Percys Sicht:
Den Rest bekam ich nicht mehr mit. Ich hörte nur noch ein rauschen in meinen Ohren. Das könnte nicht sein. Er log. "Lügner!" Unterbrach ich ihn mit zittriger Stimme. Er sah mich an und es kam mir so vor, als wäre da ein wenig Mitleid in seinen Augen. Aber warum? Ich bräuchte kein Mitleid. "Miss Jackson, warum sollte ich sie anlügen? Ihre Mutter war nicht bei sich Zuhause." "Einkaufen. Sie war bestimmt nur einkaufen." Versuchte ich es erneut. Fury schüttelte den Kopf. Es war, als hätte man mir auf den Kopf geschlagen. Ich taumelte leicht und stützte mich an Thors Schulter ab. Ich sah noch, wie Fury weiter zu den anderen redete, bekam aber nichts mehr davon mit.
Es war meine Schuld, dass sie nun weg war. Alles war meine Schuld. Tränen kamen mir in die Augen, doch ich blinzelte sie weg. Ich musste jetzt stark sein um sie zu retten. Ich hob meinen Kopf und blickte den Direktor aus gefährlich funkelnden Augen an. "Es ist meine Schuld, dass sie weg ist, also werde ich sie auch wieder holen!"
Ich richtete mich wieder auf und sah Fury an. Der Rest war mucksmäusschenstill.
"Das geht nicht." Diese verdammten drei Worte... "Barton, Romanoff. Sie werden herausfinden, wer der mit den schwarzen Haaren und den braunen Augen ist. Stark, Banner sie beide werden nach ihrem Versteck suchen. Rogers, Thor. Ihre Aufgabe wird es sein. "Ich unterbrach ihn. "Warum?" Fragte ich ihn benommen.
"Weil ich kein Agent bin?"
Er blickte mich abschätzen an.
"Weil sie ein kleines Kind sind. Sie haben zu wenig Erfahrung."
Diese Worte trafen mich wie ein Schlag ins Gesicht. Ich klammerte mich an Thors Arm fest. Ich fühlte, wie etwas in mir wuchs. Ich spürte Zorn. So rasenden Zorn und Hass auf diesen Mann, der mir Verbot meine Mutter zu suchen. Hass auf die, die es wagten sie gefangen zu nehmen. Ich fing an zu zittern und ballte meine Hände zu Fäusten. Ich spürte, wie das Wasser auf mich reagierte. Ich spürte, wie der Wind in meine Wut Einstieg. Der Helikarrier fing leicht an zu schwanken. Ich keucht und hielt mich noch fester an Thor fest.
"Percy, Percy, beruhige dich." Versuchte dieser mich zu beruhigen, doch es half nicht. Ich wusste nur noch eins. Ich musste von hier weg, ansonsten könnte ich irgendwer verletzen.
"Thor, bring mich hier raus, egal wie. Ich habe mich nicht unter Kontrolle." Zischte ich dem Gott neben mir ins Ohr. Man könnte zuerst Verwirrung, dann Schock und am ende Entschlossenheit auf seinem Gesicht sehen. Er nickte einmal knapp und packte mich feste am Arm, bevor er sich aus dem Fenster schwang. Vielleicht hätte ich doch nicht sagen sollen, egal wie...
Natashas Sicht:
"Sie haben zu wenig Erfahrung."
Ich sah, wie Percy auf Furys Worte hin anfing zu Zittern. Sie krallte ihre Hände in Thors Arm, der daraufhin leicht das Gesicht verzog.
Sie ballte ihre Hände zu Fäusten und blickte Fury kalt an. Mein Atem stockte, als ich ihren Blick sah. Ihre sonst so ruhigen grünen Augen funkelten nun vor puren Hass. Der Direktor wich leicht zurück und Thor flüsterte ihr etwas zu, doch es schien nicht zu helfen. Sie krümmte sich leicht zusammen und zischte ihm etwas ins Ohr. Es war interessant seine Mimik dabei zu betrachten. Zuerst blickte er sie verwirrt an. Dann würde er blass und sah geschockt aus. Ich hatte ihn noch nie so geschockt gesehen. Nicht einmal, als die Aliens New York Angriffen. Nun sah er sie entschlossen an und trat einen Schritt auf das Fenster zu. Ich ahnte, was er vor hatte, aber nicht mal Thor war so dämlich.
Er sprang, scheinbar hatte ich mich getäuscht: er war so dämlich.
Wir alle sahen den beiden ziemlich perplexs hinterher. Steve schüttelte leicht den Kopf und sah wieder zu Fury zurück.
"Bei allem Respekt Sir, Persephone sollte mit helfen ihre Mutter zu befreien und den Täter zu fassen. Sie ist ein Avenger." Der Direktor blickte ihn an, als würde er etwas erwarten. "Oh gerissen Captain Hook. Gerissen." Stark verzog das Gesicht. Nur Bruce sah so aus, als hätte er eine Idee, was Tony meinte. "Ich kann versichern, dass Percy keine Bedrohung für uns dar stellt."
"Sir, wenn sie Percy misstrauen, warum haben sie sie dann zu einem Avenger gemacht?" Fragte mein Partner den Direktor.
Tony blickte Fury abschätzig an.
"Noch nie von der Redewendung: Behalte deine Freunde nahe, aber deine Feinde noch näher, gehört Legolas?" Dieser sah den Direktor verwundert an. "Ich stimme Steve zu, sie sollte helfen dürfen ihre Mutter zu befreien. Wahrscheinlich wäre sie die, die am meisten suchen wird. Sie sollten ihr eine Chance geben."
"Hören sie nicht, wie sie reden?! Sie hat euch alle eingewickelt. Warum sollte ich ihr eine Chance geben? Damit sie uns in den Rücken fällt?"
"Nun Direktor sie haben schon viele Fehlentscheidungen was Percy angeht getroffen. Sie haben sie hier gefangen gehalten ohne überhaupt zu bemerken, dass sie die falsche haben, sie haben ihr Haus abgefackelt. Und nun sind sie dabei wieder einen Fehler zu machen." Redete Clint auf ihn ein. Fury runzelte die Stirn und dachte nach. "Vielleicht habt ihr recht, aber sie sollte nicht alleine gehen. Barton, sie werden mit ihr zusammen nach diesem Mann mit den schwarzen Haaren suchen. Romanoff, sie werden nach dem blonden suchen, Stark, Banner sie werden mit Überwachungskameras überall suchen und ich werde mir mal Collman unter die Lupe nehmen. Aber bevor sie los gehen darf, muss sie den Text bestehen." Zufrieden nickte ich. Clint öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch Fury blickte ihn böse an. "Entweder mit Test oder sie darf nicht gehen." Schnell schloss Clint den Mund wieder.
Percys Sicht:
Jeder normale Mensch hätte bei einem Sturz aus luftiger Höhe geschrien. Aber ich versuchte nur nicht daran zu denken, wie viele Insekten wir wohl gerade mit nahmen. Am Boden angekommen landeten wir sanft. Wir waren direkt am Strand, neben uns ein Feld und keine anderen Menschen.
Immer noch zitterte ich und spürte Wir in mir, auch wenn es schon besser geworden war. Thor zog mich in seine Arme und hielt mich fest. Ich verkrampfte mich leicht und Tränen liegen mir über die Wange. Ich hasste es mich hilflos zu fühlen.
Plötzlich legte sich eine Hand auf meine Schulter. Ich sah mich um und blickte in die besorgten Augen meines Vaters. Ein Funke Hoffnung flackerte in mir auf. Er war gekommen um mir zu helfen meine Mutter zu retten.
"Hilfst du mir dad?" Fragte ich ihn leise. Traurig blickte er mich an. Der Hoffnungsschimmer in meinem Herzen erlosch schneller als er gekommen war.
Er schüttelte den Kopf. "Es tut mir leid, Percy. Uns Göttern ist es verboten dir zu helfen, egal wie gerne wir es tun würden." Ich spürte wieder, wie ich wütend wurde. Der Wind peitschte um und herum und die Wellen wurden größer. "WARUM? ICH BIN SCHON SEIT JAHREN EURE SPIELFIGUR! ICH HABE SO VIEL FÜR EUCH GETAN. JETZT BRÄUCHE ICH EURE HILFE UND IHR HELFT NICHT?!" Schrie ich meinen Vater an. Thor legte mir beruhigend eine Hand auf die Schulter, welche ich jedoch abschüttelte. Ich baute mich vor meinem Vater auf der mich traurig ansah. "Es tut mir leid Percy, aber die Moiren verbieten es uns. Wir dürfen den Halbgott nicht helfen, nicht in so großen Sachen. Wenn du mal ein Kleid brauchst oder dein Pfeil gerade fliegen muss, generell bei Kleinigkeiten, die nicht die Welt verändern, dürfen wir helfen. Aber das musst du alleine Regeln." Mit diesen Worten legte er mir eine Hand auf die Schulter. "Ich bin sicher du schaffst das. Viel Glück." Er verschwand in einer Wolke aus Nebel. Wütend starrte ich ihm hinter her. Ich Tat so viel für sie und das war ihr dank?! Der Sturm wurde noch stärker und die Erde fing an zu beben. Die Temperatur fiel ab und das Meer schwoll an. Ich zitterte immer weiter. Ich bemerkte Thor nicht, wie er beruhigend auf mich einsprach. Ich bemerkte nicht, wie der Hurrikan immer größer wurde und immer dunkler. Ich bemerkte nicht, wie sich Risse in der Erde bildeten. Alles, was ich merkte war der Hass in mir. Hass auf Fury, da er mir Verbot zu helfen, Hass auf die Götter, da sie mir nicht helfen durften. Hass auf so ziemlich alles in der Welt. Plötzlich merkte ich einen kurzen Schmerz an meinem Hinterkopf, bevor alles schwarz wurde.
Als ich aufwachte, blinzelte ich der Sonne entgegen. Ich befand mich noch immer am Strand, jedoch nicht mehr an Land sondern im Wasser. Ich lag im Wasser, mein Kopf auf Thors Schoß, der neben mir saß. Ich blickte zu ihm auf. Er sah gedankenverloren hinaus aufs Meer. Von der Wut war nichts mehr übrig geblieben. Ich war nur noch erschöpft und traurig. Ich setzte mich auf und zog so Thors Aufmerksamkeit auf mich. Er musterte mich gründlich aus blauen Augen. "Was ist passiert?" Krächzte ich. "Du hattest deine Kräfte nicht mehr unter Kontrolle. Ich habe versucht dich zu beruhigen, was aber nicht geklappt hat. Am Ende sag ich keinen anderen Weg mehr außer dich bewusstlos zu schlagen. Tut mir leid." Es sah beschämt weg. "Danke Thor." Überrascht blickte er auf. "Ich hätte nicht so überreagieren dürfen. Ich hätte jemanden verletzen können bei meinem Ausbruch. Also danke." "Es war beeindruckend deine Kräfte zu sehen. Bisher habe ich nur von ihnen gehört, aber sie sind unglaublich." Wechselte Thor das Thema schwärmend. Ich wurde leicht rot. "Danke, normalerweise passiert mir sowas nicht, aber es war einfach zu viel für mich." "Oh nein, bitte nicht wieder weinen." Rief Thor entsetzt, doch es war zu spät. Unbeholfen nahm er mich in die Arme und strich mir über den Rücken. Ich merkte, dass er maßlos überfordert war und versuchte mich zu beruhigen. Es brachte niemandem etwas, wenn ich in Selbstmitleid versank. Also wischte ich mir die Tränen weg und stand auf. Im Vergleich zu Thor war ich komplett trocken. Ich zog ihn hoch und legte ihm eine Hand auf den Oberarm. Sofort war auch er trocken. "Wir sollten zu den anderen zurück gehen, die machen sich bestimmt sorgen.
Gesagt, getan. Kurze Zeit später standen wir wieder in Furys Büro. Als uns die Avengers sahen, blickten sie und teil verwirrt und teils besorgt an. "Wir haben eine Lösung gefunden. Sie werden zusammen mit Agent Barton auf eine Mission gehen. Sie werden den schwarzhaarigen verfolgen und etwas über ihn herausfinden." Ich blickte zu Clint, der mich zufrieden anlächelt. Ich lächelte zurück. Ich konnte es nicht fassen, dass ich doch gehen durfte. Aber da musste doch irgendwo ein Hacken sein...
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lost (Hawkeye FF.)
FantasiPersephone Jackson(weiblicher Percy) hat alles verloren, was jemals wichtig für sie war. Durch Zufall trifft sie auf die Avengers und freundet sich mit ihnen an. Doch als dann ihre Mutter von Hydra entführt wird und sie einem alten Feind entgegentre...
