Mit seiner einst gepflegten Fassade, warf Jimin deine analysierende Ader ziemlich um, als er sich plötzlich zu einem Schatten seines glamourösen Ich's verwandelte. Die Köpfe drehten sich nicht mehr voller Bewunderung um zum Sunnyboy, hingegen verabs...
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25 | FALLING APART
"Ich verstehe es einfach nicht..." Weinte Taehyung gebrochen, seine puren Laute schmerzhaft in dein Bewusstsein treffend. Kugeln aus Trauer wurden dir bei jedes seiner Schluchzer in dein Herz geschossen, ächzend nach Pause und Frieden. Doch er hörte nicht auf, weinte inzwischen seit knapp einer Stunde durch, während er sich immer wieder die Weinflasche griff und Schlucke daraus nahm.
"Ich bleibe nur hier, weil ich Jimin nicht traurig machen möchte. Aber er scheint sowieso keine Gefühle mehr zu haben." Solche Worte aus Taehyung's Mund zu hören waren herzzerreißend. Nicht nur, weil du pures Leben in seinen Augen gesehen hast, sondern auch, weil Jimin sein Vertrauen missbraucht hat. Nahm seine Unschuld für selbstverständlich und trampelte über Taehyung's Gefühle.
Welcher Mensch gibt auch schon offen zu, vor vertrauten Menschen, dass man Leute ermordet hat?
"Denk' erst mal nicht an ihn, okay? Leb' für dich." Flüstertest du beruhigend und presst seinen Kopf sanft in deinen Schoß, damit du seine Haare streicheln konntest. Wie eine liebende Mutter, die er scheinbar nie gehabt hat. "Ich bleibe so lange bei dir, bis ich mir sicher bin, dass du nichts anstellst. Auch wenn das bedeutet, dass ich dich mit zu meinen...Freunden nehme." Du dachtest kurz an Yoongi und Namjoon. Suchten sie immer noch nach dir?
Du wusstest es nicht. Doch du würdest wieder zu Yoongi zurückkehren, um nach etwas Schutz zu suchen. Wer weiß, vielleicht würde auch Jungkook dort wieder auftauchen.
"Kann ich dir denn Vertrauen?" Schniefte er und klammerte sich in deine Hose hinein, wimmerte wie ein getretenes Hundebaby, während heiße Tränen auf deine Beine tropften. "Ich verspreche dir, ich habe nie jemanden ermordet, noch habe ich jemanden etwas böses angetan. Ganz im Gegenteil. Ich habe das Gefühl, dass die Welt gegen mich ist." Erklärst du, woraufhin Taehyung sich sichtlich in deinem Schoß entspannte.
"Du bist wie die große Schwester, die ich nie hatte." Säuselte er und schloss seine Augen vor Erschöpfung. Er wollte nicht wieder an Jimin's Worte denken. "Hast du keine... Familie?" Fragst du nun vorsichtig. Er schüttelte den Kopf.
"Als ich 15 wurde, schmiss' meine Mutter mich auf die Straße. Sie hat herausgefunden, dass ich regelmäßig Drogen nehme und wollte mich nicht in ihrer Nähe haben. Als ich zwei Monate später wieder zurück wollte... war sie weg." Erzählte er in einem ruhigen Ton, die Tränen kurzzeitig angehalten.
"Ich habe zu ihr seit dem keinen Kontakt mehr gehabt. Und ich denke, dass ich den auch nicht will." Taehyung drehte seinen Körper nun so, dass sein Gesicht direkt zu dir gewendet war, deine Hand noch in seinen Haaren.
"Und du?" Stellte er dir die selbe Frage zurück. Du lächelst ihm sanftmütig zurück. "Ich bin mit meinen Eltern am Stadtrand in einem kleinen Haus aufgewachsen." Antwortest du, Wellen aus Kindheitserinnerungen in deine Gedanken zurückschwappend.