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45 | LAST ESCAPE

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45 | LAST ESCAPE

AUTOR POV

Sechs Uhr Morgens. Zwei Stunden, bevor die Studenten wieder zur Uni mussten und sich mit den Fachgebieten auseinandersetzten, für die sie sich entschieden haben.

Zugegebenermaßen haben die Zwillinge wieder damit angefangen, sich auf ihr Studium zu konzentrieren und dich in ein wenig in den Hintergrund geschoben. Nicht, weil du unwichtig warst, sondern weil sie auch noch ein Leben hatten, dem sie sich widmen mussten.

Aber jetzt saßen Namjoon, Taehyung, Rui als auch Hoseok im Wohnzimmer des trauten Heim der Zwillinge, die sich gegenseitig nur einen einzigen Blick gaben und dennoch verstanden, dass sie absolut keine Kapazität mehr im Hirn hatten. Vor allem nicht um diese Uhrzeit. Ihre beiden Väter schliefen noch, waren sich nicht bewusst darüber, was unten in ihrer Stube abging.

"Auf was warten wir noch?" Brummte Yoonji müde, Arme überkreuzt, während sie ihre Beine an sich zog, um ihre Körperwärme bei sich zu behalten. "Jemanden." Antwortete Jungkook und entschied sich dazu, denen die Lage bereits zu erklären.

"Ich habe vier Standorte, an denen Jimin und YN sich aufhalten könnten. Und ich denke, jeder von uns sollte einen Ort bekommen und nach denen Suchen." Namjoon wurde ganz Ohr. "Ehrlich? Was für Orte?" Taehyung und Rui sahen sich gegenseitig an. Auch sie waren einfach nur noch müde.

"Ich war bereits bei seinem ältesten Bruder, Jihyun. Sonst stehen auf dem Zettel noch Washington, wo Kai sein soll, Busan, Daegu und sogar hier in Seoul irgendwo." Rui kniff ihre Augenbrauen zusammen, bevor sie ihre Lippen aufeinander presste.

"Dort fehlt eine." Meldete Rui sich schlussendlich zu Wort. "Diese Orte sind unwahrscheinlich. Ich weiß gar nicht, was er an diesen Orten wichtig finden sollte. Aber es fehlt Japan. Jimin war oft überm Sommer dort bei unserer Großmutter." Jungkook seufzte auf.

"Ich wusste, ich würde Jihyun nicht trauen können." Rui lachte auf. "Ich hab nicht allzu viele Erinnerungen an meine großen Brüder, aber genug, um sagen zu können, dass Jihyun dich von vorne bis hinten verarschen würde." Jungkook war genervt.

Dem würde er noch eine echte Lektion erteilen.

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YN POV

Schweiß übersäte meinen gesamten Körper, unruhiges Atmen meine Lungen schmerzen lassend. Mir war bewusst, was ich getan habe, als ich seinen Herzschlag durch meine Wange wahrnahm, gepresst an seine warme Brust. Es schien so, als wäre er sofort eingeschlafen. Männer.

Seufzend richtete ich mich vorsichtig auf, testete dabei mit einem behutsamen Kuss auf seine Brust, ob er noch darauf reagierte. Doch es regte sich kein einziger Muskel in seinem Gesicht. Leise streifte ich mir mein T-Shirt wieder über den nackten Körper, suchte dabei die Umgebung nach meinem Höschen ab. Kranke Scheiße. Das war zwar nicht unbedingt eine Glanzleistung, aber zumindest konnte Jimin seine letzten Minuten von Manie noch genießen.

Endlich meine Unterhose findend, zog ich mir diese schnell über und tapste mit leisen Schritten in mein Zimmer. Nicht nur wollte ich das Messer holen, sondern auch Schnürsenkel, zwei Gürtel und ein Paar von Socken. Zwar hatte ich keinen Masterplan, aber sein Bett konnte mir gerade spontan ein paar Ideen geben. Die Metallrahmen versprachen einfach zu viel Halt und baten die perfekte Möglichkeit, Jimin einfach dort anzubinden.

Die Socken waren einfach nur dafür da, um seine Laute zu dämpfen.

Mit meinen Utensilien machte ich mich nun zurück auf den Weg zu Jimin, der noch immer genüsslich in seinem Bett verweilte und tief schlief.

Zuerst nahm ich mir die Schnürsenkel und präparierte diese bereits in meinen Händen, damit ich sie Jimin nur noch anlegen und festziehen musste. Gesagt, getan: Fix zwirbelte ich die Schnürsenkel, um maximale Stabilität zu erreichen. Die Schlaufen und Knoten erledigten sich fast wie von selbst, woraufhin ich ihm die Schnürsenkel um die Gelenke fesselte und anschließend an dem Metallrahmen befestigte.

Bombenfest.

Er konnte daran ziehen und reißen wie er wollte, vom Platz rühren konnte er sich schonmal nicht.

Als nächstes waren seine Füße dran, weshalb ich seine Beine spreizte und im Anschluss die beiden Gürtel mehrmals um seine Knöchel wickelte, um diese dann auch am Bettrahmen zu befestigen.

Er war stark. Aber wahrscheinlich nicht stark genug dafür. Notfalls hatte ich noch mein Messer.

Jimin drehte nun seinen Kopf einige Male hin- und her, bevor er verwirrt aufbrummte und seine Augen öffnete. "Was... Was wird das?" Ich setzte mich zu ihm auf die Bettkante, Socken bereit in meinen Händen. "Meine Erlösung von dir." Antwortete ich knapp. Jimin fing sofort an zu zappeln, seine Gliedmaßen aggressiv an den Bändern ziehend. Stabil. Wie ich es vermutet hatte.

"Was?! Was hab' ich getan?!" Er schien ehrlich und aufrichtig verwirrt. Vielleicht war das der richtige Jimin. Der sonnige Jimin. Aber wer weiß, wie schnell sich das ändern würde. "Jimin..." Murmelte ich und sah ihm in die Augen. Ich wollte wissen, ob er wirklich bei vollem Bewusstsein war.

Vor lauter Angst stiegen ihm sogar Tränen in die Augen, seine Unterlippe nervös zitternd.

"Meinst du das ernst? Du weißt nicht, was abgeht?" Hakte ich nach und legte meinen Kopf gewissenhaft schief. Er nickte zögerlich. Ich konnte aber kein Vertrauen aufbauen in diesem Moment. Ich würde ihn nicht freilassen.

"Du musst mir genau zuhören, okay? Du bist nicht gesund. Was nicht schlimm ist. Es nicht deine Schuld. Aber du musst Kontrolle über deinen Körper gewinnen. Du bist nicht alleine in deinem Kopf, ich weiß das. Und du auch." Jimin verzog seine Miene, als würde er mir widersprechen wollen. Doch seine Augen wanderten schuldig, angesprochen und verzweifelt zur Seite, ein tiefer Atemzug die Stille füllend.

"Ich tue das für meine eigene Sicherheit. Also verzeih' mir." Jimin wirkte enttäuscht von sich selbst. "Ich will gar nicht wissen, was ich alles getan hab. Ich hab mich mit dem Zolpidem so zu gedröhnt. Ich habe nur halbe Erinnerungen." Ich zuckte meine Schultern. Zumindest checkt er eine Sache. "Sag' mir zumindest, wo genau wir uns aufhalten. Ich will zurück nach Hause." Jimin schien plötzlich wieder einen inneren Kampf zu führen. Er wurde wieder nervös.

"Kanazawa, Japan. Das hier ist ein Waldgebiet nah an der Autobahn. Aber willst du mich hier einfach zurücklassen?" Wieder zuckte ich meine Schultern. Ich fragte mich dennoch, wie Jimin es hinbekommen hatte, mich von Seoul bis Kanazawa zu entführen. Ich war so unglaublich weit weg.

"Hör' mal in deinen Kopf. Ich will weg. Ich will weg. Ich will weg." Wiederholte ich mehrere Male, bevor in Jimin ein Schalter umgelegt wurde. "Du bleibst hier." Kam es in einem herrscherischen Ton aus seiner Kehle. Da war die andere Version von Jimin wieder.

Irgendwie wollte ich ihn nicht alleine lassen. Nicht so. Er brauchte Therapie, nicht noch mehr Wunden. Jedenfalls sagte das die Psychologin in mir. Aber ich wollte Heim.

Was ist mit mir los?

Was ein Dilemma.

_______

yupyupyup.

-hummelyn

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⏰ Letzte Aktualisierung: Mar 30, 2022 ⏰

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