"Was ist passiert?", frage ich zaghaft, nachdem immer noch niemand etwas gesagt hat und ich mich langsam echt unwohl fühle, wenn hier alle schweigen
"Naja du weißt ja, dass wir ihre Freunde spielen mussten", meint Rye zaghaft neben mir und deutet auf Jack, Andy und sich selbst.
Langsam nicke ich und schaue ihn abwartend an.
"Ich hab meine nicht mehr los bekommen und es tut mir so leid, aber ich musste sie küssen. Ansonsten hätte sie dir noch schlimmere Sachen angetan", meint Andy und hört sich schon wieder ganz traurig an.
"Alles gut. Ich kann das verstehen. Es war ja schließlich nur ein Kuss, ohne Gefühle. Was hättest du auch sonst tun sollen?", lächel ich ihn sofort beruhigend an und verschränke unsere Finger miteinander.
"Warte mal! Aber geschlafen hat hier niemand mit einer der Verrückten oder?", frage ich plötzlich etwas panisch und schaue die drei Jungs an. Andy und Jack schütteln sofort hastig ihren Kopf, während Rye einfach schweigt.
"Rye?", hauche ich. Die Antwort ist schon längst in meinem Kopf und der Gedanke, dass mein Bruder das wirklich tun musste treiben mir die Tränen in die Augen.
"Ich hab ihr versprochen alles zu machen wenn sie aufhört dich zu verletzen", murmelt er und schaut mich traurig an.
Wenn ich mir nur vorstelle, dass er mit so einer Irren im Bett war kommt mir doch glatt das Essen hoch.
"Rye, es tut mir so leid. Das hättest du nicht tun brauchen. Ich hätte das alles schon ausgehalten", stammel ich unter Tränen und langsam lösen sie sich aus meinem Augenwinkel.
"Jas, denk gar nicht weiter darüber nach. Für dich würde ich alles tun, ok? Und ich habe es schließlich überlebt", lächelt er mich aufmunternd an und streicht meine Tränen zaghaft weg.
Kurz nicke ich schwach und drehe mich dann zu Jack und Brook.
"Und bei euch zwei?", frage ich zaghaft und schaue sie unsicher an.
"Sie hat mich geküsst und danach Brook, direkt vor meinem Gesicht. Sie hat uns die ganze Zeit in der Nähe gehalten und doch voneinander getrennt. Sie hat uns geküsst vor den Augen des anderen und das war alles andere als einfach. Besonders als sie Brook eine geknallt hat. Da hab ich es auch nicht mehr ausgehalten aber sie haben sofort wieder angefangen dich zu verletzten, weshalb wir sofort aufgehört haben uns zu wehren", erzählt mir Jack und fährt sanft immer wieder durch die Haare von seinem Freund, der sich an ihn gekuschelt hat.
Die Mädels hätten fast Jacklyn zerstört! Wie kann man nur so grausam sein?
"Es tut mir so leid Jungs. So viel Drama und das Alles nur wegen mir. Ich hätte einfach zuhause bleiben sollen", murmel ich und schaue die Anwesenden entschuldigend an.
"Auf keinen Fall. Es ist schon gut so wie es ist. Das Schicksal wird sich was dabei gedacht haben. Und jetzt vergessen wir die ganze Sache einfach", lächelt Alex und wir anderen nicken ihm zustimmend zu.
Das wird das beste sein. Einfach alles vergessen. Ich wäre froh wenn ich diese Erinnerungen komplett vergessen könnte.
"Babe, was hältst du davon wenn wir einen kleinen Ausflug machen?", fragt mich Andy sanft und greift nach meiner Hand.
"Andy, Jas sollte sich wirklich ausruhen", mischt sich Rye sofort ein und schaut seinen Kumpel warnend an.
"Ich weiß und ich weiß was ich tue. Es wird ja auch kein großer Ausflug", meint Andy und lächelt meinen Bruder schief an.
"Gerne Andy", lächel ich meinen Freund an, um die zwei zu unterbrechen. Seufzend gibt Rye auf und auf Andys Gesicht breitet sich ein Strahlen aus.
"In Ordnung, dann iss in ruhe auf und dann fahren wir los", grinst er, drückt mir einen Kuss auf meine Wange und verschwindet plötzlich einfach aus der Küche.
"Mach dich auf was gefasst", lacht Robbie und schaut Andy kurz hinterher, bevor er mich anschaut. Was er bloß vorhat?
"Danke, dass du vorbei geschaut hast, Rich. Viel Spaß mit Jack und den andere. Vielleicht sehen wir uns ja nachher noch", lächel ich ihn an und nehme ihn kurz in den Arm als ich aufgegessen habe und Andy schon wartend im Türrahmen steht.
"Natürlich Süße, euch zwei viel Spaß", lächelt er zurück, gibt mir einen Kuss auf meine Wange und lächelnd verlasse ich die Küche.
"Zieh die an", lächelt Andy und hält mir seine Jeansjacke hin, die er sich ab und an mal mit Rye teilt. Ich liebe diese Jacke, dass weiß er ganz genau und deswegen schlüpfe ich auch schnell hinein. Dann ziehe ich mir noch schnell Schuhe an und folge Andy nach draußen.
"Wo fahren wir denn hin?", frage ich meinen Freund und schaue ihn neugierig an, als er den Motor des Wagens startet.
"Das ist eine Überraschung. Deswegen wirst du jetzt auch die hier aufsetzen", lächelt er zuckersüß und hält mir seine Schlafmaske entgegen.
"Dein Ernst?", jammer ich und schaue ihn flehend an. Ich will unbedingt wissen wohin es geht und damit spannt er mich so unfassbar auf die Folter, das ist nicht fair.
"Komm schon, Babe", fleht er mich an und macht große Kulleraugen, denen ich einfach nicht widerstehen kann. Seufzend reiße ich ihm die Maske aus der Hand und ziehe sie mir über den Kopf, sodass ich nichts mehr sehen kann.
Irgendwie erinnert es mich ziemlich an die Lagerhalle. Ich fühle mich hilflos. Aber es ist nicht kalt, ich werde nicht geschlagen und neben mir sitzt Andy. Ich versuche einfach ruhig zu bleiben. Außerdem will ich auch Andy nicht enttäuschen wenn ich ihm sagen würde wie ich mich fühle. Er scheint sich ziemlich zu freuen, das will ich nicht trüben.
"Babe, ich bin hier. Dir passiert nichts", murmelt mein Freund plötzlich sanft und legt seine Hand auf mein Bein, wodurch ich zusammen zucke. Andy kennt mich einfach zu gut. Er weiß gefühlt genau was ich denke und wie ich mich fühle.
Langsam lege ich meine Hand auf seine und er verschränkt seine Finger mit meinen. Ich atme etwas durch und als Andy anfängt zu singen entspanne ich mich sofort. Seine Stimme ist so wunderschön und ich liebe es einfach ihn singen zu hören. Er ist so ein talentierter Mensch. Ich bin froh, ihn an meiner Seite zu haben.
"Wir sind da. Lass die Maske noch auf. Ich helfe dir aus dem Auto", meint er plötzlich und stellt den Motor ab. Als nächstes höre ich wie er sich abschnallt und dann aussteigt. Nur kurz darauf wird meine Tür geöffnet und ich spüre Andys Hände an meiner Hüfte. Sanft hebt er mich aus dem Auto und setzt mich auf dem Boden ab.
"Und jetzt?", frage ich neugierig und will mir schon die Maske abnehmen, doch er greift sanft nach meinen Händen und hält sie fest.
"Auflassen, ich bring dich wo hin", höre ich ihn lächeln und kurz darauf gibt er mir einen zarten Kuss auf meine Nasenspitze. Sein Arm schlingt sich um meine Hüfte und sanft fängt er an mich in eine Richtung zu drücken. Vorsichtig setze ich einen Schritt vor den anderen und irgendwann habe ich das Gefühl, dass es Steigung gibt. Doch ich folge einfach weiter Andys Berührungen und lasse mich in die Richtung lenken.
Als wir stehen bleiben fange ich automatisch sofort an zu strahlen und meine Vorfreude steigt.
Ich spüre Andy's Hände an der Maske und langsam löst er sie. Als er sie mir von den Augen zieht muss ich mich kurz an das Licht gewöhnen, doch als ich meine Umgebung wahrnehmen kann fange ich an zu staunen.
Wir stehen auf einem Berg, vor uns erstrecken sich Felder. In der Entfernung sieht man die Lichter einer Stadt. Die untergehende Sonne taucht den Himmel in ein atemberaubendes rosa.
"Es ist wunderschön", hauche ich immer noch ganz beeindruckt und drehe mich langsam zu Andy um. Glücklich lächelt er mich an und legt seine Hände auf meine Hüfte, mit denen er mich näher an sich heran zieht.
"Hier werden wir den Abend verbringen. Ich hab einen Picknick Korb dabei", lächelt er mich an, bevor er seine Lippen auf meine legt und ich glücklich in den Kuss hin schmelze.
Was haltet ihr von deren Ausflug?
Und war es richtig, dass die Jungs ihr alles erzählt haben? Oder hätten sie das lieber lassen sollen und sie somit schützen?
Lasst gerne Feedback da! <3
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Changes (Roadtrip Fanficton)
FanficWas ist wenn plötzlich dein komplettes Leben auf dem Kopf steht? Wenn alles anders kommt wie du es dir jemals vorgestellt hast? Wenn du plötzlich die kleine Schwester deines Idols bist. Genau das passiert Jasmine. Ihr Leben ist eigentlich total lang...
