Teil 41

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"Robbie, kommst du mal kurz mit?", frage ich meinen ältesten Bruder lächelnd und stehe vom Sofa auf.

"Ja klar", meint er und steht ebenfalls auf. Gemeinsam gehen wir nach oben in sein Zimmer und setzen uns dort auf das Bett.

Kurze Zeit herrscht Schweigen zwischen uns und ich versuche meine Gedanken etwas zu ordnen und mir Worte zu recht zu legen.

"Robbie, das ist alles ziemlich blöd gelaufen. Es tut mir leid, dass ich einfach gegangen bin und mich nicht mehr gemeldet habe. Ich will keinen Streit mit dir und ich will auch nicht, dass du Streit mit Rye hast. Ihr seid Brüder und wart immer unzertrennlich. Seit ich hier bin wirkt ihr total distanziert und das bricht mir das Herz. Ich kann euch so einfach nicht sehen", meine ich und schaue ihn schuld bewusst an.

"Jasmine, hör auf dich zu entschuldigen, es ist wirklich nicht deine Schuld. Rye hat es verkackt und du musst nicht seine Fehler auf dich nehmen", meint Robbie und lächelt mich leicht an.

Aber er scheint immer noch ziemlich enttäuscht von Rye, was mir im Herzen wehtut.

"Rob, red nicht so über Rye. Er ist dein Bruder und du liebst ihn doch", versuche ich ihn umzustimmen und lege meine Hand sanft auf seinen Unterarm.

"Er hat meine kleine Schwester vergrault, die mein ganzes Leben lang  schon nicht bei uns war. Ich hatte dich für drei verdammte Wochen in meinem Leben und dann warst du wieder weg, weil Rye so ne scheiße gebaut hat", meint er trotzig und schaut mich emotionslos an.

"Rob, sag sowas nicht. Natürlich war das alles nicht richtig. Aber ich bin doch da, Robbie ich bin jetzt hier und ich werde euch nicht mehr verlassen!", rede ich auf ihn ein und ziehe ihn einfach in eine feste Umarmung.

"Wer weiß, vielleicht baut Rye ja wieder scheiße und du bist weg", meint er, schließt aber trotzdem seine Arme um mich und drückt mich an sich.

"Robbie, ich verlasse euch nicht mehr. Ich werde nie wieder den Kontakt zu euch abbrechen, das verspreche ich dir. Du musst Rye verzeihen, bitte. Er ist dein kleiner Bruder und auch wenn er es sich vielleicht nicht anmerken lässt, Rye ist ziemlich verletzt und traurig, dass du dich so von ihm entfernt hast. Ihr wart immer ein Dreamteam. Schon früher als ich die Vlogs gesehen habe, ihr habt euch immer so gut verstanden und jetzt, wo ich da bin, ist euer Verhältnis total blöd", murmel ich und fange einfach an zu weinen.

Ich will, dass er Rye verzeiht und vielleicht wird er so ja weich und geht auf seinen kleinen Bruder zu.

"Oh nein, Jasmine. Nicht weinen", meint er sofort und nimmt mich sanft wieder in den Arm.

"Ich hab eure Brüderschaft zerstört. Das werde ich mir nie verzeihen können", schluchze ich und lasse noch ein paar mehr Tränen über meine Wangen laufen.

Fake weinen konnte ich schon immer gut. Und für solche Sachen ist das echt vom Vorteil.

"Jasmine, du hast gar nichts zerstört. Ich werde mit Rye reden, in Ordnung? Mach dir keine Sorgen, wir regeln das", knickt Robbie endlich ein und innerlich jubel ich auf.

"Wirklich?", schniefe ich, löse mich von ihm und schaue ihn mit meinen roten, verweinten Augen an.

"Ja, ich werde das mit ihm klären. Es wird alles gut Jasmine", lächelt er mich schwach an und streicht mir sanft meine Tränen weg.

Erleichtert schaue ich ihn an und ein kleines Lächeln legt sich auf meine Lippen.

"Und jetzt hör auf zu weinen", lächelt er mich an und nickend wische ich mir über meine Augen, um auch die letzten Tränen weg zu wischen.

"Könnt ihr das gleich klären? Sonst werde ich noch ganz verrückt", meine ich verzweifelt und schaue ihn bittend an.

"Ja, ich werde ihn mir gleich schnappen. Komm", lächelt er mich sanft an und zieht mich von seinem Bett hoch.

Changes  (Roadtrip Fanficton) Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt