Teil 6

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*Jasmine's Sicht*

Ziemlich aufgeregt sitze ich gerade im Flieger und bin tatsächlich auf dem Weg nach England. Ja ich fliege zu meiner Familie!

Da ich ab heute Osterferien habe und wir uns sowieso unbedingt sehen wollten hat Mum mich für die zwei Wochen zu sich eingeladen. Ich bin schon total aufgeregt und kann es noch gar nicht richtig glauben. Vor 2 Wochen haben wir das erste mal miteinander gefacetimt und jetzt fliege ich einfach schon zu ihnen. Irgendwie kann ich das alles immer noch nicht so richtig begreifen.

Als wir zum Landeflug ansetzen schlägt mein Herz doppelt so schnell und nervös knete ich meine Hände. Gleich ist es soweit. Sobald wir stehen und das Flugzeug verlassen können springe ich von meinem Sitz auf, greife nach meiner Handtasche und verlasse fast fluchtartig das Flugzeug.

Aber natürlich werde ich an dem Gepäckband aufgehalten und muss eine gefühlte Ewigkeit auf meinen Koffer warten. Die Menschenmasse um mich herum wird immer kleiner und enttäuscht lasse ich mich irgendwann einfach auf die Erde sinken. Warum dauert es so lange bis mein Koffer kommt? Ich verstehe es nicht. Wahrscheinlich weiß das Universum ganz genau, dass ich es eilig habe und lässt mich deswegen extra lange warten.

"Miss, alles in Ordnung? Vielleicht sollten sie schauen ob ihr Koffer schon da ist", spricht mich plötzlich ein anderer Passagier an und erschrocken hebe ich meinen Blick vom Boden. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass ich auf den Boden gestarrt habe.

"Ja mir geht's gut. Danke", lächel ich ihn dankend an und stehe schnell vom Boden auf. Kurz klopfe ich mir die Hose ab, man weiß ja nie was hier rumliegt.

"Oh da ist ja mein Koffer", lächel ich begeistert als er gerade hinten auf das Band fällt.

"Sehen sie. Darf ich fragen wieso sie in England sind?", fragt der Mann höflich und bei genauerem hinsehen fällt mir auf, dass er noch gar nicht so alt ist. Vielleicht um die 24, auf keinen Fall älter.

"Aber natürlich und nennen sie mich bitte Jasmine. Ich bin hier um meine Familie zu besuchen", beantworte ich seine Frage und lächel ihn höflich an.

"Ich bin Richard. Freut mich dich kennenzulernen, Jasmine. Deine Familie? Lebt ihr nicht zusammen?", fragt er weiter und ehe ich es richtig realisieren kann hebt er meinen Koffer einfach vom Band und stellt ihn neben mich ab.

"Oh wie freundlich, Dankeschön. Und nein, wir leben nicht zusammen das ist eine lange Geschichte. Was machen sie in England Richard?", stelle ich eine Frage und schaue ihn abwartend an, während ich ihn etwas mustere. Er hat dunkle, fast schwarze Haare und Knopfaugen. Seine Zähne strahlen fast so sehr wie die von Jason, aber eben nur fast.

"Ich arbeite hier. Ich war für einige Wochen in Deutschland um dort etwas mit ein paar Kunden zu klären aber nun bin ich wieder zurück", beantwortet er mir meine Frage und hebt diesesmal seinen Koffer vom Band.

"Na komm, Jasmine. Deine Familie wartet sicherlich schon auf dich", lächelt Richard mich an und geht los. Sofort schnappe auch ich mir meinen Koffer und gemeinsam gehen wir auf die Tür zu die mich von meiner Familie trennt.

"Wenn du irgendwann hier angekommen bist und Lust hast, kannst du dich gerne bei mir melden. Ich kenne einige sehr schöne Orte hier in der Umgebung, die sonst eher unbekannt sind", lächelt Richard mich kurz vor der Tür an und hält mir eine Visitenkarte entgegen.

"Danke, ich komme bestimmt gerne auf das Angebot zurück. War schön dich kennengelernt zu haben", lächel ich als wir zusammen durch die Tür gehen und stecke seine Karte in meine Hosentasche.

"Bis bald Jasmine und viel Spaß", verabschiedet er sich noch bevor er schon verschwunden ist. Netter Kerl eigentlich. Lächelnd drehe ich mich um und fange an nach Mum und den Jungs zu suchen. Sie meinte, dass unbedingt alle mitkommen wollten.

Allerdings brauch ich gar nicht lange suchen, denn plötzlich rennen zwei kleine Jungs auf mich zu und schlingen ihre dünnen Ärmchen um mich. Grinsend schmiegen sich die Zwillinge an mich und kurz lockere ich ihren Griff, bevor ich mich hinhocke und sie mich besser umarmen können.

"Hey, ihr zwei", lächel ich und schließe ebenfalls meine Arme fest um sie und drücke sie an mich. Die zwei sind einfach zu süß. Kurz drücken mir beide einen Kuss auf die Wange, bevor sie mich wieder fest umarmen und ihre Köpfe auf meinen Schultern ablegen. Wie gesagt, zu süß die beiden.

"Jungs, ich muss euch jetzt leider loslassen. Da sind ja auch noch andere denen ich Hallo sagen möchte", lächel ich die zwei entschuldigend an und versuche mich zu lösen, was jedoch schwieriger als erwartet ist.

"Wir kuscheln nachher wenn wir zuhause sind ok? Ist doch viel bequemer als hier auf dem Boden", versuche ich sie zu überzeugen und tatsächlich sind sie mit dem Vorschlag einverstanden und lassen mich los.

Als ich wieder stehe steht Mum schon vor mir und lächelnd lege ich meine Arme um sie. Sofort umhüllt mich eine Wärme die ich nicht kenne und ich fühle mich unfassbar wohl.

"Es ist so schön, dass du hier bist", lächelt Mum mich an nachdem wir uns wieder voneinander gelöst haben und wischt sich schnell eine kleine Träne weg.

"Ich freue mich auch, Mum", lächel ich sie an und kurz ziehen wir uns gegenseitig in eine weitere Umarmung.

"So geh mal die anderen zwei begrüßen, sonst werden sie noch sauer, dass du sie so lange warten lässt", lacht sie leicht und nickend drehe ich mich zu den Jungs um. Rye ist der erste, der auf mich zukommt.

"Willkommen zu Hause", lächelt er und zieht mich in eine feste Umarmung. Ich muss mich etwas auf die Zehenspitzen stellen bevor ich meinen Kopf auf seiner Schulter ablegen kann und ziehe ihn dann fest an mich.

"Danke, Rye", lächel ich und löse langsam mich wieder von ihm.

"So das beste kommt zum Schluss", lacht Robbie und kommt grinsend auf mich zu. Lächelnd verdrehe ich meine Augen und schon zieht er mich mit einem Arm um meine Hüfte an ihn heran. Sanft drückt er mir einen Kuss auf die Wange und lächelnd lege auch ich meine Arme um ihn.

"Schön, dass du da bist", flüstert er in mein Ohr bevor wir uns wieder voneinander lösen und er mich anstrahlt als hätte er im Lotto gewonnen.

"Auf nach Hause. Ich habe Kuchen gebacken!", verkündet Mum lächelnd und sofort sind die Jungs begeistert. Ich drehe mich um, um meinen Koffer und meine Handtasche zu nehmen doch Rye ist schneller und grinst mich triumphierend an.

"Gib mir wenigstens meine Handtasche", versuche ich ihn zu überzeugen und strecke meine Hand danach aus.

"Nein, ich nehm das. Du bist hier der Gast", grinst er und marschiert einfach los. Ich will schon ansetzen und protestieren als sich Robbies Hand auf meine Schulter legt.

"Lass es einfach. Der gibt nicht nach", grinst er und seufzend befolge ich seinen Ratschlag und belasse es einfach dabei. Die Zwillinge haben jeweils nach einer Hand von mir gegriffen und neben Shaun geht Mum. Hinter uns laufen Rye und Robbie, damit wir nicht den kompletten Weg versperren und ich könnte gerade überhaupt nicht glücklicher sein.

Hallo ihr Lieben!:)

Ein neues Kapitel ist da und ich hoffe sehr, dass es euch gefällt!

Was haltet ihr von Richard?

Und wie findet ihr bisher die Situation mit Jasmine und ihrer Familie?

Lasst gerne Feedback da!

Changes  (Roadtrip Fanficton) Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt