Panisch schlage ich meine Augen auf und versuche die Bilder meines Albtraums zu verdrängen. Mein Atem geht schneller aber ich versuche ruhig zu bleiben.
Im Zimmer ist es dunkel und wahrscheinlich ist es gerade mitten in der Nacht. Seufzend drehe ich mich um und versuche wieder einzuschlafen. Der Albtraum wird mit Sicherheit nicht noch einmal kommen. Hoffe ich jedenfalls.
"Jasi, mir geht's nicht gut", ertönt plötzlich leise die Stimme von Sammie. Er hört sich total fertig an und sofort bin ich wieder hellwach.
Wenn es den Kleinen nicht gut geht, gehen bei mir einfach alle Alarmglocken an. Ohne Rücksicht auf Verluste kletter ich über Rye, bei dem ich heute Nacht schlafe, und schalte die Lampe an.
"Was wird denn das?", murmelt Rye leicht genervt und schupst mein Knie von seinem Bauch.
Ich ignoriere ihn jedoch einfach und kletter sein Bett herunter. Sammie steht im Raum, er reibt sich erschöpft seine Augen und sieht alles andere als gut aus.
"Was hast du denn?", frage ich besorgt und lege meine Hand an seine Stirn. Kein Fieber, das ist schonmal gut.
"Mir ist irgendwie schlecht", murmelt er und schaut mich etwas gequält an.
"Ist er krank?", ertönt Rye's Stimme hinter mir und als ich mich umdrehe klettert auch er gerade das Bett herunter und kommt zu uns rüber.
"Weiß nicht. Jedenfalls hat er kein Fieber", meine ich und schaue besorgt zu Rye, während ich Sammie sanft an mich drücke und über sein Haar fahre.
"Legt euch zwei auf die Matratze und versucht weiter zu schlafen. Ich hole einen Eimer falls er sich übergeben sollte", murmelt Rye und deutet auf den Platz unter seinem Bett.
Nickend gehe ich mit Sammie dort hin und Rye verlässt sein Zimmer.
Wir zwei machen es uns auf der Matratze gemütlich und ich schlage die Decke über uns. Sammie kuschelt sich an mich und sanft lege ich meine Arme um ihn.
Als Rye wieder zurück kommt stellt er einen Eimer neben die Matratze und legt sich dann auch zu uns. Sammie liegt ganz vorne, sodass er gleich an den Eimer kommen kann, wenn er ihn braucht.
"Versuch weiter zu schlafen", murmel ich, gebe Sammie einen Kuss auf die Stirn und lasse mich in das Kissen sinken.
Als ich das nächste Mal wach werde macht Sammie gerade Gebrauch von dem Eimer und obwohl ich absolut müde bin und auf der Stelle umfallen könnte, krabbel ich zu Sammie herüber und fahre ihm sanft über den Rücken.
Auch Rye ist schon wieder wach geworden und kommt ebenfalls zu uns.
"Hey, Sammie", murmel ich sanft als er fertig ist. Er sieht ziemlich blass aus und besorgt fahre ich ihm durch sein Haar.
"Komm, wir gehen mal Zähne putzen", lächel ich ihn schwach an und nickend rappelt er sich langsam auf. Zusammen verschwinden wir im Badezimmer. Sammie putzt sich seine Zähne, Rye macht den Eimer sauber und ich bin einfach nur anwesend.
Es ist gerade mal kurz nach sieben aber an Schlaf ist sowieso nicht mehr zu denken. Ich werde auch nicht versuchen noch einmal zu schlafen.
"Sammie, was machst du denn immer für Sachen?", fragt Rye seinen kleinen Bruder besorgt als er fertig ist und drückt ihn an sich. Die zwei sind so süß zusammen.
"Weiß ich doch auch nicht. An unserer Schule sind momentan so viele krank. Wahrscheinlich habe ich mich angesteckt", meint der Kleine und schaut gequält zu seinem großen Bruder auf.
"Na komm, leg dich wieder hin und ruh dich aus", lächel ich ihn schwach an und gemeinsam mit Rye legt er sich wieder hin.
Ich gehe stattdessen nach unten in die Küche, damit ich auch ja niemanden wecke und setze mich dort mit meinem Handy auf die Couch.
Ich hatte gestern ein neues Cover hochgeladen und habe es nicht mehr geschafft auf die Kommentare zu antworten, aber das kann ich ja jetzt machen.
"Guten Morgen Schätzchen. Hast du gut geschlafen?", fragt Mum gute 30 Minuten später und betritt strahlend die Küche.
"Ja habe ich. Aber Sammie ist krank. Er musste sich übergeben", murmel ich und lasse meinen Albtraum einfach mal weg.
"Also hat es ihn doch erwischt. An seiner Schule geht momentan so ein Virus rum. Eigentlich dachten wir, dass wir daran vorbei kommen aber anscheinend nicht", seufzt Mum leicht auf und macht sich einen Kaffee.
"Wo ist er denn?", erkundigt sie sich besorgt.
"Bei Rye. Die zwei schlafen wieder", lächel ich und kurz nickt Mum. Sie kommt zu mir und lässt sich neben mich auf die Couch sinken.
"Weißt du wie lange dieser Virus hält? Und gehört nach was anderes dazu?", frage ich und schaue sie besorgt an. Ich will nur, dass es den Kleinen gut geht.
"Bei den anderen hat es immer nur 2 Tage gedauert, deshalb sollte Sammie auch schnell wieder fit sein. Und soweit ich weiß, war es nur übergeben mit Unwohlsein", meint Mum und nippt an ihrer Tasse.
"Ich geh mal schnell nach Shaun schauen, in Ordnung? Ich will einfach sehen ob es ihn auch erwischt hat", meine ich zu Mum und verständnisvoll nickt sie.
Sofort verlasse ich die Küche und gehe zu Robbie's Zimmer. Shaun hat nämlich bei ihm geschlafen. Als ich die Tür öffne schlagen gerade beide ihre Augen auf.
"Hey Shaun. Wie geht's dir?", frage ich sanft und mustere ihn aufmerksam. Er sieht schon mal nicht wirklich blass aus, ein gutes Zeichen.
"Gut. Aber noch besser wenn es Frühstück gab", lacht er leicht und springt voller Motivation aus dem Bett. Erleichtert atme ich aus. Ihm geht's gut.
"Wieso? Ist was passiert?", fragt Robbie und schaut mich misstrauisch an.
"Sammie ist krank. Er hat sich übergeben", murmel ich und besorgt schauen die zwei Jungs erst sich an und dann mich.
"Wo ist er?", erkundigt sich Robbie sofort besorgt.
"Rye und er haben sich nochmal schlafen gelegt", erkläre ich auch den zwei und verlasse kurz darauf wieder das Zimmer.
In der Küche sind nun auch Alex und Andy anwesend.
"Guten Morgen Babe. Hab schon gehört, dass Sammie krank ist", meint Andy und kommt auf mich zu.
Seine Arme schlingen sich um meine Hüfte und sanft gibt er mir einen Kuss, den ich nur zu gerne erwidere.
"Willst du Pancakes? Ich würde gleich welche für alle mit machen", schlägt Andy vor und schaut mich fragend an.
"Gerne. Aber nur wenn ich dir helfen kann", lächel ich und gemeinsam gehen wir zur Küche herüber. Wir bereiten den Teig zu und als ich den Teig in die Pfanne fülle, schlingt Andy seine Arme von hinten um meine Hüfte.
"Ich hab dich gestern Abend vermisst. Vorgestern, an deinem Geburtstag, war es so schön. Ich lass es nicht zu, dass dein Bruder dich mir nochmal wegnimmt", flüstert er in mein Ohr und sofort legt sich ein Strahlen auf meine Lippen.
"Du bist unmöglich aber ja, ich habe dich auch vermisst", lache ich leicht, sodass nur er es hören kann und widme mich dann voll und ganz den Pancakes.
Habt ihr oft Albträume?
Und wie hättet ihr reagiert wenn Sammie gekommen wäre?
Und wer will mal mit Andy Pancakes machen? *-*
Lasst gerne Feedback da! <3
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Changes (Roadtrip Fanficton)
Fiksi PenggemarWas ist wenn plötzlich dein komplettes Leben auf dem Kopf steht? Wenn alles anders kommt wie du es dir jemals vorgestellt hast? Wenn du plötzlich die kleine Schwester deines Idols bist. Genau das passiert Jasmine. Ihr Leben ist eigentlich total lang...
