"Jas, alles gut bei dir? Du wirkst so abwesend", stupst Rye mich irgendwann von der Seite an und mustert mich besorgt.
"Ähm ja alles gut", lächel ich ihn an und versuche halbwegs überzeugt zu klingen. Die Sache mit Jason geht mir einfach nicht aus dem Kopf und am liebsten würde ich mich gerade einfach nur mit einem riesigen Eisbecher und in Joggingsachen auf ein Sofa kuscheln und stundenlang heulen, während ich irgendeinen traurigen Liebesfilm schaue.
Aber ich versuche mir nichts anmerken zu lassen. Die anderen sollen sich schließlich keine Sorgen machen.
"Sicher? Du kannst mir ruhig sagen wenn was ist", murmelt er und zieht besorgt seine Augenbrauen zusammen.
"Es ist alles gut Rye, mach dir doch nicht so einen Kopf", lache ich und wuschel meinem großen Bruder durch seine Haare. Empört schaut er mich an und versucht seine Haare wieder zu richten, was ihm eher weniger gut gelingt.
"Jas? Hilfst du mir kurz Tee zu machen?", fragt mich Robbie plötzlich und schaut mich auffordernd an.
"Ja klar", lächel ich und folge ihm in die Küche. Sobald wir sie betreten haben schließt Robbie die Tür hinter uns und schaut mich kurz prüfend an bevor er aufseufzt.
"Was ist?", frage ich zaghaft, kann mir allerdings denken, dass es um die Sache mit Jason geht.
"Rye merkt schnell wenn ihn jemand anlügt. Wieso willst du es ihm nicht sagen? Ich weiß es doch auch", murmelt er mit gesenkter Stimme und schaut mich fragend an.
"Ich pass auf, wirklich! Du hast mich draußen ja auch gesehen, was hätte ich dir bitte erzählen sollen? Ich will einfach nicht, dass es noch mehr Leute wissen und es braucht auch niemanden zu interessieren", murmel ich und setze Wasser auf, während ich schon ein paar Tassen bereit stelle.
"Natürlich interessiert es uns und vor allem Rye und mich. Wir sind deine Brüder und wir wollen alles wissen und glaub mir, die Jungs auch", meint Robbie verständnislos und holt Teebeutel raus.
"Ich weiß es doch aber es ist mir einfach peinlich. Da bin ich mal ein paar Tage nicht da und schon fällt mein Freund einer anderen um den Hals. Ich komm doch rüber wie der Beziehungsunfähigste Mensch überhaupt und das ich meinem Freund nichts bieten kann", gebe ich seufzend zu und lehne mich an die Arbeitsfläche.
"Das stimmt nicht. Dein Freund kommt rüber wie das größte Arschloch. Das muss dir wirklich nicht peinlich sein", lächelt Robbie mich aufmunternd an und zieht mich sanft in eine feste Umarmung.
Ich schlinge meine Arme ebenfalls um ihn und lasse mir seine Worte durch den Kopf gehen. Eigentlich hat er ja Recht. Ich habe schließlich nichts falsch gemacht.
"Robbie, ich brauche einen Rat", murmel ich gegen seine Brust und langsam löst sich mein Bruder wieder von mir. Fragend und besorgt schaut er mich an und streicht mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr.
"Ja klar, was ist los?", fragt er sanft und mustert mich ganz genau. Etwas nervös knete ich meine Hände und schaue unsicher auf meine Füße.
"Naja, ich habe am Flughafen doch diesen Typ getroffen, Richard. Er hat mir seine Nummer gegeben und meinte, dass er sich gerne mal mit mir treffen würde. Ich fand ihn wirklich nett und ich mag es neue Freundschaften zu knüpfen, gerade international. Dürfte ich mich demnächst vielleicht mit ihm treffen? Bisher habe ich ihn noch nicht angeschrieben, aber ich würde ganz gerne", meine ich unsichere und schaue fragend meinen ältesten Bruder an.
"Von mir aus kannst du das machen. Aber ich kenne ihn nicht und fände es ganz gut, wenn einer von uns dann in eurer Nähe bleibt. Vielleicht kann ja Alex mitgehen. Ich bin leider nicht so gut darin unauffällig zu sein", lächelt er mich an und auch auf meinen Lippen breitet sich ein Lächeln aus.
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Changes (Roadtrip Fanficton)
FanfictionWas ist wenn plötzlich dein komplettes Leben auf dem Kopf steht? Wenn alles anders kommt wie du es dir jemals vorgestellt hast? Wenn du plötzlich die kleine Schwester deines Idols bist. Genau das passiert Jasmine. Ihr Leben ist eigentlich total lang...
