Kapitel 43

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~Endlich Ruhe~

Es herrschte Stille, während sie aßen und Damian empfand es als unangenehm. Jackson traute sich nicht seiner Mutter in die Augen zu schauen, das wollte Damian ändern. "Sonja. Wie geht es allen bei Fabian und Susan?" Jacksons Mutter sah auf, froh darüber, dass Damian ein Gespräch begann. "Es geht allen gut. Deine Eltern machen sich unglaublich große Sorgen um dich. Auch Fabian und Susan wollen, dass ihr so schnell wie möglich zurück kommt. Sie wollen einen Plan mit euch, wegen eurem Rudel machen." Sie sah zu Jackson. "Liebling, bist du sicher, dass du nicht unser altes Rudel übernehmen willst?" Jackson nickte erst leicht, dann holte er Luft.

"Ja. Ich bin mir sicher. Das Verhalten von Vater hat sich zu sehr im Rudel etabliert. Viele Männer dort sind wie er. Ich will mit Damian ein eigenes Rudel gründen. Außerdem..." Jackson stockte, sah zu Damian, welcher sofort seine Hand um Jacksons legte. Er fühlte sich sofort stärker. "Ich glaube, dass weder das Rudel noch du mich als Alpha des Rudels wollen, wenn ich meinen eigenen Vater getötet habe." Sonja sah Jackson lange an, senkte dann ihren Blick und nickte leicht. "Ja, du hast recht. Ich hatte gehofft, dass dein Vater zur Vernunft kommt, sobald er merkt, dass du das nicht willst. Aber das war nicht der Fall, er ist rasend geworden und-" Sonja brach ab, ihre Stimme zitterte. "Es tut mir Leid, es hätte nie so weit kommen sollen. Ich hatte Angst, dass er euch und vor allem Toby etwas antut. Also habe ich alle die versammelt, die nicht an deinem Vater hängen. Wir haben einen Plan gemacht, wie wir euch beschützen können."

"Woher wusste er wo wir waren?" "Susan hatte mich damals angerufen als ihr bei ihnen wart. Die erzählte mir, dass es euch gut ging und Damian in freudiger Erwartung war", erzählte Sonja leise. "Dein Vater hatte mich belauscht. Er kam ins Zimmer gestürzt, riss mir das Telefon aus den Händen und erkannte Susans Stimme, er wusste also wo ihr wart. Er hatte mich seitdem nie wieder allein gelassen."

"Danke, dass du uns geholfen hast", sagte Damian leicht lächelnd. Er hatte die ganze Zeit Toby mit dem Fläschchen gefüttert und war nun fertig. Er ließ Toby ein Bäuerchen machen und stand auf. Sanft legte er ihn auf den Teppich im Wohnzimmer. Dann kam er wieder und begann selber zu essen. "Ich werde euch ebenfalls mit eurer Gründung helfen." Damian spürte, dass Jacksons Anspannung vollkommen verflog, sein Mate lächelte seine Mutter an und war mehr als glücklich über ihre Unterstützung. "Danke Mama."

Nachdem sie fertig waren und sich angezogen hatten, liefen sie nach draußen um die Leiche des Alphas zu bergen. Sonjas Herz wurde unendlich schwer als sie den toten Wolfskörper ihres Mannes sah - sie liebte ihn immer noch. "Es tut mir Leid Mum", hörte sie Jackson neben sich. Sie umarmte ihren Sohn, begann zu schluchzen. Damian stand neben ihnen, betrachtete den Wandler, der ihn so sehr tot sehen wollte. Er hatte ein schlechtes Gewissen, wegen ihm war nun Jacksons Vater tot. Wegen ihm ist sein Vater so geworden, wie er nunmal war, es tat weh. Damians Herz schmerzte, denn er wollte nie eine Person sein, die man so sehr hasste.

Langsam sah er runter zu Toby, er war in Damians Jacke gekuschelt und wurde extra noch durch Damians Körper gewärmt. Was, wenn Toby fragt, wo sein Opa ist? Was sollte Damian dann antworten? Belügen will Damian seine Kinder nicht, aber die Wahrheit könnte er nie sagen.

Sonja beruhigte sich langsam wieder und holte ein Handy aus ihrer Tasche. Während sie telefonierte, kam Jackson zu Damian und schloss seinen Arm um ihn. "Dein Vater hatte gesagt, dass Lucy auf dich und Toby wartet", sagte er leise. Sein Blick haftete an der Leiche. "Sie will also ihr Kind wieder...nach all den Wochen und Monaten." "Sie wird ihn nicht bekommen." Damian durchfuhr ein kalter Schauer. Jacksons Stimme war bedrohlich. Damian wusste, dass sein Mate vor Mord nicht mehr zurück schrecken würde, sobald seine Familie bedroht wurde. "Jacks-" "Ich werd es nicht tun", unterbrach Jackson Damian sofort und Damian schloss seinen Mund. Es herrschte Stille. "Versprich es mir", verlangte Damian, sein Blick wanderte langsam hoch zum Gesicht seines Alphas. "Versprich es mir", wiederholte er. Jackson schwieg. "Ich verspreche dir, dass dich niemand mehr verletzt, Schatz." Damian biss sich auf seine Unterlippe und senkte seinen Blick. Aber Jackson riss sein Kinn wieder hoch und sah ihm lange in die Augen. "Ich kann es dir nicht versprechen. Dami, du und Toby, ihr seid meine Welt. Ohne euch zerbreche ich."

Langsam begannen Jacksons Augen rot zu leuchten. "Jeder der euch etwas Böses will, ist mein Feind." Damian wusste, dass es nicht richtig war, aber dennoch fand er es toll, dass Jackson ihn so beschützte. Dann küsste Jackson Damian sanft. Der junge Omega empfing den sanften Kuss fast schon sehnsüchtig. "Akzeptier das bitte." Damian seufzte leise und nickte dann sachte. "Okay."

Dann meldete sich Toby, mit seiner hohen Quietschestimme, die Damian schmunzeln ließ. "Susan und Fabian kommen her, sie holen uns ab und werden deinen Vater in ein Leichenwagen einladen." Sonja klappte ihr Handy zu und betrachtete Toby sanft. "Wie alt ist Toby denn jetzt?" Damian sah Jackson an, er überlegte kurz. "Fünf Monate", sagte er grinsend. "Er sieht schon so groß aus, ihr zwei macht das so toll", strahlte sie. Sanft strich Sonja über Tobys rote Wängchen. Der kleine Welpe betrachtete sie aufmerksam. Aber durch die Ruhe seiner Eltern, merkte er schnell, dass von ihr keine Gefahr ausging.

Eine Stunde später wurden sie abgeholt und zurück zu Susans und Fabians Rudel gebracht. Man fiel ihnen allen um dem Hals und war froh, dass es ihnen gut ging. Susan erklärte, dass sie ihren Mann bei sich im Rudel beerdigen würde. Damian und Toby wurden von Collin noch mal untersucht. Er machte sich große Sorgen um die psychische Gesundheit des Omegas, aber auch Jackson ließ Collin nicht kalt. Er fragte sich, was wohl in diesem Alpha vorging - er kam ihm kälter als vorher vor.

Den restlichen Tag verbrachten Damian und Jackson zusammen, zuletzt aßen alle in dem großen Esszimmer des Rudelhauses zu Abend.
Wieder zogen sich Damian und Jackson in ihr Zimmer zurück, kümmerten sich um Toby und um sich selbst.
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So das was mit diesem Kapitel :3
Ich hoffe euch hat es gefallen. Ihr wisst, wie immer gilt: Fehler aller Art sind bei mir zu melden.
PS: Denk an ein positiven Kommi, wenn ihr besonders viele Fehler findet. Ich würde mich sehr darüber freuen :)

Mein heutiger Real Talk :3

Ich freue mich richtig auf die Ferien. Ich gehe zwar gerne in die Schule aber Kinder sind unglaublich anstrengend xD.

Leider hört die Arbeit in den Ferien bei mir nicht auf, weil ich zu einem Seminar muss aber das ist nicht schlimm. Viele Lehrer haben auch nicht die ganzen Ferien Urlaub, sie korrigieren Arbeiten oder bereiten den Unterricht langsam wieder vor.

Was habt ihr denn so in den Ferien vor? Wann beginnen eigentlich eure Ferien?

Schriebts mir gerne.
Wie lesen uns im nächsten Kapitel oder in einem anderen Buch :3

Eure Feli <3

Damian ~ Der verlorene WolfWo Geschichten leben. Entdecke jetzt