundenlang und hatte immernoch Lust, es machte sogar spaß. Ich fand mein Tempo und war auch nicht so müde. Ich fand eine Bank und wollte mich kurz ausruhen und sah wie Mustafa und Samira nebeneinander hergingen. Sie gingen nicht einfach nebeneinander her, sie hielten sich an der Hand. Sind die so schnell zusammen? Ich ging auf die beiden zu...
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Schicksal oder nicht?
RomanceSümeyra ist 17 Jahre alt und lernt zufälligerweise in einem Aufzug Mustafa kennen. Es ist keine typische Liebesgeschichte wo es 'Liebe auf den ersten Blick' oder 'verlässt die Stadt, kommt auf eine andere Schule usw.' Geschichte. Sondern etwas ande...
