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44 | EVERY MUSCLE

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44 | EVERY MUSCLE

Zurück in Seoul, machte Jungkook sich direkt auf den Weg zu Alanas Haus. Er hatte Hoseok dort im Keller gelassen und hoffte, dass Alana doch noch gestorben war an der Überdosis Heroin. Schnell, dennoch voller Rücksicht, verschaffte er sich eintritt ins Haus. Im ersten Moment war es komplett still, keines ihrer Jungs waren im Haus, noch war irgendein Licht an. Er lauschte nach anderen Geräuschen, doch er hörte weder einen Fernseher, eine Waschmaschine oder sonstige Geräte, die darauf hinwiesen, dass jemand diese noch benutzte.

Genauso standen keine Schuhe oder Stiefel mehr in den Schränken, noch hingen die Mäntel und Jacken an den Kleiderhaken. Jungkook grinste gewisshaft. Alana war fort. Trotzdem verrichtete er noch einen letzten Kontrollgang durch die Zimmer, bevor er in den Keller ging.

Wie erwartet, niemand war im Haus. Es fehlten dennoch nicht alle Klamotten von Alana. Aber genug, um daraus schließen zu können, dass sie geflohen war. Mit ihr war er noch nicht fertig, doch für's erste würde Jungkook sich zufrieden geben.

"Hoya!" Kündigte Jungkook sich nun an, bevor er bemerkte, dass der Schlüssel von Außen im Schloss steckte. Er atmete gestresst aus, bevor er die Tür schnell aufschloss und sich in den Raum begab.

Dort lag Hoya, zusammengekugelt neben seinem eigentlichen Platz auf dem gepolsterten Drehstuhl. "Fuck." Atmete Jungkook ängstlich aus und prüfte zuerst mit einem Atemzug durch die Nase, ob bereits ein Leichenduft in der Luft stand. Glücklicherweise nahm er nichts seltsames wahr. Hektisch beugte er sich also zu Hoya herunter und rollte seinen Körper auf den Rücken, sodass sein Kopf auf Jungkooks Seite fand.

"Hey, wach auf!" Rief Jungkook scharf und prüfte nach seinem Puls. Seine Haut war kalt und feucht, ein Gestank von Schweiß in Jungkooks Nase steigend. Ein schwacher und unregelmäßiger Herzschlag pulsierte nun gegen Jungkooks Fingerkuppen. Er atmete erleichtert auf, bevor er Hoya nun am Gesicht packte und auf seine Wangen sanft schlug, um ihn aufzuwecken.

Nach einigen Sekunden regte sich sogar was in seinem Gesicht, seine dunklen Haarsträhnen ihm aus dem Gesicht fallend. "Scheiße... Was ist denn los hier?" Brummte Hoya mit brüchiger Stimme, bevor er sich zitternd aufrichtete. Der Mann kniff seine Augen angestrengt auf und schmatzte langsam mit seinem trockenen Mund, bevor er voller Realisation aufseufzte.

"Alana ist abgehauen. Vor locker einer Woche. Ich hab mich von Wasser und drei Müsliriegeln ernährt.... und..." Hoya schlug sich die Hände übers Gesicht. Jungkook erkannte, wie seine Lippen begannen, zu Zittern und wie seine Mundwinkel sich beschämt zum Mund neigten. "Ich hab nur gemacht. Nie genommen! Ich war clean! Und vor Angst, ich würde hier drinne verrecken, hab ich mir Heroin gespritzt, um noch ein wenig Auszuhalten..." Gestand er. Weniger an Jungkook, eher an sich selbst.

Dennoch richtete Jungkook sich Ohr auf. "Hoseok." Sprach er seinen richtigen Namen aus, der Hoya dazu brachte, seine Schultern angespannt hoch zu seinen Ohren zu ziehen. "Lüg' mich nicht an. Das hast du gemacht, weil du dachtest, du würdest sterben. Du wolltest es ein letztes Mal genießen." Hoya schniefte wütend auf. "Du weißt nicht, wie es ist." Entgegnete er.

"Komm' wieder klar, ja? Wir müssen ein paar Orte nach Jimin abklappern." Hoseok lachte höhnisch auf. "Ach, dabei soll ich dir noch helfen oder was?" Jungkook schmunzelte, bevor er ihm in die Augen blickte. "Es hätte mich nicht ein bisschen gestört, dich hier liegen zu lassen, Hoya. Komm' mir ein bisschen entgegen, ja? Ich erwarte dich morgen bei den Zwillingen." Damit drehte Jungkook sich um und wühlte in seiner Jackentasche herum. Hoya runzelte genervt seine Stirn. Na dann.

"Zwillinge?" Hakte er dennoch nach. Jungkook drehte sich nochmal um und richtete seine Hand aus, die ein wenig Kleingeld hielt, welches er aus seiner Jackentasche zusammengesammelt hatte. "Du kennst Yoonji doch so gut. Jedenfalls hat sie betrunken ziemlich detailliert ausgepackt über ihren "ach so tollen" One Night Stand mit Hoseok erzählt." Antwortete Jungkook grinsend, woraufhin Hoya ihm nur das Geld aus der Hand riss und genervt dreinblickte.

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YN POV

Mir war es gelungen, ein Küchenmesser in mein Zimmer zu schmuggeln und es in meinen Klamotten zu verstecken. Jimin war noch immer manisch, seine gesamte Aura war positiv gestimmt und auch der Ton in seiner Stimme hatte eine grelle Farbe. Es war faszinierend, diese Schwingungen bei Jimin mitzuerleben.

Heute spielte er laut Musik von seinem Zimmer aus, man hörte sogar sein angestrengtes Atmen durch die Wände, genauso wie das laute Knartschen der Holzdielen. Jimin tanzte. Und seine gute Laune genauso. Es schien so, als hätte er nie etwas von all den negativen Ereignissen mitbekommen. Als wäre er in Urlaub.

Als wäre ich freiwillig hier.

Ich musste sein scheinheiliges Bewusstsein ausnutzen, solange ich konnte. Wenn er morgen früh aufwachte, konnte es sein, dass er wieder ein durchgedrehter, hyperfixierter Psycho war.

Ich wollte heute Nacht bei ihm schlafen. Das Messer mitnehmen. Dem ganzen ein Ende setzen und flüchten.

Mit schnellen Schritten machte ich mich auf in sein Zimmer, bemerkte das fehlende Licht und wie er in der blauen Flut der Dämmerung zu Musik tanzte.

"Du bist so ein wundervoller Tänzer." Schmeichelte ich ihm, brachte ihn sogar dazu, beim Tanzen strahlend zu grinsen. Das Leben triefte ihm wortwörtlich von jedem Muskel seines Körpers, den er mit Grazie und voller Eleganz bewegte. Wie ein einsamer Schwan auf dem See, in der Dämmerung.

Jimin stoppte langsam und blickte glücklich in meine Richtung. Ich konnte nicht anders, als ihm einen zufriedenen Kuss auf die Lippen zu legen. Er hat diese Bestätigung gebraucht. Vielleicht konnte ich seine Laune so noch länger hin halten.

Jimins Hände legten sich behutsam auf meine Hüften, seine Brust meine berührend.

Vielleicht war es das, wonach Jimin sich so dringend sehnte.

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hekekekeke

- L

AUTUMN FREAK | jjk & pjm x readerGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt