"Leute, ich kann nicht mehr", murmelt Jack von der Rückbank und hört sich total fertig an.
"Schlaf ruhig, Jacky. Wir halten nach ihr Ausschau", meine ich zu meinem Freund und starre weiter angestrengt nach draußen.
Mittlerweile wird es schon langsam wieder hell und wir haben Jasmine immer noch nicht gefunden. Der Regen hatte erst vor ein paar Minuten aufgehört, aber meine Augen brennen schrecklich und es fällt mir immer schwerer sie auf zu halten. Wir mussten zwischenzeitlich die Plätze tauschen, damit sich Alex ein bisschen ausruhen kann.
Einmal in der Stunde nimmt Rye zu allen Kontakt auf und fragt nach dem neusten Stand. Aber jedes mal müssen wir ihn alle enttäuschen und zugeben, dass wir Jasmine nirgendwo finden konnten.
"Alex, waren wir hier nicht schon?", frage ich den Fahrer, weil mir die Straße ziemlich bekannt vorkommt.
"Brook, wir fahren die ganze Zeit die selben Straßen ab. Vielleicht kommt sie uns ja doch nochmal entgegen. Die anderen machen genau das gleiche", meint Alex und fährt langsam über die verlassene Straße. Bisher sind wir keinem einzigen Auto begegnet, nicht einmal den anderen Jungs. Diese Gegend ist so unfassbar ausgestorben. Ich hoffe so sehr, dass es ihr gut geht!
Jasmine ist doch immer noch ziemlich mitgenommen, durch die Entführung und jetzt hat sie eine ganze Nacht hier draußen verbracht. Die Arme tut mir so schrecklich leid.
Angestrengt starre ich in den Wald, der sich an meiner Autoseite erstreckt und versuche nach allem Ausschaue zu halten, was Jasmine irgendwie ähnlich sieht. Grün, grün und noch mehr grün. Moment mal, war da gerade nicht noch was anderes?
"Alex, setz zurück! Ich glaub ich hab da was gesehen!", meine ich hektisch und löse schon meinen Anschnallgurt, bevor Alex überhaupt rückwärts fährt. Alex schaltet schnell und fährt zurück. Bevor der Wagen überhaupt steht reiße ich schon die Tür auf und springe auf die Straße. Stolpernd laufe ich ein Stück in den Wald hinein, wo ich vermute etwas gesehen zu haben.
Und tatsächlich finde ich plötzlich Jasmine, die zusammen gekauert auf dem Boden des Waldes hockt.
"Jasmine!", meine ich besorgt und lasse mich zu ihr auf die Erde fallen. Ihr Klamotten sind komplett durchnässt, sie trägt Andys Jacke, die sie fest um ihren Körper geschlungen hat.
Ihre Zähne klappern, ihr ganzer Körper zittert und ihre Lippen sind leicht blau. Im Gesicht sieht sie blass aus, tiefe Augenringe sind zu sehen und ihre Haare hängen ihr in nassen Strähnen ins Gesicht.
"Brook", haucht sie schwach und sieht mich erleichtert an. Hektisch ziehe ich meine Jacke aus, die glücklicherweise noch trocken ist. Andys Jacke reiße ich ihr praktisch von den Schultern und lege meine Jacke um sie. Fest schließe ich sie um ihren Körper und hebe Jasmine dann hoch.
"Oh Gott sei Dank! Jasmine, geht es dir gut?", kommt Alex uns besorgt entgegen als ich mich umdrehe und er das Mädchen auf meinen Armen erblickt.
"Alex sie ist schrecklich unterkühlt. Wir müssen sie sofort nach Hause bringen!", ordne ich einfach an und trage Jasmine schnell zu dem Auto. Nickend rennt Alex los und springt wieder in den Wagen. Anscheinend hat er Jack geweckt, der gerade am telefonieren ist und wahrscheinlich Rye informiert, dass wir seine kleine Schwester gefunden haben.
Ich setze Jasmine nach hinten zu Jack und bleibe auch einfach dort sitzen, damit wir schneller los fahren können. Alex drückt sofort auf das Gas, als alle Türen zu sind und wir rasen die verlassenen Straßen entlang. Jasmine kuschelt sich zitternd an meinen Körper und sofort schließe ich fest meine Arme um sie. Ihr Körper ist eiskalt und schon wieder ist sie in so einem schlechten Zustand. Hier in England muss sie so viel leiden.
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Changes (Roadtrip Fanficton)
FanfictionWas ist wenn plötzlich dein komplettes Leben auf dem Kopf steht? Wenn alles anders kommt wie du es dir jemals vorgestellt hast? Wenn du plötzlich die kleine Schwester deines Idols bist. Genau das passiert Jasmine. Ihr Leben ist eigentlich total lang...
