Jedes Mal, wenn du sauer auf mich bist, jedes Mal, wenn ich irgendwas nicht perfekt gemacht habe, jedes Mal, wenn ich sauer bin, jedes Mal wenn du sauer bist, jedes Mal, wenn ich irgendwas gemacht habe, was dir nicht hundertprozentig gefällt, jedes Mal, wenn ich etwas auszusetzen habe, jedes Mal, wenn du mich nicht hübsch findest, jedes Mal, wenn du mal nicht antworten kannst, jedes Mal, wenn alles zu gut läuft und du dich fragst, wie das sein kann, jedes Mal, wenn ich irgendwas falsch gemacht habe, jedes Mal, wenn ich eine Nachricht zu viel gesendet habe, jedes Mal, wenn wir uns ein paar Tage zu lange nicht sehen, jedes Mal, jedes verdammte Mal, habe ich Angst dich zu verlieren. Ich habe völlig vergessen, was ich wert bin, ich habe völlig vergessen, dass Menschen mich nicht bei jeder Kleinigkeit aufgeben. Ich vergesse, dass du ja vielleicht auch glücklich bist, mich zu haben, weil ich vergessen habe, wie es ist, wenn jemand glücklich ist, mich zu haben. Es tut mir leid, dass ich so schwierig bin und nur schon weil ich so Angst habe, habe ich wieder Angst, dich wegen dieser Angst zu verlieren. Ich habe Angst, dass du erkennst, das ich gar nicht so toll bin und dir das eines Tages ganz plötzlich klar wird, dass du wach wirst und dir denkst, 'Wozu mach ich das mit der?' oder auch 'Es ist einfach nicht mehr so, wie es war, du bist zu kompliziert.' Und obwohl ich so unglaublich glücklich bin, habe ich solche Angst. Weil du die erste bist, die ich wirklich wieder rein lasse und ich bin so unglaublich verwundbar. Ja, es gab Menschen vor dir. Und es war auch schön. Aber sie sind nicht mehr da, das hat ihre Gründe. Aber dich, dich hab ich reingelassen.
Du brauchtest die Tür nur vorsichtig anstupsen. Du wusstest direkt ob ziehen oder drücken. Du warst so schnell drin, dass ich dich nie wieder raus lassen will. Und mir schmerzt es so, ich weiß, das sollte es gerade nicht, aber das du wieder gehst, das tut weh. Ich weiß es noch nicht sicher, aber alleine die Möglichkeit macht mich traurig. Ich glaube an dich, natürlich. Aber so viele Menschen sind gegangen. Mit so vielen hat es nicht geklappt. Weil sie nun mal auch wach geworden sind und ihnen klar wurde “Wozu mach ich das mit der?“ und dann als sie begriffen hatten, warum sie es machen, wusste ich es nicht mehr. Und damit war jedes Ende besiegelt. Und ich konnte alles verkraften. Aber ich will nicht. Ich will nicht, dass du wieder gehst. Ich bin so im Schutzmodus, dass ich mich jetzt schon versuche darauf vorzubereiten. Ich bin dankbar für jeden Moment mit dir, weil ich jeden Moment damit rechne, dass es vorbei ist. Weil ich einfach ich bin und ich einfach nicht gut genug bin. Ich bin so wenig. Und doch viel zu viel. Ich bin nie das richtige Maß. Ich will nicht, dass du gehst. Ich hab so das Gefühl angekommen zu sein, in einem Herzen in dem ich mich so wohl fühle, wie nie zuvor. Und ja, jeder Satz klingt so abgedroschen. Und auch das tut mir leid, und macht mir Angst, weil du verdient hättest, dass ich jedes Wort neu erfinde, ich eine Sprache kreire. Aber das schaffe ich nicht. Nakoipa doi jearo de. Bedeutet so viel wie, 'all' meine Liebe gehört dir' auf bübicarisch. Siehst du, funktioniert nicht, denn du müsstest sie ja auch erstmal lernen.
Wenn du es aber willst, tue ich es für dich.
Du bist nicht gut genug. Du bist das Beste. Du bist alles, was ich je vom Universum hätte erwarten können. Bevor ich dich kannte, wusste ich nicht, nach was ich suche. Was mir fehlte. Und ich will nur das Beste für dich. Immer. Deswegen bin ich vielleicht auch so, will, dass du gesund bist und glücklich. Und jeden Teil, den ich dazu beitragen kann, gebe ich.
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UNSPOKEN
PoetryDie Stürme in meinem Kopf ruinieren den Garten, den meine Seele trägt....
