Teil 28

659 27 55
                                        

Als ich meine Augen aufschlage fühle ich mich viel viel besser und fast schon gesund. Gestern hatte ich mich nicht mehr übergeben müssen und auch mein Fieber ist seit dem Arztbesuch gesunken und gestern Abend hatte ich nur noch erhöhte Temperatur. Gestern saß ich fast den ganzen Tag unten in der Küche aber ich war zwischendurch auch schon draußen und das hat wirklich gut getan. Ich glaube ich bin so gut wie gesund.

"Morgen, wie geht's dir?", murmelt Andy plötzlich mit seiner rauen Morgenstimme und schaut mir direkt in die Augen.

"Besser. Ich glaube du kannst heute Nacht wieder alleine in deinem Bett schlafen", lache ich und streiche ihm eine Strähne nach hinten, die ihm etwas ins Auge hing.

"Was wenn ich gar nicht alleine schlafen will? Ich habe mich jetzt so daran gewöhnt, dass du in meinem Bett liegst", lächelt er mich an und legt plötzlich seinen Arm um meine Hüfte, mit dem er mich an sich heran zieht. Sein Gesicht vergräbt er in meiner Halsbeuge und atmet laut aus.

"Das wird Rye eher weniger gefallen", lache ich und streiche ihm einfach etwas durch seine Haare, was ihn kurz aufseufzen lässt.

"Gefällt dir das?", lache ich amüsiert und mache weiter. Von Andy kommt nur ein zustimmendes Murmeln und dann wieder ein kleiner Seufzer.

"Ich muss jetzt aber echt hoch. Ich hab die letzten Tage so wenig gegessen, ich hab absolut Hunger", lache ich und versuche mich aus seinem Griff zu lösen, doch Andy zieht mich nur noch fester an sich und hebt seinen Kopf wieder. Schmunzelnd schaut er mich an und zieht mich noch näher an sich heran, sodass ich seinen heißen Atem bereits auf meiner Haut spüren kann.

"Ich will aber lieber noch etwas kuscheln", lacht er leicht und schaut mich dann flehend mit Hundeaugen an.

Seine Augen sind der Wahnsinn. Tiefblau, als würde das Meer direkt in seinen Augen sein und die Sonne darauf scheinen, denn sie funkeln wie Wasser im Licht. Ich verliere mich in seinen Augen und ohne es wirklich zu merken kommen wir zwei uns immer näher.

Langsam schließen wir unsere Augen und als ich seine Lippen auf meinen spüre durchströmt mich das Adrenalin. Meine Hände wandern langsam in seinen Nacken und ziehen ihn noch näher an mich heran. Seine Hände legen sich an meine Hüfte und unsere Lippen bewegen sich synchron zueinander.

Ich lasse mich in diesen Kuss fallen und als seine Zunge zaghaft gegen meine Lippen stößt öffne ich diese und wir fangen an leicht zu kämpfen.

Als mir bewusst wird was ich gerade mache löse ich mich ruckartig von ihm und stoße ihn von mir herunter, da er sich soweit über mich gelehnt hat. Ich mag doch Richard. Ich habe gerade erst eine Trennung hinter mir. Er ist der beste Freund meines Bruders. Schockiert schaue ich ihn an, bevor ich einfach aus dem Bett springe und das Zimmer fluchtartig verlasse.

Orientierungslos schaue ich mich im Flur um. Wo soll ich hin? In die Küche will ich nicht, dort wird Andy mit Sicherheit auch gleich auftauchen. Ohne weiter darüber nachzudenken, öffne ich einfach eine Tür, rette mich in das Zimmer und schließe die Tür wieder.

"Jasmine?", höre ich Brooklyn ganz verschlafen fragen und tatsächlich sind bei ihm auch noch die Gardinen zugezogen. Als ich zu seinem Bett schaue setzt er sich gerade auf, schaut mich verwirrt an und reibt sich verschlafen seine Augen.

"Tut mir leid, ich wollte dich nicht wecken", murmle ich entschuldigend und versuche immer noch meine Gedanken irgendwie zu sortieren.

"Schon gut. Aber was ist denn passiert? Du wirkst ganz durch den Wind", stellt er verwundert fest und klopft neben sich auf sein Bett. Langsam gehe ich zu ihm herüber und lasse mich seufzend dort fallen.

"Andy und ich haben uns geküsst", seufze ich und schaue ihn ziemlich verzweifelt an.

"Warte, was?", meint er schockiert und schaut mich mit großen Augen an. Plötzlich wirkt er hellwach und schaut mich ganz genau an, als würde er auf irgendwas warten. Also nicke ich langsam und ich sehe wie sein Blick fragend wird.

Changes  (Roadtrip Fanficton) Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt