Tanja und ich landeten in einem kleinen Vorraum, direkt unter den Wachen.
"Wir müssen weiter", sagte sie und reichte mir eine Hand. Ich ergriff sie und Tanja zog mich auf die Beine.
"Wohin gehen wir?", fragte ich , während wir durch die Gänge stolperten, immer auf der Flucht vor den Stimmen hinter uns.
"Zum Ballsaal. Das Gartentor, erinnerst du dich?", Tanja stoppte nicht, in ihrem Gesicht zeigte sich eine feste Entschlossenheit.
"Alles, was Bree bis jetzt gesagt hat, war gelogen. Wir sollten ihren Worten keinen Glauben schenken"
"Ich weiß. Aber sie wusste nicht, dass ich zuhörte. Sie dachte, dass sie diese Information nur mit wem auch immer teilte. Deswegen war sie so überrascht, als ich sie darauf ansprach." Sie machte eine Pause und schritt mit festem Schritt auf eine Tür vor uns zu.
"Nur noch diese Tür und dann sind wir frei", sie lächelte mir zu und legte beide Hände an den Türgriff. Er bewegte sich leicht, gab die Tür allerdings nicht frei. Die Bedeutung traf mich einen Moment später. Wir waren immer noch eingesperrt. Nur einen Schritt von der Freiheit entfernt, die sich vor uns auftat.
"Verdammt", zischte Tanja und fuhr sich mit den Händen durch die Haare.
"Sie ist abgeschlossen. "
"Es muss einen Weg geben. Wir werden hier herauskommen", ich legte ihr eine Hand auf die Schulter.
"Wenn es abgeschlossen ist, dann gibt es auch einen Schlüssel. Den müssen wir nur finden."
"In einem Palast dieser Größe ? Selbst einen ganzen Raum zu finden würde sich als schwierig gestalten. Wie um alles in der Welt sollen wir hier den Schlüssel finden ?"
Hinter uns erklangen Schritte. Ich legte einen Finger an meine Lippen und zog sie mit mir. In einem der angrenzenden Räume drückten wir uns in die Schatten. Niemand von uns wagte auch nur zu atmen , bis die Gänge vor uns erneut in Dunkelheit und Stille lagen.
"Zuhause auf unserer Farm hatten wir immer ein kleines Versteck, wo wir all unsere Schlüssel lagerten. Man verlor sonst schnell den Überblick. Es würde mich nicht wundern, wenn es so etwas auch hier gibt, besonders bei einem so großem Palast, wie diesem . "
Ich sah Tanja bedeutend an. Sie nickte.
"Ich verstehe. Es macht wahrscheinlich am meisten Sinn, wenn wir uns aufteilen. Ich nehme den nördlichen Bereich. Wir treffen uns bei Sonnenaufgang wieder hier. Wenn eine von uns erwischt wird, dann muss es die andere hier herausschaffen. Nur so haben wir die geringste Chance zu überleben."
"In Ordnung. Bis Sonnenaufgang bleiben uns noch ein paar Stunden. Aber wir müssen uns beeilen." Ich sah Tanja bedeutend an. Dann verließ ich den Raum.
"Valerie " Ich drehte mich noch einmal herum.
"Ja ?"
"Viel Glück und danke. "
"Danke mir, wenn wir es hier herausschaffen."
~~~~~~
Ich wusste nicht, wie viele Treppen ich heraufgestiegen war, bis ich schließlich in den Bereich der Diener vorgedrungen war. Hier oben war es kalt. Kalt und dunkel. Die gesamten Gänge lagen im Schatten. Kein Licht drang hierhin durch, aber irgendetwas zog mich an. Hier war etwas, was nur darauf wartete gefunden zu werden. Ich suchte nach dem Zimmer der Haushälterin. Es dauerte lange, bis ich es schließlich fand. Es handelte sich um ein Zimmer wie jedes der vorherigen.
Das Zimmer unterschied sich einzig allein durch die Form der Wände. Es war beinahe rund und erschien mir dadurch etwas wärmer, als die Zimmer zuvor. Bei der Dame, welche dieses Haus bewirtschaftet hatte, musste es sich um eine sehr ordentliche Frau gehandelt haben. Briefe und Listen lagen penibel angerichtet nebeneinander auf einer der zwei Anrichten. Aufgrund dessen brauchte ich nicht lange, um die Schlüssel zu finden. Hinter einem kleinen Gemälde, welches den Palast im Winter zeigte, war ein Hohlraum. Nur schwer zu erkennen, aber dennoch offensichtlich genug, sobald man gezielt nach etwas suchte.
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~Between Always and Forever~
FanfictionValerie ist 17 Jahre alt, als sie für die Selection der Prinzen William und Alexander, gegen ihren Willen, gezogen wird. Sie beschließt für ihre Familie teilzunehmen und merkt mehr und mehr, wie sie besonders einem Prinzen verfällt, bis es schließl...
