Teil 15

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Als wir das große Haus betreten verschwindet Alex sofort in seinem Raum um eine gute Kamera zu holen. Die Jungs wollen jetzt das Musikvideo drehen und das in ihrem Garten.

"Jas? Kommst du gar nicht mit?", fragt Rye verwundert als ich mir meine Schuhe ausziehe und in die Ecke stelle.

"Nee sorry, aber mir ist es draußen echt schon zu kalt", lächel ich ihn entschuldigend an. Es hat sich draußen tatsächlich relativ schnell abgekühlt und ist nicht mehr wirklich angenehm. Aber ich kann auch einfach nicht mehr. Ich brauch jetzt mal einen Moment für mich um den Mist mit Jason halbwegs zu verarbeiten und will einfach nur noch in irgendein Bett.

"Aber du kannst doch nicht alleine hier bleiben. Das ist doch total langweilig und wir sind bestimmt zwei Stunden draußen beschäftigt", meint Rye besorgt und schaut zweifelnd zwischen mir und seinen Bandkollegen hin und her.

"Ich bleibe mit dir hier. Draußen habe ich eh nicht wirklich was zu tun", lächelt Robbie mich aufmunternd an und zieht ebenfalls seine Schuhe aus. Bevor Rye noch irgendwas sagen kann nimmt mich mein ältester Bruder einfach an die Hand und zieht mich in sein Zimmer.

Sobald die Tür hinter uns ins Schloss gefallen ist fühle ich mich sicher und unbeobachtet. Sofort brechen meine Dämme ein und erneut laufen Tränen meine Wangen hinab.

"Ich wusste es. Maus, wenn es dir so schlecht geht kannst du doch nicht alleine bleiben. Komm mal her", murmelt Robbie traurig und zieht mich fest in seine Arme.

Schluchzend lasse ich mich gegen seine Brust fallen und durchnässe sein Oberteil mit meinen Tränen.

"Es tut einfach so verdammt weh", schluchze ich und wische mir mit meinem Handgelenk über die Augen.

"Ich weiß aber du musst doch mit uns reden. Du kannst doch nicht alles in dich hinein fressen. Wir sind alle für dich da, jeder würde dir zuhören. Du brauchst einfach nur zu ihnen gehen und sie wären sofort für dich da", murmelt er leise und gibt mir sanft einen Kuss auf mein Haar.

"Aber das kommt doch total komisch. Ich kenne sie doch nicht mal wirklich und mich kennen sie eigentlich gar nicht", murmel ich, wische mir erneut die Tränen weg und setze mich langsam auf Robbies Bett.

"Kann ich heute bei dir schlafen? Rye schien vorhin schon ziemlich müde, da denke ich ist es besser wenn er alleine schläft und außerdem will ich auch unbedingt mal bei dir schlafen", frage ich und mein Bruder setzt sich neben mich.

"Ja klar kannst du hier schlafen", lächelt er mich an und lehnt sich etwas zurück.

Schweigend sitzen wir neben einander und ich starre einfach die Wand gegenüber an, während meine Gedanken immer wieder zu Jason abweichen, obwohl ich mich krampfhaft dagegen wehre.

"Weißt du was? Ich hab ne super Idee! Ich hole jetzt Eis aus der Küche und dann schauen wir uns irgendwas auf Netflix an!", meint Robbie plötzlich begeistert und springt vom Bett.

Bevor ich überhaupt irgendwas sagen kann hat er schon den Raum verlassen und mich alleine in seinem Zimmer sitzen lassen.

"Ich hoffe du magst das", lächelt Robbie fragend und hält mir einen Becher Ben&Jerry's Cookie Dough entgegen.

"Wie könnte ich zu Ben&Jerry's nein sagen? Danke", lache ich leicht und nehme den Becher entgegen. Sofort schießt mir die Kälte durch die Finger und Schlussendlich auch durch den restlichen Körper.

Robbie setzt sich wieder neben mich und hält mir noch einen Löffel entgegen, den ich ebenfalls annehme.

Seinen Laptop stellt er auf der Matratze ab und öffnet dann Netflix, während er uns noch ein paar Kissen hinter den Rücken stopft, damit wir auch wirklich bequem sitzen.

Changes  (Roadtrip Fanficton) Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt