Mit seiner einst gepflegten Fassade, warf Jimin deine analysierende Ader ziemlich um, als er sich plötzlich zu einem Schatten seines glamourösen Ich's verwandelte. Die Köpfe drehten sich nicht mehr voller Bewunderung um zum Sunnyboy, hingegen verabs...
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40 | SUNNY SMILE
Du hattest keine Ahnung, wie du damit umgehen solltest. Weder wolltest du Jimin verärgern, noch wolltest du bei ihm sein. Aber was hättest du schon für eine andere Wahl? In jeder Sekunde, wo Jimin dich auch nur ein wenig zu lange ansah, überschwamm die Todesangst deinen Kopf und deine Hände würden ganz kalt werden. Dein Körper zitterte, Nase rot und Augen glasig, während Jimin dich mit besorgter Verwunderung betrachtete. Du hattest keine Ahnung, wie lange du schon hier warst, aber dir war bewusst, wo.
Als heute Morgen das Radio von Jimin betätigt wurde, ertönte eine fremde Sprache, die Worte konntest du nicht verstehen, doch erkanntest schnell, dass es japanisch sein musste. Als du aber aus dem Fenster sahst, war dort nur pure Natur. Wald, Fluss, Erdboden voller brauner Blätter und kahle Bäume.
Wohl hast du dich natürlich nicht gefühlt. Weg von Jungkook, deinen Eltern, deinen Freunden... Wie konnte das passieren?
"Du siehst kalt aus." Flüsterte Jimin besorgt und setzte sich neben dich auf dein Bett und legte dir eine grelle, gelbe Decke um die Schultern. Frieden im Krieg. Hatte überhaupt jemand nach dir gesucht? Selbst wenn du aus dem Haus nachts flüchten würdest, hättest du keine Ahnung, wohin mit dir. Es wäre sinnlos.
Abgesehen davon war Jimin bis tief in die Nacht hinein wach, hatte den Schlüssel zu den Fenstern und Türen in seinem Zimmer und kontrollierte beinahe stündlich, ob du dich noch in deinem Zimmer befunden hattest. Jimin wusste nicht, wie lange er mit dir hier bleiben würde, doch den ganzen neuen Klamotten nach zu Urteilen, die Yuta und Haruto gekauft haben, kann das eine ganze Weile werden.
"Jimin, warum?" Hauchst du und umarmst dich selbst, entfernst dich dabei leicht von dem jungen Mann, dessen Blick schwer und fast schon traurig war. "Ich wollte alleine mit dir sein, bei dir sein." Flüsterte er und hielt dich an deinen Schultern fest, Kopf schiefgelegt und Iriden unschuldig glitzernd.
"Jungkook kann dir nicht das geben, was ich kann." Sprach er weiter auf dich ein, deine Lippen bebend. Du wolltest nur zurück, nicht hier sein und diesem Mann mit viel zu vielen Gesichtern Gesellschaft leisten, die er nicht verdient hat. "Du siehst es nicht, oder? Ich will nicht sagen, dass ich von der Person her besser bin. Aber ich kann dir mehr geben, bieten. Ich kann mit dir die Welt erkunden! Jungkook wird früher oder später erwischt werden." Du schüttelst du Kopf ungläubig und sahst den Mann sauer an.
"Wie kannst du dir so sicher sein? Bei all dem?" Jimin's Blick war selbst verzerrt, als du diese Worte aussprachst, seine Nase gerümpft. "Wie kannst du das hinterfragen?" Gut. Dann würdet ihr beide wohl mit leeren Antworten leben müssen. Dennoch störte dich das Mysterium um Jimin's Motiven umso mehr. Du zogst deine Mundwinkel unzufrieden nach unten.