"Hey Süße. Wie schön dich wieder zu sehen", lächelt Richard mich breit an und schließt mich in seine Arme.
"Rich, wir haben uns doch erst vor zwei Wochen das letzte Mal gesehen", lache ich und lege meine Arme um seinen Nacken.
"Ich weiß. Aber ich krieg nie genug von dir Süße", lächelt er mich an und beugt sich zu mir herunter, sodass er seine Lippen auf meine legen kann.
Lächelnd erwidere ich den Kuss und fahre ihm sanft durch seine Haare.
Einige Monate sind vergangen und so gut wie alles hat sich verändert. Zu den Jungs habe ich gar keinen Kontakt mehr, genauso wenig wie zu Ryan und Robbie. In den ersten Wochen nach der Katastrophe, wie ich sie so schön nenne, haben sie mich tausende Male angerufen, sodass ich mir ernsthaft eine neue Nummer zulegen musste.
Zu meiner Mutter und den Zwillingen habe ich den Kontakt auch abgebrochen. Zu groß ist die Gefahr, dass ich dadurch die Jungs wieder sehen werde und außerdem habe ich mir fest vorgenommen alles aus England zurück zu lassen.
Außer eben Richard. Wir haben den Kontakt gehalten. Er hat mich ein paar Mal in Deutschland besucht und ziemlich schnell haben wir uns unsere Gefühle eingestanden und er hat mir die entscheidende Frage gestellt. Wir sind jetzt seit fast vier Monaten zusammen und ich könnte nicht glücklicher sein. Auch wenn es sich kitschig anhört, er hat die Sonne zurück in mein Leben gebracht.
Er bringt mich immer zum Lachen und hat mir wahnsinnig geholfen, in der schweren Zeit. Denn es war nicht leicht für mich mit England abzuschließen. Aber ich habe es geschafft und bin momentan wirklich glücklich.
"Ich dachte wir könnten heute auf den Jahrmarkt. Heute ist der letzte Tag und ich würde gerne mit dir dort hin", lächel ich Richard an als wir Händchen haltend den Flughafen verlassen.
"Sicher Babygirl. Hast du schon Pläne für morgen?", lächelt Rich mich an und gibt mir einen sanften Kuss auf mein Haar.
"Noch nicht. Hast du einen Vorschlag?", lächel ich und lege meinen Kopf etwas in den Nacken um ihn direkt anschauen zu können
"Tatsächlich habe ich einen", lächelt er mich an und schaut mich plötzlich etwas unsicher an.
"Und was für einen?", frage ich lächelnd und schaue ihn neugierig an.
"Naja weißt du dein Bruder hat morgen mit seiner Band eine Show hier. Ich dachte...", fängt Rich an und abrupt bleibe ich stehen und unterbreche ihn sofort, nachdem ich meine Hand aus seiner gerissen habe.
"Nein, Rich! Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben, das weißt du! Hast du etwa schon vergessen was er mir angetan hat und wie kaputt ich war?", meine ich entsetzt und schaue ihn fassungslos an.
"Süße, ich weiß. Aber er ist dein Bruder und er hat so oft versucht dich zu erreichen. Mittlerweile liegt es so weit zurück. Meinst du nicht auch du solltest einen Schritt auf ihn zu gehen? Ihr habt euch vor der Katastrophe doch so gut verstanden. Du weißt doch Familie ist für immer und er ist dein Bruder", redet Rich sanft auf mich ein und greift wieder nach meinen Händen, die er sanft umschließt.
"Rich, er hat meine Eltern beleidigt und meine Wunden aufgerissen", betone ich und schaue meinen Freund etwas entgeistert an.
"Aber Jasi, wer weiß ob wir überhaupt zusammen wären wenn er das nicht getan hätte. Dir geht es mittlerweile doch wieder gut und ich glaube es tut Rye wirklich schrecklich leid. Du solltest ihm noch eine Chance geben. Wenn du es nicht von dir aus machst, dann mach es wenigstens für mich. Ich will nicht später mit dir vor dem Altar stehen und wissen, dass die Hälfte deiner Familie nicht da ist, weil du dich nicht dazu überwinden konntest. Jasmine, er ist dein Bruder", redet er sanft auf mich ein und schaut mich mit flehenden Augen an, die mein Herz zum schmelzen bringen.
Einen Moment lang schauen wir uns einfach nur in die Augen und seufzend Knicke ich ein.
"Wir gehen nur da hin, schauen uns die Show an und gehen dann wieder", fasse ich kurz zusammen und langsam nickt Rich.
"In Ordnung", seufze ich und ein Lächeln schleicht sich auf die Lippen von meinem Freund.
"Ich liebe dich", lächelt er und zieht mich näher zu sich heran.
"Ich dich auch", murmel ich, da ich immer noch nicht wirklich begeistert von seiner Idee bin.
Lächelnd legt er seine Lippen auf meine und auch ich erwidere den Kuss. Manchmal hat er echt bekloppte Ideen, aber deswegen liebe ich ihn so sehr.
Vielleicht hat er ja sogar Recht und ich sollte wirklich einen Schritt auf Ryan zu gehen. Es ist ziemlich viel Zeit vergangen und ich sollte lernen zu verzeihen. Außerdem muss ich zugeben vermisse ich die Chaoten schon ziemlich und auch die Zwillinge fehlen mir unfassbar. Und es tut mir leid für sie und Mum, die drei konnten nichts dafür aber auch zu ihnen habe ich den Kontakt abgebrochen. Und so hat Mum ihre Tochter ein weiteres Mal verloren.
"Dann lass uns mal zu dir nach Hause fahren Süße. Deine Eltern habe ich auch vermisst", lächelt Rich mich an und lacht kurz auf, bevor wir weiter gehen zum Auto.
Lächelnd lasse ich mich hinters Steuer fallen und lasse den Wagen an. Seit ich endlich volljährig bin könnte ich den ganzen Tag nur Auto fahren. Es ist so schön und ich genieße jede Sekunde mit meinem Baby, das mir meine Eltern zum 18 geschenkt haben.
Mein 18. war ein voller Erfolg. Ich habe eine super geile Party geschmissen, die besser nicht hätte sein können. Und Rich hat sich extra unter der Woche frei genommen, damit er her fliegen kann und wir gemeinsam meinen Geburtstag feiern können. Das war definitiv die beste Überraschung und meine Freunde fanden es auch schön ihn dann auf meiner Party kennenzulernen.
"Du fährst ja schon ganz gut", lacht Rich amüsiert als wir auf unserer Einfahrt halten und zwinkert mir zu.
"Du bist doch blöd", lache ich, boxe ihm spielerisch gegen die Schulter und steige aus meinem Wagen aus.
"Ich liebe dich auch Süße", grinst mich mein Freund an als auch er ausgestiegen ist und nimmt sich seinen kleinen Koffer aus dem Kofferraum. Mittlerweile braucht er tatsächlich auch gar nicht mehr so viel mitbringen, weil er bereits eine eigene Schublade in meinem Kleiderschrank hat und auch sonst relativ viel Zeug von ihm bei mir ist.
"Richard, wie schön dich zu sehen", lächelt meine Mum und zieht meinen Freund sofort herzlich in eine Umarmung als wir zur Tür herein kommen.
Meine Eltern und Rich verstehen sich blendend, was mich echt total erleichtert hat. Nach der ganzen Sache und der Katastrophe war ich sowieso genug verwirrt und verunsichert, sodass mir das eine riesige Last abgenommen hat.
"Richard", lächelt auch mein Dad und zieht ihn in eine kurze Umarmung. Bei Jason war das Verhältnis nie so.
Ich bin so froh Richard zu haben, er ist perfekt. Vielleicht nicht für jeden, aber definitiv für mich und das ist mehr als genug.
Hättet ihr das gedacht?
Das ich tatsächlich ein paar Monate vergehen lasse?
Und hättet ihr an Jasmines Stelle zugestimmt zum Konzert zu gehen oder eher nicht?
Und was haltet ihr von Jasmine und Richard?
Lasst gerne Feedback da! <3
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Changes (Roadtrip Fanficton)
FanficWas ist wenn plötzlich dein komplettes Leben auf dem Kopf steht? Wenn alles anders kommt wie du es dir jemals vorgestellt hast? Wenn du plötzlich die kleine Schwester deines Idols bist. Genau das passiert Jasmine. Ihr Leben ist eigentlich total lang...
