Teil 4

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*Rye's Sicht*

Wir sitzen gerade alle zusammen im Wohnzimmer und reden über den bevorstehenden Umzug, unsere nächsten Cover und vieles mehr.

Immerhin ziehen wir in einer Woche in unser neues Haus. Es ist wirklich riesig und das erste Mal hat jeder sein eigenes Zimmer! Besser könnte es für uns momentan echt nicht laufen.

"Will noch jemand einen Tee?", schnieft Jack leicht, da er momentan leider krank ist, und geht rüber zu der Küchenzeile.

"Ich mach das schon! Setz du dich wieder hin!", mischt sich Brook sofort ein und springt von seinem Platz auf. Sanft schiebt er Jack wieder zurück zur Couch und drückt ihn ins Leder.

Seit Jack krank ist kümmert sich vorallem Brook besonders um ihn. Momentan müssen wir unser Küken einfach alle ein bisschen entlasten. Schließlich muss er schnell wieder fit sein. In nächster Zeit steht ja relativ viel an.

"Ich nehme auch einen Tee", beantwortet Mikey, Jacks zuvor gestellte Frage und mit einem Nicken mache auch ich deutlich, dass ich einen nehme. Die anderen lehnen dankend ab.

Also holt Brook drei Tassen aus dem Schrank und hängt die Teebeutel rein, während er den Waaserkocher anmacht.

"Ich habe letztens dieses 'Sweet but Psycho' von Ava Max gehört. Was haltet ihr davon wenn wir das auch mal covern würden?", schlägt Andy neben mir vor, da ich mich mit zu ihm aufs Bett gesetzt hatte.

"Find ich gut. Ich mag das Lied und ich denke den Roadies würde es auch sehr gut gefallen", stimme ich seinem Vorschlag zu und auch die anderen scheinen nicht abgeneigt zu sein.

Gerade als Mikey etwas sagen will wird er von meinem Handy unterbrochen, das plötzlich Lautstark anfängt zu klingeln.

"Sorry", lache ich kurz auf und nehme dann den Anruf meiner Mum entgegen. Lächelnd halte ich mir mein Handy gegen mein Ohr und bevor ich überhaupt Hallo sagen kann, fängt Mum schon aufgeregt an.

"Ryan! Du musst sofort nach Hause kommen!", meint sie ganz aufgeregt und sofort beschleicht mich ein schlechtes Gefühl.

"Wieso? Ist was passiert Mum?", frage ich besorgt und lege meine Stirn in Falten, so wie ich es immer mache.

"Nein, nein. Also doch. Also du und Robbie, ihr müsst ganz dringend nach Hause kommen. Deinen Bruder konnte ich noch nicht erreichen", sagt Mum wieder total aufgeregt und wirkt ziemlich durch den Wind. Langsam mache ich mir ernsthafte Sorgen.

"Mum? Was ist denn? Ist alles ok?", frage ich erneut besorgt und schaue angestrengt auf die Bettdecke.

"Ryan, sie haben Jasmine! Jasmine wurde gefunden!", platzt sie plötzlich heraus und ich höre wie sie anfängt zu weinen.

Hoffnung glimmt in mir auf, jedoch versuche ich mich nicht zu sehr darauf einzustellen. Wir dachten bereits öfter, dass wir meine kleine Schwester gefunden haben. Letztendlich war sie es dann aber doch nicht.

"Mum. Was ist wenn es nicht stimmt? Wie kannst du dir so sicher sein, dass sie es wirklich ist?", frage ich sanft nach um meine Mutter nicht zu verletzten. Ich will nicht, dass sie sich wieder falsche Hoffnungen macht und dann erneut enttäuscht wird.

"Rye, Amanda hat sie gefunden! Ich habe die Aufnahmen gesehen! Sie ist es! Sie ist durch und durch eine Beaumont!", meint Mum immer noch ganz aufgeregt und mit zitternder Stimme.

"Ryan, sie hat die selben Haare wie du. Die selben Auge wie jeder Beaumont. Sie sieht genauso aus wie ihr. Sie ist es, ohne Zweifel! Wir kriegen unsere Jasmine wieder", schluchzt sie auf und nun überflutet auch mich die Welle der Emotionen.

Meine kleine Schwester ist wieder da. Die Gefühle lassen sich nicht beschreiben. Ich bin so glücklich, ich könnte die ganze Welt umarmen. Erleichterung durchschießt meinen Körper. Wir werden sie wieder zurück bekommen und diesesmal lasse ich sie nie wieder gehen.

"Ich komme so schnell es geht", murmel ich noch schnell ins Telefon, bevor ich auflege. Ich will nicht, dass Mum hört wie ich vor lauter Freude anfange zu weinen.

Die Tränen laufen mir leise über die Wangen und sobald mein Handy wieder in meiner Hosentasche ist, falle ich Andy schwungvoll um den Hals.

Überrumpelt legt er seine Arme um mich und ich spüre deutlich die Blicke der anderen auf uns. Nach einem kurzen Augenblick entspannt sich Andy deutlich und drückt mich ein Stück näher an ihn.

"Sie wurde gefunden", flüster ich leise in Andy's Ohr. Er kennt die ganze Geschichte, so gut wie kein anderer in diesem Raum. Und er war immer für mich da, wenn ich vor lauter Schuldgefühlen und Angst sie nie wieder zu finden nicht schlafen konnte.

"Wirklich?", fragt Andy überrascht mit einem riesigen Lächeln auf seinem Gesicht und drückt mich kurz ein Stück von sich weg, sodass er mir in die Augen schauen kann.

Zaghaft nicke ich und sofort zieht Andy mich wieder in eine feste Umarmung.

"Ich freue mich ja so für euch", quietscht er auf und erdrückt mich fast, jedoch ist er genau deswegen mein bester Freund.

"Und jetzt hör auf zu weinen. Schnapp dir Robbie und fahrt nach Hause", lächelt Andy und streicht mir die Tränen weg.

"Nach Hause? Was ist denn passiert? Ich wills auch wissen!", quengelt Brook, wie ein Kleinkind, rum und springt aufgeregt auf und ab.

"Meine Schwester wurde gefunden", lächel ich glücklich in die Runde und sofort stürzen sich alle brüllend auf mich und ziehen mich irgendwie in eine Umarmung.

"Na dann los. Fahr nach Hause. Robbie müsste gleich herkommen", meint Brook begeistert und schaut kurz auf die Uhr.

Und wie es das Schicksal so will, klingelt es genau in dem Moment an der Tür. Sofort springt Brook auf und rennt los. Nur kurze Zeit später kommt er mit Robbie wieder zurück und schiebt meinen Bruder sofort zu mir.

"Brook meinte du musst mir dringend was sagen?", lacht Robbie leicht und schaut mich abwartend an. Brook steht grinsend hinter ihm. Dieser Junge muss doch irgendwann auch mal aufhören zu lächeln. So viel wie der lacht ist doch nicht mehr gesund, aber gut.

"Jasmine wurde gefunden", lächel ich meinen großen Bruder an als ich vor ihm stehe und seine Augen weiten sich immens.

"Bist du dir sicher?", fragt er zaghaft nach. Auch Robbie ist mittlerweile ziemlich vorsichtig geworden, nachdem wir so oft enttäuscht wurden.

"Ja, Robbie. Mum hat mich angerufen. Sie hat die Aufnahmen von Amanda gesehen und sie meint, dass Jasmine genauso aussieht wie wir", lächel ich und sofort zieht mich Robbie in seine Arme.

"Endlich", haucht er erleichtert und ich kann ihn absolut verstehen. Ich bin absolut aufgeregt, mein Herz pocht wie verrückt und ich kann es gar nicht abwarten sie endlich zu sehen.

"Na los ihr zwei, fahrt schon nach Hause", lächelt Andy und schnell packe ich ein paar Sachen in eine kleine Reisetasche. Robbie hat das meiste seiner Klamotten noch zu Hause und so verlassen wir 5 Minuten später, voller Vorfreude die Wohnung und setzen uns in das Auto um zu unserer Familie zu fahren.

Hey ihr Lieben!

Ein neues Kapitel ist da und ich hoffe sehr, dass es euch gefällt.

Wie hättet ihr an Rye's Stelle reagiert?

Und würdte ihr auch sofort nach Hause zu eurer Familie fahren?

Lasst gerne Feedback da!

Changes  (Roadtrip Fanficton) Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt