Mit seiner einst gepflegten Fassade, warf Jimin deine analysierende Ader ziemlich um, als er sich plötzlich zu einem Schatten seines glamourösen Ich's verwandelte. Die Köpfe drehten sich nicht mehr voller Bewunderung um zum Sunnyboy, hingegen verabs...
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32 | LOST IN HIS HEAD
Rui war genervt von Jimin. Von seinem konstanten Schwärmen über dich, die Erdbeere. Sie wusste nicht, wohin sie sollte mit ihren Aggressionen, die sich über die letzten Jahre angestaut haben, weshalb sie nun mit einer Schere in seinem Badezimmer stand und leise schnaufte.
Es war lächerlich, doch sie war sich sicher, dass sie sich besser fühlen wird, sobald ihre langen Haare den Erdboden gefunden haben. Also fackelte sie nicht lange, griff ihre Haare in einem Bündel und schnitt sie direkt an den Schultern ab.
Die Schnittgeräusche, so wie das Hissen der Heizung, waren die einzige Tonkulisse in diesem Badezimmer. Jimin war totenstill, hatte sich vielleicht ein paar Tabletten des Zolpidem's zu viel reingeschmissen und lag nun todmüde auf der Couch.
Rui war vielleicht erst 16, doch das hat nicht bedeutet, dass sie naiv oder gar blöd war. Vielleicht war sie emotional irgendwie kaputt und ihr Sinn für Moralität war irgendwie weg, dennoch konnte sie rationale Entscheidungen treffen. Anders als Jimin, der irgendwie in seiner... eigenen Welt herumschwob.
Sie wusste selbst nicht, ob es nur seine rosa-rote Brille war, oder ob Jimin ernsthafte Probleme hatte, doch nichts würde sie mehr wundern. Sie beide haben jahrelang unter dem Dach eines Monsters gelebt, waren unüberbietbar traumatisiert und hatten beide wahrscheinlich genau denselben Schaden.
Rui wunderte sich, was mit den beiden Ältesten passiert ist. Kai und Jihyun. Waren sie vielleicht auch so? Haben gemordet, gestalkt oder waren emotional gehemmt? Rui schnitt sich noch einige Centimeter mehr ihres Haares mit einer Küchenschere ab, die schwarzen Strähnen nun nur noch zu ihrem Kinn reichend.
"YN..." Hörte sie ihren großen Bruder durch die Tür dröhnen, woraufhin sie die Schere in das Waschbecken warf, sich nicht darum kümmerte, dass überall Haare auf dem Boden lagen und schloss die Tür auf. "Jimin, leg' dich hin." Knurrte Rui bitter und hielt Jimin an den Schultern fest, der schon gar nicht mehr aufrecht stehen konnte.
"Ich muss irgendwie... Kotzen." Nuschelte er und scherte sich nicht um den dreckigen Fußboden, fiel stattdessen vor die Toilette und lächelte seine Schwester an. "Mach' dir keine Sorgen, Schwesterchen." Säuselte Jimin und griff die Schüssel fest, an seiner Haut lief Schweiß herunter, Tränen kamen aus seinen roten Augen geschossen und die Blässe seines Gesichts war nicht zu übersehen.
"Jimin, wie viel hast du genommen?" Fragte Rui unbeholfen und suchte in den Kabinetten nach einem Tuch, welches sie kalt befeuchten könnte. "Einen ganzen Film vielleicht." Antwortete er übel, bevor er sich in die Toilette übergab, sein Kopf dröhnte und fühlte sich so an, als würde er explodieren, während schwere Müdigkeit über ihn herbrach.
"Ich wollte nur etwas Schlafen, ich konnte nicht schlafen." Weinte er irgendwie gebrochen und erschöpft, Schleim und Speichel in seinem Gesicht hängend. Diese Schlaftabletten machten ihn nur entspannt tagsüber, sein Körper hat sich schon eine Toleranz gegen das Zolpidem aufgebaut, doch ein ganzer Blister war zu viel für ihn.
"Jimin, du musst aufhören, so viel tagsüber zu nehmen. Dann kannst du auch schlafen." Rui spülte für Jimin die Toilette, der sich auf den kalten Fliesenboden legte und die schwarzen Haare nicht beachtete. Rui wischte mit dem Lappen sein Gesicht ab, bevor sie diesen auf seine Stirn presste und seinen Pullover von seinem Bauch zog, damit er noch mehr abkühlen konnte.
"Kannst du aufstehen?" Jimin schüttelte seinen Kopf locker hin- und her, bevor er seine Augen komplett schloss, Mund geöffnet, um atmen zu können. "Du solltest im Bett schlafen." Jimin antwortete nicht mehr.
Vielleicht ging doch etwas Schlimmeres in Jimin vor, als sie sich ausmalen konnte.
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"Warum guckst du so komisch?" Stöhnte Jimin genervt und erschöpft, ein ekelerregender Geschmack in seinem Mund und Brennen in seinem Hals. "Was ist passiert?" Fragte er als zweites, sah verwirrt durch das Badezimmer, woraufhin Rui sich auf dem Klodeckel aufrichtete und ihren Kiefer anspannte.
"Dein ernst?" Jimin setzte sich hin, krallte sich an das Waschbecken, um sich selbst aufzuhelfen und spülte anschließend seinen trockenen Mund aus. "Du warst für 'ne Stunde wegen deinem Zolpi' weggetreten." Jimin strich sich mit seinen rauen Händen sauer über das Gesicht und spritzte sich etwas kaltes Wasser auf die Haut.
"Rui, schau, es tut mir-", seine kleine Schwester unterbrach ihn sofort, Arme wütend überkreuzt, als sie sich hinter ihn stellte und durch den Spiegel in seine trüben Augen blickte. "Ich habe keine Lust auf Entschuldigungen, Jimin. Du bist wie besessen von dieser YN, und ich weiß nicht Mal, wieso. Du hast schon deinen besten Freund verloren, Jimin." Jimin verzog seine Augenbrauen.
Besessen? Nun, er würde sich verliebt nennen, doch er würde nicht sagen, dass er eine Obsession mit dir hatte. Oder auch er hatte vielleicht seinen Sinn für Gut und Schlecht verloren.
"Rui, ich bin nur verliebt." Jimin drehte sich zu seiner kleinen Schwester, die empört aufkeuchte und ihren Kopf schief legte, ihre nun kurzen Haare ihren Hals kitzelnd. "Ich habe keine Ahnung, wie viele mentale Krankheiten ich jetzt schon haben sollte, aber du studierst Psychologie, Jimin! Wie kannst du nicht merken, dass du Tag und Nacht nur über sie redest?! Es ist fast schon so, als würde niemand anderes dich mehr interessieren!" Jimin verstand sie nicht. Er konnte keinen Zusammenschluss mehr für ihre Sorgen finden.
"Wenn ich jetzt zu Alana gehe, würdest du mich auch nicht aufhalten. Stell dir vor, YN wäre nicht da gewesen, als Taehyung hier verstört rausgegangen ist! Der Junge hätte sich sein Leben genommen..." Jimin schüttelte den Kopf.
"Das stimmt nicht." Rui nickte ihren Kopf verstehend. "Nein, natürlich. Du hast recht, Jimin. Wie schon immer." Lächelte sie falsch, bevor ihre Emotionen wie eine trockene Sandburg einfach zerfielen.
"Du wolltest mich nicht vor Mutter retten. Du wolltest mich nur unter deiner Kontrolle haben, weil du sonst nichts auf die Reihe bekommst, was?" Hässliche, bittere Tränen liefen nun ungebremst aus ihren Katzenartigen Augen, ihr Hals gewürgt von Enttäuschung und Unwissenheit.
"Rui..." Jimin wollte nach ihren Händen greifen, doch fand keine Worte mehr. Sein Kopf war wie auf Autopilot gestellt. Nicht mal der feste Schlag ihrer Handfläche auf seiner Wange konnte ihn mehr schocken. Jimin war wie leer gespült. Er nahm nichts mehr wahr.
"Ich hasse dich."
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"Jimin ist verloren... Ich wusste, dass er sich zu sehr dort reinsteigert." Grübelte Alana nachdenklich, während Rui an ihrem Esstisch saß und einen Tee schlürfte, Koffer an der Seite stehend. "Aber was hatte es überhaupt mit den Früchten auf sich?" Alana lachte lautstark bei dieser Frage.
"Er musste einfach irgendwie kompensieren. Damals hat er noch Geschmäcker benutzt. Ich weiß nicht, irgendwie schien er schon immer sehr verletzlich und das hat einfach gezeigt, dass er für nichts gut ist." Rui liefen diese Worte trotzdem kalt den Rücken runter, auch wenn sie sich jetzt auf ihre Seite stellte.
Denn sie dachte, dass sie frei wäre. Schließlich war sie eine Frau und Alana hatte nur Männer in ihren Fängen- jedenfalls dachte Rui das und fühlte sich von daher beschützt... Dabei war gerade sie eine große Aushilfe für Alana.
"Und bevor er irgendein Wort über uns verliert, sollten wir Jimin auch ausschalten."
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Jimin wirkt sehr verwirrt.... well, what else is new?
right, warum hat Kapitel 28 60 reads aber Kapitel 31 hat 80??? explain this witchcraft, do y'all skip updates? i hope not 👀👄👀